Straßenbahnderby und Adler-Höhenflugbeobachtungen

Ein Klassiker in Berlin, wo die Adler ihre Serie fortsetzen wollen. Ein bayrisches Derby in München. Und die Tigers fahren an die Nordsee. Wer stolpert am 29. Spieltag?

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Bremerhaven – Straubing

Knapp, ganz knapp verpassten die Tigers am Dienstag den Sprung an die Tabellenspitze. Doch der entscheidende Punkt ist ein anderer: Sie mussten nach der Niederlage gegen den EHC enttäuscht sein, sie haben sich in dieser Saison eine Position erspielt, in der man nach Niederlagen gegen München enttäuscht sein muss!

Sechs Spiele in Folge hat Straubing gepunktet, fünf davon gewonnen. Das Programm vor den  Feiertagen hat es für die Niederbayern in sich. Erst der Tabellenführer, jetzt mit Bremerhaven ein weiteres Teams aus der oberen Sechs. Und am Sonntag dann gehts nach Mannheim.

Fischtown unterlag am Mittwoch nach Verlängerung bei der DEG, hat in fünf der letzten sechs Spiele gepunktet und vier davon gewonnen. Nach der Durststrecke in Folge der Länderspielpause melden sich die Nordlichter also langsam wieder zurück. Die Tigers gewannen die ersten beiden Partien, 5:4. n.P zu Hause und 4:2 in Straubing. Die Tigers haben erst zweimal in Bremerhaven gewonnen, und zwar die letzten beiden Partien.

Krefeld – Düsseldorf

Drittes Straßenbahnderby in dieser Saison, und erstmals gehen beide Teams in die Partie und haben das Spiel davor gewonnen? Gibts da dann eine klare Favoritenrolle?

Der KEV beendete am Dienstag völlig überraschend eine Niederlagenserie von vier Spielen mit einem Kantersieg in Berlin. Die DEG holte am Mittwoch einen Verlängerungssieg gegen Fischtown, der den Vorsprung auf Platz 10 wieder auf sechs Zähler anwachsen ließ.  Die ersten beiden Partien endete mit Heimsiegen, der KEV gewann 4:3, die DEG 2:1 n.P.

Nürnberg – Wolfsburg

Beim Duell der beiden besten Teams nach dem Länderspielbreak kamen die Ice Tigers gegen Mannheim tüchtig unter die Räder. Es setzt die höchste Saisonniederlage (2:7), zudem flogen die Franken aus den Playoffrängen. Das jedoch ist reparabel, angesichts der Enge im Rennen um die Plätze 4 bis 7. Seine letzten beiden Heimspiele hat Nürnberg verloren.

Wolfsburg hat drei der letzten vier Auswärtsspiele gewonnen, gewann am Mittwoch 3:0 gegen die Wild Wings und hat sich so wie ein kleines Polster auf den AEV erarbeitet.  In den bisherigen beiden Partien gewann immer das Auswärtsteam 4:2.

Ingolstadt – Iserlohn

War die Niederlage vom Dienstag bei den Haien jetzt ein Fortschritt bei den Roosters oder einfach mehr vom selben? Immerhin hatten die Sauerländer DREI Tore geschossen. Aber es war eben auch die fünfte Niederlage aus den letzten sechs Partien. Die Statistik gegen Köln war so wie immer: Lediglich 23 Torschüsse gaben die Roosters ab, die Effizienz war halt etwas besser als sonst.

Der ERC kommt mit der Empfehlung eines 4:3-Sieges nach Verlängerung. Dabei lagen die Schanzer nach dem ersten Drittel optisch schon fast aussichtslos zurück, drehten aber eine 0:3-Rückstand noch in einen Verlängerungssieg. So haben die Bayern jetzt vier Mal in Folge gepunktet, dabei drei Siege geholt. Zu Hause hat der ERC sogar sechs Mal in Folge gepunktet und nur das letzte Heimspiel, gegen Nürnberg, verloren. Die ersten beiden Spiele in Iserlohn gewann Ingolstadt 3:0 und 3:2.

München – Augsburg

Ja, der EHC wirkt angeschlagen, viele Ausfälle, Abstellungen bla bla blubb, da müssen alle mal durch, aber er erweist sich trotz der angespannten personellen Situation auch als ganz schön zäh. Wie sich gerade erst wieder am Dienstag in Straubing zeigte, als die Truppe vom Don ähnlich wie gegen Mannheim vor zwei Wochen in der Schlussphase noch ein 0:2 wettmachte. Gegen die Adler reichte es am Ende nicht zum Sieg, gegen die Tigers aber schon. Trotzdem: Die letzten beiden Heimspiele hat München verloren.

Umgekehrt lief es für den AEV beim Spiel unter der Woche. Der wurde nämlich auf den letzten Drücker noch vom Gegner eingeholt und kassierte eine Verlängerungsniederlage gegen Ingolstadt. Augsburg hat in fünf der letzten sechs Spiele gepunktet, drei davon gewonnen, einer dieser Siege war das 5:2 in München. Das erste Aufeinandertreffen am allerersten Spieltag gewann der EHC 2:1 in Augsburg.

Berlin – Mannheim

In Berlin steht ein echter Klassiker ins Haus, wobei die Eisbären eher ein wenig von vergangenem Glanz leben. Die Ausgangsposition könnte unterschiedlicher nicht sein.  Da haben wir zum einen die Adler, die sich zu immer höheren Höhen aufschwingen, mittlerweile in einer Form spielen, die der des EHC zu Saisonbeginn in Nichts nachsteht, zehn Partien in Folge gewonnen haben und jetzt den Saisonrekord des EHC jagen, der in den ersten elf Spiele ungeschlagen blieb. Und dann kam Straubing.

Der Spielplan will es kurioserweise so, dass die Adler genau dasselbe Schicksal erleiden könnten. Denn die müssen, sollten sie die Partie in Berlin gewinnen, im letzten Spiel vor Weihnachten genau gegen diese Tigers antreten, um die Serie zu verteidigen.

Und auf der anderen Seite haben wir die Wundertüten-Eisbären. Die halten zwar immer noch Platz 4, selbst nach der Niederlage gegen den KEV am Dienstag. Aber was die Berliner in den letzten Spielen zeigten, macht sie völlig unkalkulierbar. Da waren schon ein paar sehr konfuse Auftritte mit dabei. Und vier Niederlagen aus den letzten sechs Spielen. Dabei kassierten sie 27(!) Gegentore. Die ersten beiden Spiele in Mannheim gewannen die Adler 5:1 und 7:3. Alles ist möglich, die Toranzahl dürfte zweistellig werden.

Köln – Schwenningen

Und so kehrt Niklas Sundblad zurück an seine letzte Wirkungsstätte in der DEL. Sein Einstand als Trainer der Wild Wings ging schon mal schief, mit 0:3 unterlagen die Schwarzwälder in Wolfsburg. Es war ihre dritte Niederlage am Stück. Schwenningen hat die letzten elf Auswärtsspiele verloren, natürlich treten sie bei den Haien als klarer Außenseiter an.

Die Haie starteten in die letzte Woche vor Weihnachten mit einem umkämpfen 4:3 in Iserlohn, nach zwei Niederlagen zuvor gab es also wieder einen Dreier. Ohne Zähler gingen die Haie nur aus einem der letzten elf Spiele hervor. Gegen die Wild Wings gab es in dieser Saison bereits zwei knappe Siege: Ein 2:1 zu Hause und ein 5:4 in Schwenningen.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Heiner

München – Augsburg 2:1 n.V.
Krefeld – Düsseldorf 3:0
Nürnberg – Wolfsburg 0:2
Bremerhaven – Straubing 0:3
Berlin – Mannheim  1:5
Köln – Schwenningen  1:5
Ingolstadt – Iserlohn  2:1 n.V.

Ein Kommentar zu „Straßenbahnderby und Adler-Höhenflugbeobachtungen

  1. Servus Olaf,
    auf der Sportal-Seite hast im Ergebnis vom 28. Spieltag eine Fehler beim Ergebnis Augsburg vs. Ingolstadt, der sich auch in der Tabelle auswirkt.

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