Rückblick 16 – Januar

Endspurt – zehn Spieltage dauert die Hauptrunde an, die Indizien sprechen dafür, dass die Verteilung der Plätze von 1-10 so spannend wird wie noch nie. Vor allem das Rennen um die Preplayoffplätze.
Bevor ich mich in dieser Woche daran mache herauszufinden, woran es liegt, dass man, wenn man dem Facebook-Link folgt, anscheinend bei Smartphone-Benutzung immer auf irgendwelchen Spam-Seiten landet, gibt es noch einen Rückblick auf den abgelaufenen Monat. Falls hier noch jemand irgendwelche Ideen hat, ich werde jedem Hinweis folgen …

Vor allem wegen der Köln-Sache (Spannungswecker!) wird es diesmal wieder recht Statistik-lastig werden. Ich bitte, dies nachzusehen.

Gesamt Spiele Punkte Tore Diff. Ø
Straubing 11 22 30 : 21 9 2,00
München 9 21 33 : 17 16 2,33
Nürnberg 10 20 39 : 34 5 2,00
Berlin 10 18 31 : 28 3 1,80
Ingolstadt 10 17 32 : 30 2 1,70
Mannheim 10 16 31 : 30 1 1,60
Iserlohn 11 16 28 : 27 1 1,45
Augsburg 10 15 35 : 39 -4 1,50
Wolfsburg 10 13 20 : 18 2 1,30
Düsseldorf 10 13 27 : 26 1 1,30
Köln 11 13 25 : 28 -3 1,18
Schwenningen 10 12 29 : 37 -8 1,20
Hamburg 10 9 30 : 41 -11 0,90
Krefeld 10 8 28 : 42 -14 0,80

Gleich mal zwei Tabellen zu Beginn, oben die reale Januar-Tabelle, unten die bereinigte, sprich nach Punkte pro Spiel geordnete. Bei der gibt es leichte Verschiebungen, weil München imJanuar so wenig Spiele bestritten hat.

Gesamt Spiele Punkte Tore Diff. Ø
München 9 21 33 : 17 16 2,33
Straubing 11 22 30 : 21 9 2,00
Nürnberg 10 20 39 : 34 5 2,00
Berlin 10 18 31 : 28 3 1,80
Ingolstadt 10 17 32 : 30 2 1,70
Mannheim 10 16 31 : 30 1 1,60
Augsburg 10 15 35 : 39 -4 1,50
Iserlohn 11 16 28 : 27 1 1,45
Wolfsburg 10 13 20 : 18 2 1,30
Düsseldorf 10 13 27 : 26 1 1,30
Schwenningen 10 12 29 : 37 -8 1,20
Köln 11 13 25 : 28 -3 1,18
Hamburg 10 9 30 : 41 -11 0,90
Krefeld 10 8 28 : 42 -14 0,80

Als Gewinner erkennen wir München und Straubing, der große Verlierer war Hamburg. Die Haie spielen für mich eine Sonderrolle, die mit dem Trainerwechsel zu tun hat, darauf gehe ich aber noch ein. Ein Sonderlob gibt es für die Wild Wings für das Wochenende, denen es mit einem Rumpfkader als erster Mannschaft überhaupt in dieser Saison gelang, in Iserlohn in regulärer Spielzeit zu gewinnen.

Nicht zu verachten ist, dass die Freezers am letztmöglichen Termin die auswärtsstarke DEG schlagen konnten, den Monat rettet das aber nicht wirklich. Durch den Sieg sorgten sie aber dafür, dass jetzt zwischen Platz 8 und 12 lediglich ein Zähler legt, jedes Wochenende, das kommt, könnte also für gewaltige Umwälzungen sorgen.

Den Tigers ging am letzten Wochenende des Monats ein wenig die Puste aus, gegen aufstrebende Haie gab es immerhin einen Punkt, beimTabellenführer ebenfalls eine knappe Niederlage, dennoch lässt sich festhalten, dass sie durch den Januar, bei dem sie nur in zwei Partien ohne Punkte blieben, phänomenal war. Den eigentlich waren die Niederbayern schon raus aus den Preplayoffs. Aus einer theoretischen ist inzwischen eine realistische Chance geworden.

Sieben Siege, zwei Niederlagen holte München, mittlerweile strecken sich die Bayern nach der Tabellenführung, mich erinnert das stark an die letzte Saison. Gut, das hat natürlich einen Zusammenhang mit dem Budget, aber die Tiefe des Kaders scheint erstaunlich. Mir ist keine Mannschaft bewusst, die mit Verletzungssorgen, und die machen diese Saison eben so vergleichbar, so gut umgehen kann wie die Mannschaft von Don Jackson. Keine einzige Partie haben die Roten Bullen in dieser Saison bestritten, in der nicht mehrere Leistungsträger fehlten. Und trotzdem …

Der AEV war für mich schon fast sicherer Preplayoffteilnehmer, aber besonders nach der Niederlage gegen die Haie bin ich unsicher geworden. Vier Niederlagen in Folge haben die Panther kassiert, gegen München, das kann man irgendwie verstehen, aber gegen Straubing und Köln, zwei direkte Konkurrenten, gegen bereits abgeschlagene Schwenninger … Und die nächsten Gegner sind Nürnberg, Mannheim, Iserlohn und Berlin. Na denn, viel Spaß.

Die DEG hofft wohl besser darauf, sich in den Playoffs nicht mit dem Heimrecht rumschlagen zu müssen. Erschreckendes tut sich in Iserlohn – nur zwei Tore aus den letzten vier Spielen – verlernt man das? Zuletzt Niederlagen gegen Krefeld und Schwenningen? Hallo? Ist mir ein Rätsel.

Bei Nürnberg war ich übrigens tatsächlich etwas überrascht, sie im Januar so weit oben zu finden, warum? Dafür habe ich keine wirkliche Erklärung, weil ich die Ergebnisse ja eigentlich kenne. Wolfsburg legte einen starken Endspurt hin mit einem 5-Punkte-Wochenende, die Mini-Krise scheint überwunden.

Jetzt noch kurz zum Thema Haie, man könnte es auch eine kleine Spielerei mit der Statistik nennen. Bin mir aber nicht sicher, ob es das wirklich trifft, der Hintergrund ist nämlich ernst zu nehmen. Im Folgenden habe ich mal die Drittelstatistiken der Haie vor und nach dem Trainerwechsel gegenübergestellt. Man könnte das jetzt als viel Aufwand für wenig Ertrag bezeichnen, weil lediglich die Haie im Fokus stehen, aber es ist natürlich jedem freigestellt, das eigene Team herauszusuchen. (Vielleicht kriegt man ja so heraus, welchen Effekt der Dienstantritt von Cory Clouston auf die eigenen Mannschaft hatte??). So könnte man das Lieblingsteam vielleicht ja warnen?

1. Drittel 1. Drittel
Gesamt Punkte Diff. Tore G-Tore Gesamt Punkte Diff. Tore G-Tore
Iserlohn 66 24 41 17 Straubing 13 4 7 3
Nürnberg 58 8 35 27 Iserlohn 9 2 3 1
Wolfsburg 56 13 34 21 Hamburg 9 1 5 4
Mannheim 54 4 27 23 Schwenn. 8 2 5 3
Straubing 53 3 37 34 Wolfsburg 8 0 2 2
München 48 2 31 29 Augsburg 7 0 4 4
Hamburg 48 -5 32 37 Berlin 7 0 3 3
Ingolstadt 45 -4 32 36 Düsseldorf 7 0 2 2
Düsseldorf 45 -7 25 32 Ingolstadt 6 0 3 3
Berlin 44 0 25 25 Köln 6 0 2 2
Schwenn. 44 -2 34 36 Mannheim 6 -2 5 7
Krefeld 44 -5 26 31 München 5 -1 2 3
Köln 38 -14 22 36 Nürnberg 4 -2 6 8
Augsburg 38 -17 29 46 Krefeld 2 -4 4 8

Sind diese zahlen jetzt aussagekräfig im Bezug auf das erste Drittel? Ein klein wenig. Die Haie kommen besser ins Spiel. Aber die Stichprobe ist gering, man sollte die Tabellen für das erste Drittel noch nicht überbewerten. Das wird aber im zweiten Drittel anders …

2. Drittel 2. Drittel
Gesamt Punkte Diff. Tore G-Tore Gesamt Punkte Diff. Tore G-Tore
Köln 67 22 46 24 München 11 9 11 2
Mannheim 58 1 36 35 Nürnberg 10 3 8 5
Ingolstadt 57 12 50 38 Straubing 9 6 10 4
Augsburg 57 11 50 39 Schwenn. 9 3 6 3
München 57 7 37 30 Düsseldorf 8 2 7 5
Berlin 56 9 41 32 Ingolstadt 8 2 5 3
Düsseldorf 54 5 33 28 Mannheim 7 1 7 6
Iserlohn 51 1 42 41 Iserlohn 7 0 2 2
Nürnberg 51 -4 35 39 Wolfsburg 6 0 4 4
Wolfsburg 50 -1 32 33 Berlin 6 -1 6 7
Hamburg 46 -2 33 35 Augsburg 4 -10 5 15
Schwenn. 35 -16 30 46 Hamburg 3 -4 5 9
Krefeld 35 -24 32 56 Krefeld 3 -5 2 7
Straubing 27 -21 29 50 Köln 3 -6 3 9

Oha, dieser Unterschied ist jetzt schon auffällig. Die Haie haben keinen Mittelabschnitt mehr, um es mal ganz hart auszudrücken. Und? ES SPIELT ÜBERHAUPT KEINE ROLLE. Das legen die letzten Spiele nahe. Unter Sundblad waren die Haie im Mittelabschnitt kaum zu schlagen, unter Clouston scheinen sie die Gegner einfach durchzuwinken.

3. Drittel 3. Drittel
Gesamt Punkte Diff. Tore G-Tore Gesamt Punkte Diff. Tore G-Tore
Düsseldorf 66 16 46 30 Wolfsburg 11 4 5 1
Berlin 64 12 46 34 Köln 10 3 7 4
Wolfsburg 57 10 39 29 Krefeld 9 3 7 4
München 57 6 38 32 München 9 2 6 4
Straubing 56 -2 33 35 Ingolstadt 8 5 9 4
Augsburg 50 1 41 40 Schwenn. 8 2 10 8
Nürnberg 48 3 41 38 Nürnberg 8 1 8 7
Iserlohn 48 2 36 34 Mannheim 8 -1 5 6
Mannheim 47 -2 35 37 Hamburg 7 0 5 5
Krefeld 47 -3 35 38 Düsseldorf 5 2 6 4
Köln 44 -9 32 41 Straubing 5 -3 2 5
Hamburg 43 -5 33 38 Augsburg 4 -2 7 9
Ingolstadt 39 -16 25 41 Berlin 4 -7 2 9
Schwenn. 37 -13 33 46 Iserlohn 2 -9 1 10

Und auch die Zahlen im Schlussabschnitt sind extrem auffällig, bzw. die Unterschiede. Okay, man mag einwenden, dass die Stichprobe nicht sonderlich groß ist. Aber ich bin geneigt zu behaupten, dass die wenigen Spiele unter Clouston nahelegen, dass hier eine konzeptuelle Veränderung stattgefunden hat. Vielleicht, weil man sich bei den Gegnern noch nicht auf die „neuen“ Haie eingestellt hat, vielleicht, weil Köln unter Niklas Sundblad zu ausrechenbar geworden ist. Dann würden sich diese Zahlen über längere Zeit relativieren. Fest steht allerdings auch, dass die Haie eine dem Personal angemessenere Spielform gefunden haben, das sieht jeder, der die Kölner beobachtet.. Wie nachhaltig das ist, wird sich zeigen.

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5 Gedanken zu “Rückblick 16 – Januar

  1. Der deutsche Meister Adler Mannheim muss wohl für den Rest der Saison auf Nationaltorhüter Dennis Endras verzichten. Der 30-Jährige zog sich einen Adduktoreneinriss zu und fällt acht bis zwölf Wochen aus. Das teilten die Adler nach einer Untersuchung am Montag mit.

    Ja leck mich doch…Nix gegen Ziffzer, aber da müsste jetzt doch ein deutlicher Leistungssprung kommen, und ich weiß nicht, ob allein mehr Spielpraxis den bringt.

  2. Olaf, Du weißt ich LIEBE Deine Statistiken und Deine Schlussfolgerungen, allein, ob WOB seine Minikrise überwunden hat, steht für mich nicht fest. Wenn die Freezers in WOB nur die Hälfte ihrer 100%igen Chancen genutzt hätten, hätten die Grizzlys das Spiel zweistellig verloren. Die waren alles andere als gut und haben den klaren Sieg einzig und allein ihrem Goalie und der Unfähigkeit der Eisschränke vor dem Tor zu verdanken …!

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