Schwenninger Freaks?

Feuer im Tabellenkeller: Iserlohn hat die Wild Wings zu Gast. Zum Einstieg ins Wochenende gibt es das Spitzenspiel zwischen Bremerhaven und München schon am Donnerstag. Im Fernduell geht für Straubing und Mannheim um Platz zwei.

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Bremerhaven vs. München

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Bremerhaven – München

Der Kader beim EHC ist zwar fast wieder komplett, aber die Souveränität vom Anfang der Saison konnte noch nicht wiedergefunden werden. Drei der letzten vier Spiele hat München verloren, zuletzt bleiben sie sogar torlos in Schwenningen. Die letzten beiden Auswärtsspiele hat der Tabellenführer verloren.

Da könnten sie Fischtown gerade recht kommen. Die Pinguins hauen zu Hause gerade alles weg, was sich an die Nordsee verirrt. Schwächeln zwar auswärts, aber mit acht Siegen am Stück vor eigenem Publikum kann man sich das locker leisten, ohne die direkte Qualifizierung fürs Viertelfinale zu riskieren. Das letzte Mal punktlos in einem Heimspiel blieben die Nordlichter Mitte November!

Zwar hat der EHC die ersten beiden Spiele gegen Bremerhaven gewonnen. Aber es waren zwei extrem enge Partien, die München 2:1 in Bremerhaven bzw. 1:0 zu Hause gewann. Das passt irgendwie zu den Resultaten aus der letzten Saison, als Fischtown alle vier Spiele gegen den EHC gewann. München stellt mit Abstand die beste Auswärtsmannschaft der DEL.

Düsseldorf – Nürnberg

Düsseldorf vs. Nürnberg oder die Mannschaft, die nur ein Drittel hat, spielt gegen Ice Tigers im Sturzflug. Die DEG kämpft zurzeit darum, den Anschluss an Platz sechs nicht zu verlieren, der Rückstand ist nach dem Spiel gegen den direkten Konkurrenten aus Ingolstadt auf sechs Zähler angewachsen. Viel zu verschenken hat man nicht mehr.

Aus Sicht der Ice Tigers ist das ein Luxusproblem. Die holten sich am Sonntag eine Abfuhr in Straubing und kassierten bereits die neunte Niederlage aus den letzten zehn Spielen. So langsam gerät der Preplayoffstart in Gefahr. Zurzeit läuft es bei keiner Mannschaft in der DEL schlechter. Auswärts haben die Franken die letzten vier Spiele verloren.

Zwei Spiele gab es bereits in dieser Saison, eines in Nürnberg, eines in Düsseldorf. Die Heimmannschaft gewann jeweils 3:0.

Berlin – Ingolstadt

Die sportlich interessanteste Partie am Freitag ist mit Sicherheit die Begegnung zwischen den Eisbären und dem ERC. Beide Teams haben sich in den letzten Wochen fest in der Top-Sechs etabliert. Gibt es keine völligen Einbruch, sind beide Teams in den Playoffs fest eingeplant, da scheint es nur noch um die bessere Startposition zu gehen.

Die Eisbären schlossen am Sonntag eine kleine Auswärtstournee durch den Westen mit einem Sieg gegen die Haie ab. Zu Hause haben die Berliner in den letzten fünf Spielen gepunktet, vier davon gewonnen. Auch der ERC beendete das vergangene Wochenende mit einem Sieg, drehte dabei im Schlussdrittel ein 0:2 gegen die DEG. Für die Schanzer war es der dritte Sieg in Folge. Nur die Adler haben im Augenblick mehr. Die ersten beiden Spiele fanden in Ingolstadt, beide gingen an die Berliner (4:2, 4:1). Da ist also noch eine Rechnung offen. Und: In der letzten Saison gewann der ERC beide Spiele in der Hauptstadt.

Krefeld – Mannheim

Vom Papier her haben die Adler aus dem Spitzentrio die leichteste Aufgabe am 38. Spieltag. Als zweitbestes Auswärtsteam besuchen sie die schwächste Heimmannschaft der DEL. Dazu kommt: Der KEV hat bisher die meisten Gegentreffer kassiert, keine Mannschaft hat mehr Tore als Mannheim geschossen.

Der KEV hat ein 0-Punkte-Wochenende hinter sich, kassierte eine 0:1-Niederlage in Nürnberg und musste sich am Sonntag den Roosters im Penaltyschießen geschlagen geben. Von den letzten neun Heimspielen hat Krefeld acht verloren.

Die Adler haben ihre letzten fünf Spiele gewonnen, sie verteidigen im Fernduell gegen die Tigers Platz zwei.  Bisher gewann immer das Auswärtsteam: Der KEV 6:3, die Adler 4:1.

Köln – Augsburg

Im November hieß es noch, das System Mike Stewart ist in Köln angekommen. Da schienen sie sich bereits in der Top-Sechs etabliert zu haben. Aber ach, das System  hat wohl nur kurz vorbeigeschaut. So langsam geht es wohl eher darum, ob sie weiter den Preplayoffplatz halten können. Schlechter läuft es zurzeit nur bei Nürnberg.

Die Haie haben ihre letzten sechs Spiele verloren. Zu Hause gab es fünf Pleiten am Stück. Hätte es nicht zwischendurch einen Sieg gegen die Wild Wings gegeben, erstreckte sich diese Serie sogar über sieben Partien. Geht was gegen eines der schwächsten Auswärtsteams der DEL? Die Panther haben von den letzten 13 Auswärtsspielen 12 verloren. Auch diese Niederlagenserie wurde lediglich durch einen Sieg gegen die Roosters, also ein weiteres Teams aus dem tiefsten Tabellenkeller, unterbrochen.

Eine durchaus heitere Note gewinnt die Partie dadurch, dass das schlechteste Powerplay der DEL (Köln) auf das schwächste Penaltykilling trifft (AEV). Die Panther gewannen die ersten beiden Spiele, 3:1 in Köln und 5:1 zu Hause. Das 3:1 in Köln vom 11.10. war der vorletzte Auswärtssieg der Panther.

Iserlohn – Schwenningen

Wenn man ganz ehrlich ist, muss einem die Bilanz der Wild Wings höchst albern vorkommen. Gegen die aktuelle Top-Vier der Liga haben die Schwarzwälder 18 von 30 möglichen Punkten geholt. Das entspricht einer Ausbeute von 60 Prozent. Gegen den gesamten Rest der Liga gabs 16 Punkte aus 24 Partien, sprich von 72 möglichen, das entspricht einer Quote von 22 Prozent.

Was will uns das sagen? „Wir könnten, wenn wir wollten“?? Wir können diese Spielerei noch ein wenig weiter treiben. Von den 16 Zählern aus den Restspielen stammen 38 Prozent aus den ersten Begegnungen gegen die Roosters (beide 4:1). Damit sinkt die Quote der Schwarzwälder gegen den Rest der Liga sogar auf 15 Prozent!

Zu Hause gewannen die Wild Wings zuletzt gegen Mannheim, Straubing, Bremerhaven und München. Tabellarisch die Creme de la Creme. Dafür gabs auswärts Niederlagen gegen Augsburg, Krefeld und die Haie. Das hat mit Creme gar nichts zu tun. Der Sieg in Düsseldorf zwischendurch war wohl eher ein „freak accident“.

Mit den Roosters treffen die Wild Wings jetzt auf eine Mannschaft, die nach Mannheim die beste Serie am Laufen hat. Erstmals diese Saison haben die Sauerländer drei Spiele in Folge gewonnen, soll es noch etwas werden mit dem Erreichen der Playoffs, kann man sich keine Niederlage mehr leisten. Das gilt jedoch für beide Mannschaften. Im Hinblick auf die Rote Laterne könnte man auch von einem Sechs-Punkte-Spiel sprechen.

Straubing – Wolfsburg

Wie viel Sinn macht es überhaupt, sich auf Auswärtsfahrt nach Straubing zu begeben? Könnte man die Kosten für die Fahrt nicht lieber einem guten Zweck zuführen? Zu Hause sind die Tigers das Maß aller Dinge. In 19 Heimspielen blieben sie nur zweimal ohne Punkte.

Aber: Die Grizzlys gehören zu den drei Teams, die auswärts in dieser Saison erfolgreicher als auf eigenem Eis sind. Ihre Auswärtsstärke bekam jüngst der EHC zu spüren, wo die Grizzlys nach Penaltyschießen gewannen. Und am Sonntag in Mannheim verloren sie auch nur knapp 2:3. Andererseits haben die Niedersachsen in dieser Saison schon zweimal gegen die Tigers verloren. Zu Hause 1:3, und beim ersten Besuch in Niederbayern gab es eine 3:5-Pleite.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Alle sind gleich, manche gleicher. Nur Nürnberg, oh, oh.

Heiner

Bremerhaven – München 5:0
Krefeld – Mannheim 4:5
Düsseldorf – Nürnberg 0:1
Köln – Augsburg 1:0
Iserlohn – Schwenningen 4:3
Straubing – Wolfsburg 0:1
Berlin – Ingolstadt 0:3

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