Halbfinaltestlauf!

Das gibt es sonst nur in den Playoffs: Binnen Wochenfrist bekommen  Köln sowie Ingolstadt die Chance, unangenehme Niederlagen vom Sonntag vergessen zu machen. Die Haie mit dem Back-to-Back gegen Nürnberg, der ERC gegen den KEV. Dazu der absolute Knaller Straubing vs. Mannheim und der ziemliche Knaller München vs. Berlin. Und ein paar Knallbonbons.

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Köln – Nürnberg

Ich würde mich langsam nicht mehr wundern, wenn es bei den Haie auch in dieser Saison wieder so eine Aktion wie in der letzten Spielzeit geben würde: Eine späte Trainerentlassung (gegen Ende Januar trennt man sich von Peter Draisaitl).

Von Draisaitl bin ich persönlich ja kein großer Freund, aber Mike Stewart halte ich ja, wie damals auch Cory Clouston, für keinen schlechten Trainer. Aber ähnlich wie damals bei Clouston muss man schon auch festhalten: Irgendwas passt da nicht zusammen.

Rein statistisch gesehen hat sich bei den Kölnern in den letzten Wochen durchaus etwas geändert. Über lange Phasen der Saison sah das noch anders aus, aber immerhin übertreffen sie jetzt in den Spielen regelmäßig die Gegner bei der Anzahl der Abschlüsse.

Doch ganz offensichtlich geht das auf Kosten der Defense. Die Haie gehören zwar nach wie vor zu den Teams, die, nach Straubing und Mannheim, die wenigsten gegnerischen Torschüsse zulassen, aber gerade gegen Köln entwickeln die vor dem Tor eine erstaunliche Effizienz.

Die Folge: Acht Niederlagen am Stück, von den letzten zehn Spielen haben die Kölner neun verloren. Woran liegt das? Nun, die Specialteams spielen eine große Rolle. Das Powerplay ist und bleibt eine Katastrophe, was die Torausbeute betrifft. Und wenn es erst einmal nicht läuft, dann verliert man eben auch so ein Spiel wie am Sonntag in Nürnberg, bei dem man über weite Strecken tonangebend war.

Binnen fünf Tagen geht es nun erneut gegen die Ice Tigers, die ebenfalls alles andere als rund laufen, jedoch das wichtige direkte Duell am Sonntag im Rennen um einen Preplayoffplatz gewinnen konnten und so den Rückstand auf die Haie auf einen Zähler verkürzten. Für die Franken war es der zweite Sieg in Folge in einem ansonsten überschaubar erfolgreichen Januar.

Es ist bereits das dritte Spiel der beiden Teams, Nummer vier gibt es als Nachholspiel bereits am Dienstag, die ersten beiden Spiele fanden in Nürnberg statt und gingen an die Ice Tigers: 4:0 und 6:3. Von den letzten elf Spielen in Köln hat Nürnberg nur zwei gewonnen.

Straubing – Mannheim

Das Duell der Verfolger steht in Straubing an. In der Heimtabelle liegen die Tigers knapp vor München und Mannheim, die beide jedoch auch ein Heimspiel weniger ausgetragen haben. Der Punkteschnitt dieser drei Teams in den Heimpartien ist fast identisch.

Nur in zwei Spielen vor eigenem Publikum blieben die Tigers ohne Zähler, die letzten vier Partien zu Hause haben sie gewonnen. Ins neue Jahr war Straubing noch als Tabellenzweiter gestartet, doch das hat sich inzwischen geändert. Das liegt zu einem daran, dass Straubing zuletzt in der Fremde doch einige Zähler liegen ließ.

Und ist zum anderen natürlich damit zu erklären, dass die Adler zurzeit einen Lauf haben. Sieben Spiele in Folge haben die Kurpfälzer gewonnen. Und sich so mittlerweile eine Vorsprung von fünf Punkten vor Straubing erarbeiten können. Gegenüber stehen sich zwei Top-Angriffs- und zwei Top-Verteidigungsformationen. Beide Teams verfügen zudem über starke Specialteams, die Unterschiede sind fast vernachlässigbar.

Es ist das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der Hauptrunde. Bisher setzte sich immer die Heimmannschaft durch. Straubing gewann 3:1, die Adler 4:3 und 2:1 n.V.  Im Hinblick auf die Playoffs wäre also das Heimrecht gar nicht so uninteressant. Vier der letzten fünf Heimspiele gegen Mannheim haben die Tigers gewonnen.

München – Berlin

Es scheint bereits ausgemacht, dass Platz eins bis drei München, Mannheim und Straubing unter sich ausmachen. Und beste Karten im Hinblick auf Platz haben die Eisbären, auch wenn das Rennen um die Plätze vier bis sechs doch wesentlich enger scheint.

Zurzeit scheint der EHC leicht anfällig, für die offensivstarken Berliner könnte es eine Chance sein, den ein oder anderen oder sogar dritten Zähler aus der bayrischen Landeshauptstadt zu entführen. Die letzten beiden Auswärtsspiele haben die Eisbären gewonnen. Die Münchner gewannen fünf der letzten sechs Heimspiele.

Von den ersten drei Spielen gewann der EHC zwei, 4:2 zu Hause und 5:3 in Berlin. Die letzte Begegnung in Berliner Anfang Januar ging jedoch 4:3 an die Eisbären. Die Berliner haben die letzten neun Spiele in München verloren.

Augsburg – Düsseldorf

Vor einer ganz wichtigen Partie stehen die Panther und die DEG, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Während die DEG noch darum kämpft, noch den Sprung unter die ersten Sechs zu schaffen, der Rückstand beträgt aktuell vier Zähler bei einem Nachholspiel, trennen den AEV zwei Zähler von Platz zehn. Auch die Panther haben ein Nachholspiel in der Hinterhand.

Die DEG konnte zuletzt mit einem Sieg gegen die Tigers Selbstvertrauen sammeln, von den letzten vier Auswärtsspielen hat Düsseldorf drei gewonnen. Die Panther haben in den letzten elf Heimspielen immer gepunktet und acht davon gewonnen. Die ersten beiden Spiele gingen an Düsseldorf, zu Hause gewann die DEG 3:2, in Augsburg 4:3 n.P.

Schwenningen – Bremerhaven

Für die Wild Wings gab es am Sonntag einen Rückschlag gegen die Eisbären. Nachdem sie nacheinander in eigener Halle Mannheim, Straubing, Bremerhaven und München schlagen konnten, war die Siegserie zu Hause nach einem 3:5 gegen die Berliner beendet. Es war bereits wieder die zweite Pleite in Folge.

Ähnlich lief es bei Fischtown am letzten Wochenende, die Nordlichter mussten sich zunächst München geschlagen geben, bevor es beim Nordderby in  Wolfsburg die nächste Niederlage setzte. Auswärts hat Bremerhaven drei Spiele in Folge verloren. Bei den bisherigen Begegnungen mit Schwenningen gab es immer nur Heimsiege: Bremerhaven gewann 4:1 und 3:1, die Wild Wings Anfang des Monats 3:2 n.V.

Iserlohn – Wolfsburg

Zwar wurde die Serie der Roosters am Sonntag gestoppt, doch auf allerhöchsten Niveau. Den Münchner konnte der IEC zwar fünf Treffer einschenken, doch reichte das am Ende immer noch nicht aus. Dennoch spricht die aktuelle Form für die Sauerländer, die von den sieben Spielen fünf gewannen.

Für die Grizzlys ging am Sonntag im Nordderby eine Serie von drei Niederlagen am Stück zu Ende. Nach Penaltyschießen besiegten sie Fischtown. Doch der letzte Dreier liegt mittlerweile schon eine ganze Weile zurück. Den gab es nämlich am 28.12. gegen den KEV. Die ersten drei Partien gewannen die Niedersachsen: 3:2 n.P. und 4:1 zu Hause und 5:1 in Iserlohn.

Krefeld – Ingolstadt

Kurz vor Ende der Hauptrunde gab es beim KEV nochmal Personalveränderungen. Dimitri Pätzold hat sich aus der Seidenstadt verabschiedet, die Pinguine reagierten mit der Verpflichtung von Oskar Östlund als Ersatz, angesichts der immer noch im Raum stehenden Insolvenz doch dann auch irgendwo ein kleines bisschen erstaunlich, gelinde gesagt.

Nach drei Niederlagen am Stück beendete der KEV das letzte Wochenende mit einem ziemlich überraschenden Sieg beim formstarken ERC, es war bereits der zweite Sieg in Ingolstadt in der laufenden Spielzeit. Nun versucht der ERC, zum zweiten mal diese Saison in Krefeld zu gewinnen. Vier ihrer letzten fünf Spiele haben die Schanzer gewonnen.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Heiner

Köln -Nürnberg 5:1
Iserlohn – Wolfsburg 5:2
Straubing – Mannheim 5:4
Schwenningen – Bremerhaven 2:5
Augsburg – Düsseldorf 0:3
Krefeld- Ingolstadt 3:2
München – Berlin 2:4

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