Rückblick 13

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Adler nach dem Spengler-Cup zurück nach Deutschland kehren und immer noch Tabellenführer sind, scheint mittlerweile ausnehmend gering. Bis dahin sind zwar noch ein paar Spieltage, aber die Polster werden dünner.

Noch profitieren allerdings davon, dass so richtig sie keiner von der Spitze vertreiben will. Nicht, solange sie noch im Lande sind. Vier Niederlagen am Stück, dass ist bei den Kurpfälzern doch eher sehr ungewöhnlich, wir müssen weit in die vorletzte Saison zurückgehen, um etwas ähnliches zu finden. In ihrer stärksten Saisonphase waren es bei den Adlern vor allem die Specialteams, die die Spiele allein entscheiden konnten. Seit das nicht mehr länger der Fall ist, tun sich die Mannheimer mit dem Punkten schwer. Zwei Niederlagen gab es am Wochenende, weder gegen Straubing noch Wolfsburg konnten sie überzeugend, überraschend bei der Niederlage gegen die Grizzlies war vor allem, dass Mannheim eine 4:1-Führung noch aus der Hand gab, das spricht nicht für eine überwältigende Cleverness der Mannschaft von Greg Ireland. Wobei: Gegen die Grizzlies in dieser Form kann man durchaus verlieren – da hätte jeder vernünftige Tipper genauso gesehen.

Apropos Tipperperspektive: Da sind die Haie die reinste Pest. Nach dem letzten Wochenende hatte ich mir geschworen, nie mehr auf die Haie zu tippen, wich von diesem Grundsatz gegen Berlin hab, dämlich, ich weiß, wurde prompt bestraft, verließ mich am Sonntag auf die Roosters: Und auf einmal kann Köln wieder gewinnen. Langsam nehme ich es persönlich. Es ist natürlich immer müßig, darüber zu spekulieren, inwieweit die Sauerländer ohne die Ausfälle von Luigi Caporusso und Chris Connolly hätten gewinnen können, BIS zum Ausfall, genauer gesagt, im ersten Drittel, waren sie für mich das bessere Team. Der Sieg gegen die spielstarken Roosters war enorm wichtig, konnte man sich doch dadurch nach hinten wieder ein wenig Luft verschaffen. Die vielen Ausfälle bei Köln hin oder her, andere Teams leiden genauso darunter, aber bisher schlagen sie sich unter meinen Erwartungen.

Das ist eine Superstelle, um die „wahre Tabelle“ mal dazwischenzuwerfen.

Gesamt Spiele Punkte Tore Diff. P/Spiel Tore/Spiel GT/Spiel
1 Iserlohn 25 47 79 : 65 14 1,88 3,16 2,60
2  Berlin 26 47 78 : 70 8 1,81 3,00 2,69
3 Düsseldorf 26 46 75 : 62 13 1,77 2,88 2,38
4  Mannheim 28 49 87 : 74 13 1,75 3,11 2,64
5 Nürnberg 26 43 78 : 73 5 1,65 3,00 2,81
6 Hamburg 27 44 72 : 76 -4 1,63 2,67 2,81
7  Wolfsburg 26 42 82 : 66 16 1,62 3,15 2,54
8 München 26 41 79 : 77 2 1,58 3,04 2,96
9 Köln 25 38 78 : 68 10 1,52 3,12 2,72
10 Augsburg 26 38 86 : 92 -6 1,46 3,31 3,54
11 Straubing 26 33 73 : 89 -16 1,27 2,81 3,42
12  Ingolstadt 27 33 71 : 88 -17 1,22 2,63 3,26
13 Schwenning 28 28 81 : 97 -16 1,00 2,89 3,46
14 Krefeld 26 23 67 : 89 -22 0,88 2,58 3,42

Nicht uninteressant, besonders was die Reihenfolge in der Spitze betrifft. Nach Punkten pro Spiel sind mittlerweile schon Iserlohn, Berlin und Düsseldorf an den Adlern vorbeigezogen, man darf nie vergessen, dass die Roosters drei Spiele weniger als Mannheim haben, Berlin und Düsseldorf je zwei.

Die Höhenflüge der DEG (6 Siege in Folge) und der Grizzlies (sogar 7 Siege in Folge) setzen sich fort, bei den Grizzlies hat die Wiedergeburt des Powerplays einen großen Anteil am Höhenflug, die DEG war für mich ein sicherer Playoffkandidat, aber so weit oben wie zur Zeit hätte ich sie nicht unbedingt erwartet, die Grizzlies werden meinen Erwartungen langsam gerecht.

Hamburg und Ingolstadt gelangen jeweils 6-Punkte-Wochenenden, die Schanzer kommen langsam, vier Siege aus den letzten fünf Spielen können sich sehen lassen, der Rückstand auf Platz 10 beträgt aber immer noch fünf Zähler bei einem Spiel mehr auf dem Konto.

Der KEV holt den ersten Dreier unter Franz Fritzmeier, nach sieben Niederlagen am Stück war das langsam auch mal fällig, mit dem AEV erwischte es dabei eine Mannschaft, die zur Zeit eher unrund läuft mit der vierten Niederlage am Stück. Der Auftritt in Krefeld gehört dabei zu den schwächeren der letzten Wochen.

Die völlig absurde Serie, freitags Geschenke, sonntags gewinnen wir immer, der Münchner setzt sich fort, eine vernünftige Erklärung dafür ist mir noch nicht untergekommen.

Kriseln tut es in Nürnberg, vier Niederlagen aus den letzten  fünf Spielen, und Schwenningen, sechs Niederlagen aus den letzten sieben Spielen, während Straubing sich wie letztes Wochenende mit einem Dreier begnügen musste. Immerhin punkten die Niederbayern jetzt wieder regelmäßig.

Und dann wären da noch die Eisbären, die ihre Auswärtstournee (vier Spiele) mit einer Niederlage begannen, nach vier Siegen in Folge kann das immer mal wieder passieren, ist halt doof, wenn man auf die Roten Bullen ausgerechnet an einem Sonntag spielen muss. Mit Platz 2 in der wahren Tabelle ist man aber bei den Hauptstädtern voll im Soll.

Wer jetzt noch was zum Lachen braucht, dem empfehle ich diesen wunderschönen Treffer von Kevin Schmidt gegen die Freezers.

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5 Gedanken zu “Rückblick 13

  1. Das ist gemein Olaf, Kevin Schmidt hat (fast) das getan, was die Fans gefordert haben…..! Hör mal auf den Gesang im Hintergrund, da hätte es eigentlich nur heißen müssen: “ …. werft ein Tot für uns …!“

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