Die DEL-Saison 2014/15

Am Freitag startet die 21. DEL-Saison in die erste Runde. So nutze ich die letzte Gelegenheit, noch einen Blick auf die Mannschaften und die Saison zu werfen, bevor es ernsthaft losgeht. Manche Dinge ändern sich fast nie, der Favoritenkreis, manche Dinge ändern sich immer: Die Mannschaftszusammenstellungen …

1. Augsburger Panther

Die Fragestellung bezüglich der Panther ist letztendlich in jeder Spielzeit dieselbe. Reicht es für einen Platz unter den ersten 10 – dann war es eine gute Saison – reicht es nicht, fällt sie eher in die Kategorie: normal. In der letzten Saison hatten die Panther mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen – unter solchen Voraussetzungen ist es für die Schwaben immer schwer, einen Playoffplatz zu erreichen.

Typisch für den AEV ist die große Fluktuation, das hängt meist auch ganz einfach damit zusammen, dass Spieler, die sich beim AEV durchsetzen, für die Panther schwer zu halten sind. So verlassen den AEV in diesem Jahr unter anderem Daryl Boyle und Rob Brown in Richtung Liga-Konkurrenz. Dazu gehen J.D. Forrest, Tobi Draxinger, Brian Roloff, Stephen Werner, John Zeiler, Peter MacArthur, um nur einige aufzuzählen. Larry Mitchell steht also vor dem gewohnten Problemen, aus Alt und Neu wieder eine schlagkräftige Truppe zu formen.

Wie stehen die Vorzeichen: Wie im Jahr der Vizemeisterschaft liegt der Fokus auf einem starken Goalie. Mit Chris Mason hat man da jemand verpflichtet, der viel NHL-Erfahrung mitbringt. Dazu kommen mit Braden Lamb (Defender) und Dan DaSilva (Angriff) zwei Akteure aus der AHL – da hat Larry Mitchell schon häufiger ein gutes Händchen bewiesen. Mit unter anderem James Bettauer (HHF) und Daniel Weiß (EBB), um die Bekanntesten zu nennen, verpflichtete man auch zwei Spieler aus der DEL.

Insgesamt sind dreizehn Spieler gegangen, acht gekommen. Mit dem ein oder anderen Nachrücker ist sicherlich noch zu rechnen.

2. Eisbären Berlin

Man muss nicht groß herumreden: Die letzte Saison der Eisbären war eine Enttäuschung. Sowas kann dem besten Hausmann passieren, wie es früher in der Werbung hieß. EINE schlechte Saison ist noch kein Beinbruch. Und angesichts der Bilanz der letzten Jahre muss man auch einfach zugestehen: Ein Hungerjahr hatten die Berliner immer mal wieder drin. Außerdem ist die Messlatte bei den Hauptstädtern einfach verdammt hoch.

Aber das ist eben auch Berlin: In Panik verfällt niemand. Der Trainer ist mit Jeff Tomlinson derselbe geblieben. Ein paar Abgänge müssen die Eisbären verkraften. Dabei ist auch immer interessant, wo die scheidenden Spieler hingehen. Also bleiben sie in der Liga oder fallen sie nach oben? Der Abschied von Rob Zepp Richtung NHL war natürlich ein Schlag ins Kontor. Shawn Lalonde spielt zukünftig in Schweden. Gegangen sind unter anderem auch Thomas Supis, Kris Sparre, Daniel Weiß und Mads Christensen.

Dem stehen mit Petri Vehanen, Petr Pohl und Mathias Niederberger vorerst nur drei Neuzugänge gegenüber. Also gleich zwei Neuzugänge auf der Goalie-Position, wobei ich die Verpflichtung von Niederberger eigentlich für die interessanteste halte. Da steckt verdammt viel Zukunft mit drin. Aber vielleicht sollte man Jens Baxmann ja auch unter Neuzugängen führen, der ja ein Jahr lang praktisch nicht aktiv war.

3. Adler Mannheim

Wären die Adler nicht so langsam mal wieder dran? Der ganz große Wurf? Es gehört ja schon zu den Reflexen eine Saison-Vorschau, die Adler unter den Top-Titelkandidaten einzureihen. Dass auf der Trainer-Position etwas passieren würde, war klar. Das Engagement von Hans Zach war von Anfang an befristet, mit Geoff Ward steht nun ein Mann bei Mannheim hinter der Bande, der schon ein wenig Deutschland-Erfahrung mitbringt. Die letzten Jahre hat er sich seine Brötchen bei den Bruins verdient. In der Spielzeit 2006/07 war er Übungsleiter bei den Roosters.

Wer hat die Mannheimer verlassen im Vergleich zur letzten Saison: Yanick Lehoux, gut das liegt schon ein wenig länger zurück. Eric Schneider hat sein kurzes Gastspiel verändert – hat sich sowieso auf kurze Gastspiele spezialisiert. Dazu wären aber auch noch Simon Gamache, Ken Magowan, Jame Sifers, Michael Vernace, Florian Kettemer und Marc El-Sayed zu nennen. Alles keine Namenlosen. Bei dem ein oder anderen, so er nicht ohnehin innerhalb der DEL gewechselt ist, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass wir den Namen im Verlaufe der Saison bei einer anderen Mannschaft wiederlesen werden. Bei manch einem finde ich den Abgang sehr bedauerlich, weil ich den Spielertyp mag, wie im Falle von El-Sayed. Aber hey, dafür haben die Adler Sinan Akdag geholt, zum Verlust des KEV. Akdag fällt für mich in eine ähnliche Kategorie – ist eher so ein persönliches Ding.

Damit wären wir auch schon bei den Adler-Verstärkungen, wie man da vor Beginn einer Spielzeit so nennt. Danny Richmond (München) und Rob Raymond (Iserlohn) für die Defense, Andrew Joudrey, Jamie Tardif aus der AHL für die Offense. Und nicht zu vergessen Glen Metropolit, ein Mann mit reichlich NHL- und Schweizerfahrung – eine gute Visitenkarte. Über die Tiefe des Adler-Kaders müssen wir gar nicht diskutieren. Ingeheim ware ich ja darauf, dass die Kurpfälzer irgendwann mal explodieren. Vielleicht ja in diesem Jahr?

4. Düsseldorfer EG

Die DEG hat ein Jahr hinter sich, das man im Nachhinein, wenn in 100 Jahren irgendwo unter einem Gletscher auf der Höhe von Flensburg ein statistisches Jahrbuch der DEL freigelegt wird, als eines des Übergangs bezeichnen wird. Vielleicht auch nicht.

Die letzte Saison war eine, in der die Rheinländer mehr oder weniger außer Konkurrenz liefen, wobei sich das jetzt eventuell ein wenig härter anhört als es gemeint ist. Aber dass die DEG mehr oder weniger abgeschlagen letzter wurde, dürfte nicht viele überrascht haben.

Für die kommende Saison haben sich die Vorzeichen etwas verbessert, aber Himmelsstürmer sollte man deshalb noch lange nicht erwarten. Doch egal, wie die Saison verlaufen wird, ein echtes Highlight steht für den Traditionsclub mit dem Winter-Game auf jeden Fall an.

Ob es für eine Platz unter den ersten 10 reicht? Leichte Zweifel scheinen angebracht, aber während ich eine solche Platzierung in der vergangenen Saison kategorisch ausgeschlossen hätte (bzw. habe), würde ich mich in dieser Spielzeit so weit nicht aus dem Fenster lehnen.

Der Umbruch war gewaltig. Gleich 12 Spieler haben den Verein verlassen, um mit Drew Paris, Maik Klingsporn, Andy Hotham, Ashton Rome, Colin Long und Justin Bostrom will ich hier nur ein paar Namen nennen. Und gekommen ist Routine, hauptsächlich, neun Neunzugänge sind bisher zu vermelden. Darunter prominente Namen wie Tim Conboy, Jakub Ficenec und Travis Turnbull (als Heimkehrer), immerhin drei Meisterspieler oder Rob Collins, immerhin Vize.

Große Sprünge erwarte ich nicht. Aber kleine auf dem Weg zur Konsolidierung.

5. Red Bull München

Kleine Fische, große Fische. Nach der DEG kommen wir mit Red Bull München nun zu einem Konkurrenten von ganz anderem Kaliber.

Meine spontane Reaktion beim ersten Blick auf den Kader: die Bayern machen den Fehler, den man bis vor nicht allzu langer Zeit vor allem mit den Freezers verband. Die allerdings haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, siehe das Abschneiden der letzten Spielzeiten.

Mehr als die Hälfte der Spieler hat den Club verlassen, ein bisschen Namedropping sei an dieser Stelle gestattet: Unter anderem gingen Ryan Duncan, Nick Palmieri, Jochen Reimer, Danny Richmond. Aber unter dem Strich hat sich das Team unter seinem neuen Coach Don Jackson doch eindeutig verstärkt.

Aus Augsburg hat man Daryl Boyle geholt, die Defense wird ferner durch Florian Kettemer verstärkt. Am wichtigsten könnte allerdings die Verpflichtung von Richie Regehr werden, mit dem der Don schon einiges an gemeinsamer Wegstrecke zurückgelegt hat.

Herztransplantationen im Sport? Das gibt es tatsächlich! Man weiß es, man hat davon gelegen, aber wenn dann einer wie Michael Wolf tatsächlich im Kader einer anderen Mannschaft steht … Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Man greift routiniert nach einer Tasse Kaffee und stellt fest, hey, da ist ja gar kein Arm mehr? Als Eishockeyfan ist man die große Fluktuation innerhalb der Teams gewohnt. Aber ein paar Konstanten gibt es eben doch immer. Gab es.

Genug `rumgeheult. Kein Unbekannter in der DEL ist ein weiterer Angreifer mit Mads Christensen, während sich Roe Garrett oder Evan Brophey, frisch aus Salzburg, erst noch bewähren müssen in der DEL. Was die können, sollte aber gerade Don Jackson, der die beiden aus Österreich mitgebracht hat, nur allzu gut wissen.

6. ERC Ingolstadt

Der Meister. Der Überraschungsmeister. Die Panther aus Ingolstadt. Können sie eine solche Saison wiederholen? Meine spontane Reaktion? Nein. Aber andererseits haben sie mich ja auch in der letzten Spielzeit überrascht. Wer weiß, ob sich so etwas nicht irgendwann verselbständigt.

Die Ausgangsposition ist nicht die allerbeste. Dabei muss ich ähnlich argumentieren wie bei München, wenn man das als Argument gelten lässt. Die Kaderveränderung ist einfach zu groß. Und solche Dinge brauchen ihre Zeit. Dabei bezieht dieses Argument noch gar nicht mit ein, WEN die Panther verloren haben.
Da wären in erster Linie einmal die beiden „Ice“ zu nennen. Leistungsträger der letzten Saison, Robert Sabolic und Ziga Jeglic. Dass die beiden in dieser Saison KHL spielen, ist gewisslich kein Zufall. Mit Tim Conboy und Jakub Ficenec hat man viel Routine in der Defense verloren, wenn auch nicht unbedingt Tempo. Dazu sind Tim Hably, Travis Turnbull, Tyler Bouck nicht mehr dabei, um nur einige Namen zu nennen. Für eine Meistermannschaft ist der Umbruch schon einigermaßen erheblich.

Neu-Trainer Larry Huras steht also in seiner ersten DEL-Saison vor einer gewaltigen Aufgabe. Dass Panther-Fans mit einer gewissen Erwartung der Saison entgegenblicken, wenn vielleicht auch unbewusst, wäre kaum überraschend.

Mit Aaron Brocklehurst und Benedikt Kohl kommen zwei Verteidiger aus Wolfsburg, für Dustin Friesen und Stephan Kronthaler ist die DEL Neuland. Mit Buck Brandon, Petr Taticek und Ryan MacMurchy ist man für die Offense dreifach in der Schweiz fündig geworden. Jeff Szwez war in der DEL bereits für den AEV aktiv.

7. Grizzly Adams Wolfsburg

Mit manchen Vereinen verbindet man, verbinde ich, einfach bestimmt Begriffe. Berlin – Rekordmeister. Nürnberg – Viertelfinale. Iserlohn – Michael Wolf. Köln – Vize. Wolfsburg – grundsolide. Fünf Jahre Wolfsburg, vier Mal standen die Grizzly Adams im Halbfinale, einmal drangen sie bis in die Finalserie vor. Es klingt vielleicht ein bisschen böse, ist aber tatsächlich anerkennend gemeint: Viel besser kann man Erfolglosigkeit nicht verkaufen.

Man kann aber auch sagen: Die Grizzlies sind ein Faktor, mit dem immer zu rechnen ist. Es sind nie die spektakulären Zugänge, ragt ein Spieler in einer Saison besonders hervor, kann es ganz schnell passieren, dass er in der folgenden Spielzeit bei einem Club mit größerem Namen spielt – nicht unbedingt erfolgreicher. Die Mischung macht es bei den Niedersachsen. Und in der Regel stimmt die.

Deshalb ist bei Neuzugängen der Grizzlies auch immer interessant zu fragen: Was sehen die in Spielern, was andere nicht gesehen haben? Was aber tatsächlich da ist. Und was man bei den Niedersachsen dann aber auch rauskitzelt?

10 Spieler haben den Verein verlassen. Kohl und Brocklehurst wurden bereits angesprochen, die beide nach Ingolstadt gewechselt sind. Anderweitig in der DEL umgetan haben sich Daniar Dshunussow, Patrick Pohl, Simon Danner und Chad Bassen.

Neu im Kader stehen unter anderem Peter Lindlbauer (Nürnberg), Tim Hambly (Ingolstadt) Max Meirandres (München), Tyson Mulock (Iserlohn) und Mark Voakes. Also tatsächlich hauptsächlich Spieler, die in der DEL zuhause sind. Umgewöhnen muss man sich da nicht groß.

8. Hamburg Freezers

Die Freezers haben ihre beste DEL-Saison frisch hinter sich. Sicherlich musste man am Ende ein wenig mit der Enttäuschung kämpfen, nicht den ganzen Weg gegangen zu sein. Möglicherweise tröstete ja, im Halbfinale gegen den kommenden Meister ausgeschieden zu sein. Wahrscheinlich ist das jedoch nicht.

Der Weg, der in den letzten beiden Jahren den Erfolg brachte, er soll weiter beschritten werden. Sechs Neuzugänge, sechs Abgänge, in Eishockeyzusammenhängen ist dafür „behutsam“ fast schon ein zu milder Ausdruck. Andererseits: Warum etwas reparieren, was funktioniert?

Ganz ohne Veränderung kann es natürlich nicht abgehen. Mit Johan Ejdepalm, James Bettauer, Daniel Nielsen, Kevin Lavallée, Marius Möchel hat man fünf Abgänge zu verzeichnen, die aber durch den Verlust von David Wolf in den Schatten gestellt werden.

Die Naturgewalt hat sich in Richtung NHL verabschiedet, ein schwacher Trost mag sein, dass in der kommenden Spielzeit das Unterzahl der Freezers nicht mehr ganz so wichtig sein wird.

Mit Brett Festerling, Sam Klassen und Joel Keussen hat Hamburg drei neue Verteidiger in seinen Reihen. Interessanter wird jedoch die Frage sein, ob Kevin Clark Wolf ersetzen kann. Neu im Angriff sind dazu Marty Sertich und Patrick Pohl.

Dass die Freezers das einzige Team der DEL sind, bei dem sich auf der Goalie-Position nichts, aber auch überhaupt nichts getan hat, gehört wohl zu den geringsten Überraschungen. Die wären ja verrückt!

9. Iserlohn Roosters

Die Roosters gehören zu den Mannschaften, bei denen diese Saison mit dem Motto „Umbruch“ ganz gut kategorisiert ist. Gefühlt finden bei den Sauerländern eigentlich zwei Umbrüche statt. 12 Abgänge, 11 Zugänge, da bleiben nicht viele Steine auf den anderen.

Mike Brennan, Lasse Kopitz, Chris Connolly, Marty Stertich, Rob Raymond, Tyson Mulock, Dusan Frosch usw. kehren den Sauerländern den Rücken zu. Ein eigenes Kapitel müsste man dabei Michael Wolf widmen, wodurch die Ära Hock/Wolf endgültig Geschichte ist.

Die Roosters haben sich ein wenig bei der Konkurrenz umgetan. Man entdeckt einige Namen wieder, die man aus der DEL bereits kennt: Daniar Dshunussow, Kevin Lavallée, Sean Sullivan, Nick Petersen, Boris Blank und Chad Bassen. Mit drei Neuzugängen aus Übersee warten die Roosters auf, Geoff Walker bringt dabei AHL-Erfahrung mit. Mit Jonas Liwing, der aus Schweden ins Sauerland wechselt, hoffen die Roosters auf einen offensivstarken Verteidiger.

10. Krefeld Pinguine

Gleich mal vorweg: Der KEV gehört zu den Teams, die ich tendenziell dann doch immer ein klein wenig unterschätze. Da könnte man sich natürlich die Frage stellen, wieso eigentlich? Schauen wir uns die Ergebnisse der letzten Hauptrunden an, vier Spielzeiten, drei Mal standen die Pinguine unter den ersten vier. Einmal verpassten die die Playoffs komplett. Ich sollte es eigentlich besser wissen. Man kann es aber auch so sehen: Es gibt sicherlich Ding, bei denen Lernresistenz als positive Charaktereigenschaft ausgelegt werden kann. Bestimmt.

Zu den Abgängen: Zu nennen wären da unter anderem Kevin Clark, Mark Voakes, Sinan Akdag, aber auch welche aus der Kategorie Urgestein. Darunter verstehe ich Spieler, mit deren Abgang sich für mich der Charakter eines Vereins ein klein wenig verändert. Diese Veränderung ist nicht unbedingt in der Realität verhaftet – es beschreibt mehr so meine Innensicht. Ich will es mal so beschreiben: Ich hätte für jeden Verein ein Gebiss, und an DER Stelle ist auf einmal eine Zahnlücke. Bei Iserlohn, das habe ich bereits angesprochen, wäre das Michael Wolf, beim KEV wären das Roland Verwey und Boris Blank.

Mit Thomas Supis, Tyler Beechey und Colin Long hat man aus der DEL drei Neuzugänge verpflichten können. Zumindest den drei dürfte die Umgewöhnung nicht allzu schwer fallen. Wie Rick Adduono seine jungen Neuzugänge einbinden will, darauf darf man gespannt sein.

11. Kölner Haie

Kommen wir zu den Unvollendeten vom Dom. Zwei Jahre in Folge endete die Saison für die Haie mit der Vizemeisterschaft. Da lechzt das gesamt Umfeld geradezu nach der Erfüllung. Fragt sich nur, ob das mit der Zeit leichter oder schwerer wird. Der Druck jedenfalls dürfte wachsen.

Gegangen sind bei den Feldspielern Rob Collins, Yared Hagos, Rok Ticar, Ales Kranjc und Mika Hannula. Auf der anderen Seite stehen mit Jamie Johnson, Mike Uggulden, Evan Rankin und Alexander Sulzer nur wenige Neuzugänge, wie sich das ein Team leisten kann, das ein gutes Jahr hinter sich hat. Die spektakuläre Verpflichtung von Sulzer, die schon recht früh feststand, stellt dabei alles andere in den Schatten. Iggulden und Johnson wechselten aus der KHL zurück in die Zivilisation (ich gebe zu, so kommt einem das manchmal vor), um sich in Deutschland zu beweisen. Und wenn jemand aus der KHL in die DEL wechselt, verknüpft man damit schon gewisse Erwartungen.

12. Schwenninger Wild Wings

Gut, es gibt natürlich keinen Aufstieg in die DEL, aber so lange die Wild Wings die neueste Mannschaft in der DEL sind, werden sie für mich immer der Aufsteiger bleiben. Und der hat sich in seinem ersten Jahr doch eigentlich ganz wacker geschlagen. Die großen Sprünge gelangen nicht, aber das war auch nicht wirklich zu erwarten.

Was hat sich geändert? Einiges. Die Wild Wings gehören in die Reihe derer Teams, bei denen der größte Umbruch stattgefunden hat. Zehn Akteure haben den Verein verlassen, wie groß der Verlust ist, mag man daran ermessen, dass mit Beechey und Petersen nun zwei der DEL erhalten geblieben sind, Marcel Rodman hat in die KHL gewechselt.

Verstärkt hat man sich im wesentlichen in der DEL, um ein paar Namen zu nennen: In der Defense mit Rob Brown und Derek Dinger, in der Offense mit Simon Danner, Bernhard Keil, Ashton Rome. Aus der Schweiz kommt Kyle Greentree, der ebenso wie Sharp MacGregor und Jonathan Matsumoto AHL-Erfahrung mitbringt.

Die Wild Wings stehen davor, einen Schritt nach vorne zu machen. Der Kader jedenfalls dürfte das hergeben.

13. Thomas Sabo Ice Tigers

Und am Ende fliegen sie im Viertelfinale wieder raus … Was ist das nur mit den Franken und den Playoffs. Das geht doch nicht mehr mit rechten Dingen zu. Da haben sie in der letzten Saison eine wirklich gute Mannschaft zusammen. Und doch kommt wieder das schnelle aus. Wird sich daran noch einmal was ändern?

Die Veränderungen im Sommer waren behutsam. Sieben Neuzugänge vermelden die Ice Tigers, darunter mit Marc El-Sayed, Marius Möchel, Alexander Oblinger junge Deutsche, von denen man in den kommenden Jahren noch einiges erwarten dürfte.

Einige namhafte Akteure haben der Mannschaft aber auch den Rücken zugekehrt. Jame Pollock, Ryan Caldwell seien zu nennen. Yan Stastny, Ryan Caldwell oder Matt Hussey. Peter Lindlbauer als Abwehrtalent soll in Wolfsburg Spielpraxis sammeln.

Für die Defense kamen aus Schweden Derek Joslin und der KHL Kyle Klubertanz, die in der Lage sein sollten, den Substanzverlust in der Verteidigung zumindest auszugleichen. Einen dürfen wir nicht vergessen, was die Neuzugängen bei den Franken betrifft, Jochen Reimer. Vielleicht hilft er ja den Ice Tigers, die magische Viertelfinal-Schranke endlich mal zu überwinden.

14. Straubing Tigers

Für die Tigers beginnt eine neue Ära. Daniel Ratushny hat sich Richtung Salzburg verabschiedet, für ihn leitet nun Rob Wilson die Geschicke bei den Niederbayern.

Die Veränderungen im Vergleich zur Vorsaison sind gering. Fünf Spieler haben sich aus Straubing verabschiedet. Die Bekannesten: Sean Sullivan ging zu den Roosters, Jordan Hendry nach Schweden, Kris Beech nach Österreich. Im wesentlichen, kann man sagen, ist die Mannschaft zusammengeblieben.

Dazugekommen sind neben einigen Talenten, deren Einsatzzeiten noch gering sein dürften, Sache Treille und Harrsion Reed für die Offense, Dylan Yeo für die Defense. Reed hat dabei immerhin schon in der DEL 2 gespielt. Treille und Yeo sind erstmals in Deutschland aktiv. Sagen wir mal so: Es wird kein Zuckerschlecken.

Als Diskussionsgrundlage schlage ich folgende Hauptrundentabelle vor:

Köln (+/-2)
Mannheim (+/-2)
Wolfsburg (+/-3)
Hamburg (+/-3)
München (+/-2)
Nürnberg (+/-2)
Ingolstadt (+/-3)
Krefeld (+/-4)
Berlin (+/-4)
Schwenningen (+/-2)
Iserlohn (+/-2)
Augsburg (+/-3)
Düsseldorf (+/-3)
Straubing (+/-4)

Hier der Tippspiel-Link von Rollibaer noch mal prominenter gekennzeichnet:

http://www.kicktipp.de/sportaldel14/

 

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14 Gedanken zu “Die DEL-Saison 2014/15

  1. Denke Nürnberg wird unter die Top6 kommen. Meister und Topfavorit dieses Jahr ist für mich Köln. Wobei das weniger am Trainer, als an der bockstarken Mannschaft liegt. Die haben in meinen Augen genau die richtige Mischung und auch 2-3 richtig dreckige Spieler. So kanns gehen und der Frust und Wille nach letztem Jahr stacheln sie zu den letzten 5% mehr an.

  2. Servus Olaf,

    schöner Bericht, aber den Michi Wolf hast scheinbar noch net wirklich verarbeitet 😉

    Deine Tabelle kann man so stehen lassen. Positiv überraschen werden mich vermutlich die DEG und Nürnberg. Vom KEV dürfte allerdings diese Saison nix zu sehen sein.

    Mannheim wird’s machen dieses Jahr, als Hauptrundensieger und Meister.

    All den Zweiflern sei gesagt: unterschätzt mir den Hurras und unsere Schweizer Reihe net. Wir sind ein Top6-Team!

  3. Hallo an das Inventar. Wünsche uns allen eine spannende Saison. Endlich wieder Eishockey. Obwohl die chl ja schon läuft. Allerdings ja leider nicht so erfolgreich für uns deutschen. Bin leider die ersten Spieltage nicht da. Wünsche uns allen einfach eine tolle Saison. Favoriten sind für mich Mannheim und vor allem Köln. Hoffe das wir die Playoffs erreichen. Meiner Meinung nach ist unser Kader ein bisschen schwächer als letztes Jahr. Aber die letzten Jahre haben wir ja auch immer über dem Limit gespielt. Auch die deg sehe ich dieses Jahr in den Playoffs. Haben sich gut verstärkt. Also von mir aus kann die Saison losgehen;) drücke dem Kev vom Mittelmeer aus die Daumen. Gruss an Olaf. Schön dich wieder zu lesen

  4. Huhu Leute, endlich geht´s wieder los. Freu mich schon auf Euch alle.
    Also hmm… Tabelle ist echt schwierig…

    Mannheim
    Köln
    München
    Hamburg
    Nürnberg
    Wolfsburg
    Krefeld
    Iserlohn
    Berlin
    Ingolstadt
    Augsburg
    Düsseldorf
    Schwenningen
    Straubing

    Ich fürchte, Berlin muss nochmal ein kleines Pausenjahr einlegen, der Meister wird nicht ans Vorjahr anknüpfen können, München habe ich nur wegen Wolf und Jackson so weit oben platziert, Augsburg (Mason und gute Vorbereitung) und Düsseldorf (Traumduo ? Turnbull/Long) könnten auch die PPOs schaffen…

    …am Ende kommt eh alles ganz anders 😉

    Übrigens, danke fürs Tippspiel Rollibär, bin diesmal auch dabei

  5. Ach ist das schön, alle wieder da …..! Was freu ich mich auf morgen und die Saison ….! Eigentlich sollte ich meinen Namen in firststaysfirst ändern, ist aber zu kompliziert darum lasse ich es so, die Gefahr dass die DEG die Hauprunde gewinnt strebt ja gegen 0 …! 😛 Auf eine Tabelle verzichte ich mal, aber die ersten und letzten 4 werde ich mal zu besten geben ….! vorn: Freezers, Köln, Berlin, Wolfsburg, hinten: Straubing, DEG, Schwenningen, Ingolstadt …!

  6. Huhu und willkommen zurück, hab euch Jungs und Mädels vermisst! Und gleich mal bei facebook Werbung fürs Tippspiel gemacht, wäre schön, wenn wir möglichst viele werden!
    Puh, Tabelle, vieles ist schwer einzuschätzen, ich persönlich sehe Wolfsburg (sorry grobi, alter Freund) etwas schwächer, Berlin klar stärker.

    Köln
    Mannheim
    Berlin
    München
    Krefeld
    Hamburg
    Wolfsburg
    Nürnberg
    Iserlohn
    Ingolstadt
    Augsburg
    Düsseldorf
    Schwenningen
    Straubing

    Olaf, mal rein aus Interesse, du setzt Köln auf Platz 1 (wobei wir uns schon mal einig sind), aber wie sollen sie die +/-2 hinbekommen? Auch beispielsweise Straubing(en 😛 ) mit +/-4, es ist unwahrscheinlich, dass sie auf Platz 18 landen^^

  7. Huhu…. endlich wieder Eishockey….hier meine Prognose:

    Berlin
    Köln
    Mannheim
    Hamburg
    München
    Krefeld
    Wolfsburg
    Iserlohn
    Ingolstadt
    Nürnberg
    Düsseldorf
    Augsburg
    Schwenningen
    Straubing

    Ach ja, wer möchte Tippspiel gibt es auch wieder….hier nochmal der Link:

    http://www.kicktipp.de/sportaldel14/

    Bis morgen….Rollibaer

  8. Meine Prognose:
    Köln
    Mannheim
    Hamburg
    Krefeld
    Wolfsburg
    München
    Nürnberg
    Berlin
    Ingolstadt
    Iserlohn
    Augsburg
    Schwenningen
    Düsseldorf
    Straubing

  9. soo dann mache ich mal den Anfang. schöner Bericht auch wenn ich bei ein paar andere Meinungen habe. So sehe ich Wolfsburg, Ingolstadt und Nürnberg schwächer und Iserlohn, Krefeld besser als Du. Ich denke auch dass meine DEG die Preplayoffs erreichen kann, sofern das Verletzungspech ausbleibt.

    Morgen gehts aber erstmal nach Wolfsburg. Mal sehen was uns da erwartet

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