Die DEL-Saison 2015/16: Der Westen

Nachdem die Zusammenstellung der ersten Vorschau, was die Teams betrifft, ziemlich wahllos wirken könnte (was sie aber nicht ist!, war nämlich dieselbe Reihenfolge wie im Vorjahr), seht der zweite Teil unter einem eindeutig nachzuvollziehen Motto: Es geht um die Region. Kann sich jeder wohl ausrechnen, welche Mannschaften sich unter der Überschrift „Westen“ verbergen.

4. Kölner Haie

Första gången i DEL-historien ställer Sverige ett eget lag i den högsta tyska spelklassen i ishockey. Detta är också anledningen till att Kölner Hajar i framtiden ska kallas Tre Kronor Köln.

Två gånger i rad sluttade dem på andra plassen, den sista säsongen utviklade seg til en stor besvikelse. Den elfte plassen var mer eller mindre en katastrofe samliknade med forväntningorna.

Boah, nee, das wird mir zu anstrengend, den Rest müsst ihr euch selber ins Schwedische übersetzen. Hinter der Bande hat sich bei den Haien nichts geändert, nur das Niklas Sundblad jetzt einem Kader vorsteht, den er auch selbst so zusammengestellt hat. Mehr oder weniger.

Ob die Haie in dieser Saison irgendwann blau-gelb auflaufen? Ob Marcel Müller in das neue Team nicht viel besser reinpassen würde mit seiner Schweden-Erfahrung? Egal, die Haie sind jedenfalls ein Team, dass einen Umbruch hinter sich, bzw. vor sich hat.

 

Beginnen wir mit ein paar Abgängen: Jamie Johnson, Andreas Holmqvist, Daniel Tjärnqvist, John Tripp, Chris Minard (Düsseldorf), Mike Iggulden (Augsburg), um ein paar zu nennen. Alleine die Abgänge von Holm-, Tjärnqvist und Tripp sorgen für eine unausweichliche Absenkung des Altersdurchschnitts.

Wer ist gekommen? Da sind zu allererst die Schweden zu nennen: Für das Tor Gustaf Wesslau, dazu Fredrik Eriksson (Umweg über Nürnberg), Johannes Salmonsson, Per Aslund, Dragan Umicevic. Halbschwede Shawn Lalonde, den kennt man noch aus Berlin, aber die letzte Saison spielte der bei Färjestad. Und vom Vizemeister stoßen Patrick Hager (von dem ich persönlich große Dinge erwarte, der wird von Jahr zu Jahr besser) und Jean-Francois Boucher dazu. Über den Daumen gepeilt sind das immerhin schon mal 12 Neuzugänge.

Mit DER personellen Ausstattung sollte es mich schon sehr überraschen, wenn die Haie diesmal den direkten Sprung in die Playoffs verpassen sollten. Die Vorbereitung zeigte ja bereits, dass die Neuen sich gut integrieren lassen. Mit Hager und Boucher hat Sundblad zudem zwei Spieler geholt, die er aus seinem Stint in Ingolstadt noch sehr gut kennt. Die Haie werden um den Titel mitspielen, aber hey, das tun irgendwie sowie alle, das ist der SINN dieser Liga. Aber hinter den Adlern sehe ich sie schon irgendwie (anders, als das irgendwie davor).

5. Düsseldorfer EG

Weißt du, was mir als erste durch den Kopf ging, als ich mit diesem Text zur Düsseldorfer EG anfing? Kreuzbandriss Christof Gawlik, Meniskusschaden Jakub Ficenec, Nierenriss Daniel Fischbuch. Kann eine Vorbereitung viel schlechter laufen? Wenn das Omen sein sollen, steht der DEG eine Horrorsaison bevor.

Wer ist gegangen? Michael Davies (Hamburg), der hat aber in der zweiten Hälfte sowieso keine so große Rolle mehr gespielt. Shawn Belle, Andreas Martinsen (das schmerzt schon mehr), Drew Schiestel, Kris Sparre, Alexander Thiel (Augsburg) und am allerwichtigsten: Der Goalie der letzten Saison, Tyler Beskorowany.

Als Neuzugänge gibt es unter anderem als Leihgabe aus Berlin Mathias Niederberger zu vermelden. Tim Schüle (Nürnberg), Jonas Rönnberg (Schweden war leergekauft, eine fiese Intrige der Haie, also musste sich die DEG in Finnland bedienen). Und für den Angriff gab es ein paar prominente Neuzugänge für die Rheinländer: Da wären zu allererst einmal Eduard Lewandowski zu nennen, den es aus Russland wieder in die Republik getrieben hat, Norm Milley (Wolfsburg), Chris Minard (Berührungsängste hat die DEG offensichtlich keine). Ob man Christof Gawlik dagegen unter Neuzugängen führen darf, ist eine andere Frage: Bei Kreuzbandriss würde ich mal vermuten, der gehört eher schon zum Kader für die nächste Saison. Insgesamt sehen 12 Abgängen zehn Neuverpflichtungen gegenüber, das ist Mittelfeld.

 

Milley, Minard, Lewandowski, das hört sich für mich zunächst mal wie eine Verbesserung an, dem gegenüber stehen mit Martinsen und Beskorowany zwei Abgänge, die unter dem Strich immer noch ein kleines Plus für die DEG übriglassen.

Die letzte Spielzeit der DEG würde ich alles in allem als sehr positiv bewerten. Und viel schlechter sehe ich die Düsseldorfer in diesem Jahr eigentlich auch nicht. Platz 5-10 müsste eigentlich drin sind.

6. Iserlohn Roosters

Der sechste Platz aus dem Vorjahr, er wird für die Roosters so einfach nicht zu toppen sein. Und wäre man damals nicht gleich in der ersten Runde auf den späteren Finalisten Ingolstadt getroffen, wer weiß, was noch möglich gewesen wäre. Immerhin, zweimal in Folge standen die Roosters in den Playoffs, nach langer Durststrecke könnte das langsam der neue Normalfall werden.

Verabschiedet aus dem Sauerland haben sich: Jonas Liwing (Hamburg), Brent Raedeke (Mannheim), Brodie Dupont, Jeff Giuliano, Rich Jares, Alex Foster und Derek Whitmore sowie Daniar Dshunussow (Köln). Die beiden erstgenannten wird man dabei wohl am meisten vermissen, Jeff Giuliano spielte aufgrund seiner langen Verletzung in der letzten Saison keine große Rolle mehr.

 

Nach Iserlohn zurückgekehrt nach einem Zwischenstopp in Mannheim ist Bobby Raymond, in die DEL zurückgekehrt ist Jean-Philippe Coté, der in der DEL zuletzt bei Hamburg aktiv war, ist aber schon ein paar Jahre her. Louie Caporusso ist noch auch Augsburg ein Begriff, Jason Japsers aus Nürnberg und Mannheim. Neuland ist die DEL für Bradley Ross (Angriff), die Verteidiger Mike Little (1,74m, hence the name), Denis Shevyrin (mit Krefelder Vergangenheit) und Goalie Chet Pckard.

Stand 7.9. : Mike Little musste inzwischen gehen, stattdessen haben die Roosters Michel Periard (Ingolstadt) verpflichtet.

Die Roosters landen für mich auf einem halbsicheren Preplayoffplatz, alles besser fiele dann in die Kategorie Überraschung. Viel wird davon abhängen, wie sich die Neuzugänge aus Übersee schlagen. Alles in allem finde ich es eher schwierig, zu Iserlohn eine klare Aussage zu treffen.

7. Krefeld Pinguine

Vergleicht man den Kader beim KEV mit dem der Haie, war bei den Seidenstädtern vergleichsweise wenig los. Den kann man ohnehin nur wünschen, dass die kommende Spielzeit ruhiger verläuft als das Vorjahr, solche Geschichten wie mit Francois Methot und Adam Courchaine muss man auch nicht jede Saison haben.

Die Abgänge: Marcel Müller (Hamburg), war ohnehin klar, dass der KEV den nicht würde halten können, Tyler Beechey, Colin Long, Joel Perrault und Josh Meyers, um die namhaftesten zu nennen.

Die überwältigenden Neuverpflichtungen kann ich bisher nicht entdecken. Gut, sie haben tatsächlich noch einen Schweden gefunden (da haben die Haie wohl nicht aufgepasst?) mit Henrik Eriksson (die Haie dachten wahrscheinlich: Eriksson, den haben wir doch schon! So kann’s gehen. Zu ihrer Entschuldigung: Der hatte sich in Dänemark versteckt. Tricky). Bis auf Mike Collins (DEL2) und Hunter Bishop (ein Super-Name für einen Angreifer) hat man sich beim KEV wohl eher im Jugendbereich umgesehen. Vielleicht tue ich den „Jungen“ unrecht, sie hier nicht mit Namen zu erwähnen, wir werden sehen.

7.9. + Jeff Szwez (Ingolstadt)

 

Großer Vorteil beim KEV: Das Team dürfte weitgehend eingespielt sein. Aber ich sage mal voraus, dass es eine schwierige Saison für die Seidenstädter werden könnte. Gaaanz schwierig. Ich lasse mich aber gerne überraschen.

 

Hier geht es zum ersten Teil mit Mannheim, Augsburg und Berlin.

Der Weg zum Tippspiel.

Und die offizielle Variante des Tippspiels bei der DEL.

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5 Gedanken zu “Die DEL-Saison 2015/16: Der Westen

  1. Hätte nix dagegen, wenn die Haie-Prognose wieder in die Hose geht 🙂 Glaube aber auch daran, dass sie die letzte Saison vergessen lassen wollen und werden

  2. Schön wieder von dir zu lesen Olaf:) Aber was uns angeht bin ich doch ein wenig optimistischer. Klar werden wir nicht ganz vorne mitspielen aber Platz6-10 ist schon drin. Zum einen kann diese Saison ja nur ruhiger werden als die letzte Saison wo es die ganze Zeit um unsere DEL Existenz ging und selbst in dieser Horrorsaison sind wir ja nur ganz knapp an Wolfsburg gescheitert. Und zum anderen haben wir ein eingespieltes Team das mit Eriksson denke ich einen sehr guten Spieler geholt hat, immerhin Toptorjäger seiner Liga. Und auch Bishop ist denke ich nicht schlecht. Und schlimmer als die Neuen im letzten Jahr mit u.a. Long und Beechey sind sie sicher nicht. Also alles in allem denke ich sind wir zumindestens nicht schlechter als letzte Saison. Aber das ist ja nur meine Meinung:) Die Saison wird es zeigen. Wird Zeit das es endlich wieder richtig losgeht.

  3. Willkommen zurück, Olaf 🙂
    Schön, wieder mal was von Dir zu lesen! Wobei ich das bei Hager anders sehe/hoffe, mir genügts, wenn er sich nicht verletzt, und dann in 2-3 Jahren zurück nach Hause (ERC) kommt, dann kann er wieder seine Klasse zeigen 😉

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