Tigersderby, Topspiele in Berlin und Mannheim

Ganz langsam fängt das Wochenende an mit dem Besuch der Wild Wings in Bremerhaven. Heiß wird es dann am Freitag. Showdown in Berlin, wo die Haie aufschlagen, Mannheim kämpft um den Anschluss gegen Ingolstadt, die Tigers wollen Mannheim in Nürnberg auf Distanz halten.

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Bremerhaven vs. Schwenningen

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Kurzer Blick zunächst auf die Tabelle nach der Länderspielpause.

Wir erkennen: Es gibt ein paar eindeutige Gewinner. Allen voran Köln und Mannheim. Und ein paar Loser wie die DEG oder Iserlohn. Wobei man bei den Rooters festhalten muss, sie hätten auf die Länderspielpause gut verzichten können, weil sich gar nichts geändert hat. Sie schießen immer noch keine Tore. Bei der DEG dagegen lässt sich eindeutig ein Einbruch nicht verleugnen. Der Umschwung der Haie ist lediglich eine Fortsetzung dessen, was sich vor der Pause schon ankündigte. Und die Adler treffen nach der Pause das Tor nach Ingolstadt am häufigsten und sind defensiv wieder wie im Vorjahr das stabilste Team.

Bremerhaven – Schwenningen

Am Sonntag beim 4:2 gegen die Ice Tigers konnte Fischtown endlich das Ruder rumreißen, nach sieben Pleiten am Stück, darunter vier Heimniederlagen in Folge, konnten die Pinguins endlich mal wieder gewinnen. Angenehmer Nebeneffekt, Platz elf ist wieder sieben Punkte weg. Mittlerweile haben die Nordlichter auf den längeren Ausfall von Tomas Pöpperle reagiert und mit Kristers Gudlevskis einen zusätzlichen Goalie verpflichtet, der aus der KHL zur Mannschaft von Thomas Popietsch stößt. Gerade vor der intensiven Zeit von Dezember bis Januar ist das wohl unter Risikoeindämmung zu verstehen.

Ob er schon gegen die Wild Wings, das schwächste Auswärtsteam der DEL, zum Einsatz kommt? Was nach dem Wochenende mit Punkten gegen München und Straubing schon wie ein Aufwärtstrend aussah, ist inzwischen schon wieder gestoppt, es folgten Pleiten gegen Ingolstadt und den ehemaligen Tabellennachbar aus Krefeld. Die Rote Laterne haben die Schwarzwälder erst einmal wieder für ein paar Spieltage ziemlich sicher. Und der Stuhl von Coach Paul Thompson steht auch nur noch auf zwei Beinen. Bei einer Niederlage könnte es durchaus sein letzte Spiel sein. Die erste Partie fand ebenfalls in Bremerhaven statt, Fischtown setzte sich 3:1 durch. Bis Sonntag war es der letzte Heimsieg der Pinguins.

Berlin – Köln

In die Kategorie Spitzenspiel fällt die Partie zwischen den Eisbären und den Haien, die in den letzten Wochen zu den erfolgreichsten Teams gehörten. Gerade seit der Länderspielpause haben beide Teams zwar nicht alles, aber fast alles gewonnen.

Die Berliner schlossen das letzten Wochenende mit einer Niederlage gegen Wolfsburg ab, es war erst die zweite Begegnung dieser Saison, die sie vor eigenem Publikum verloren. Aber dabei habe sie auch etwas gewonnen: Sie haben jetzt mit Marcel Noebels einen Spieler in ihren Reihen, für den, wie einst für David Leggio, extra die Regeln neu geschrieben wurden. Hätten die Regeln schon vorher gegolten, wäre ihnen die Niederlage gegen Wolfsburg vielleicht sogar erspart geblieben. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Eisbären eines der besten Heimteams der DEL sind, nur Straubing und München haben im Schnitt mehr Zähler in eigener Halle geholt.

Mit den Haien kommt das Team in die Hauptstadt, das man neben den Adlern am ehesten als Team der Stunde bezeichnen könnte. Sieben der letzten acht Partien haben die Kölner gewonnen. Viermal in Folge haben sie nur einen Gegentreffer kassiert. Lediglich gegen Straubing unterlagen sie in dieser Phase, und selbst gegen den Tabellenzweiten konnten sie einen Zähler mitnehmen. Eng ging es beim ersten Aufeinandertreffen zu, das die Haie 2:3 nach Verlängerung in Berlin verloren.

Nürnberg – Straubing

Wer macht eigentlich diese Saison das Rennen um die Krone in Bayern? Gut im Geschäft sind natürlich die Tigers, die im Augenblick die Nase bei innerbayrischen Spielen leicht vorne haben. Doch die Ice Tigers befinden sich in Schlagdistanz.

Im Vergleich zur Partie in Berlin, rein vom Tabellenstand her, ist diese Begegnung vielleicht sogar noch spitzenspielerischer. Daran ändert auch nichts, dass es für die Ice Tigers am Sonntag nach fünf Siegen am Stück eine Niederlage in Bremerhaven gab, oder dass die Tigers vor dem Sieg gegen Ingolstadt zwei Pleiten am Stück kassierten.

Personelle Neuigkeiten gibt es von den Niederbayern, die nach der Verletzung von Antoine Laganière (fällt voraussichtlich vier Wochen aus) Felix Schütz nachverpflichtet haben, der die entstandene Lücke bis Ende Dezember füllen soll. Große Eingewöhnungsprobleme in Bezug auf die wie geschmiert laufende Maschinerie der Tigers sollte das nicht mit sich bringen, da sich Schütz ohnehin in Straubing fit gehalten hat und die Mannschaft ganz gut kennen sollte. Das Risiko ist somit minimiert.

Die Franken haben in ihren letzten neun Heimspielen immer gepunktet, acht davon gewonnen. Nur Straubing, München und Mannheim haben in eigener Halle bisher mehr Zähler geholt. Das erste Spiel gewann Nürnberg 3:2 zu Hause.

Iserlohn – Wolfsburg

Die einzige Konstante bei den Roosters in dieser Saison: Die Niederlagenserien. Nach dem 5:1 vom Freitag haben sie gerade eine neue gestartet. Diesmal begann sie in Köln. Das „Tore-verhindern“ ist nach wie vor nur das zweitgrößte Problem der Sauerländer. Das „Tore-schießen“ bleibt die größte Baustelle. Sogar der Tabellenletzte hat neun Treffer mehr erzielt, und der hat eine Partie weniger ausgetragen!

Jetzt kommen die Grizzlys, deren Saison alles andere als rund läuft, den letzten Dreier holten die Niedersachsen Mitte November gegen die DEG, dafür lief es bei der Mannschaft aber auswärts zuletzt ganz erfolgreich: Zwei Punkte in Berlin, zwei in Bremerhaven, davor eine Niederlage in Ingolstadt. Fünf der letzten sechs Auswärtsspiele haben die Grizzlys gewonnen! Eng ging es beim ersten Spiel beider Teams zu, als Wolfsburg sich im Penaltyschießen zu Hause 3:2 durchsetzte.

Düsseldorf – Augsburg

Sie können es noch, die Panther. Das haben sie am Sonntag eindrucksvoll gegen den Tabellenführer gezeigt, den sie 5:2 abfertigten, im Vorbeigehen München erst das dritte Null-Punkte-Spiel der Saison verpassten, und so ganz nebenbei eine Niederlagenserie von vier Partien mit viel Stil beendeten. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der AEV gerade gegen die Spitzenteams wie München und Mannheim bzw. Straubing am besten aussah.

Und hierin liegt die Gefahr. Denn zu den Spitzenteams gehört die DEG im Augenblick nicht, man kann fast von einem Einbruch nach der Länderspielpause sprechen. Seit dem Break haben die Rheinländer fünf von sechs Spielen verloren, inzwischen sind sie sogar auf einen Preplayoffplatz abgestürzt. Dabei sah das am Sonntag bis zum Zusammenbruch im Schlussabschnitt gegen die Adler lange Zeit gar nicht so schlecht aus … Vielleicht wird der AEV ja wieder zum Wendepunkt? Gegen den holte die DEG am dritten Spieltag den ersten Saisonsieg (4:3 n. P.), mit dem sie den Grundstein für eine Serie legten, die sich über sieben Siege erstreckte.

Krefeld – München

Die Bilanz des EHC nach der Länderspielpause ist, legt man die Zeit davor als Maßstab an, geradezu erschütternd. Nur zwei Dreier holten die Münchner seit der Saisonunterbrechung! Und es gab Niederlagen gegen Nürnberg, Ingolstadt und Augsburg. Immerhin blieben die Punkte in der Region, könnte man sich beim Tabellenführer trösten. Und Krefeld, das liegt ja wohl wo ganz anders …

Der KEV beendete das Wochenende mit einem Dreier in Schwenningen und konnte so nach drei Niederlagen am Stück endlich wieder gewinnen, sich so von den Wild Wings absetzen und die Roosters überholen. Von Platz zehn trennen nur noch zwei Zähler. Mit Unterstützung der DEG und etwas Glück gegen die gerade schwächelnden Münchner könnte also sogar der Sprung über den Strich gelingen. Beim ersten Aufeinandertreffen in München, als der KEV die Überraschung nur knapp verpasste, verloren die Pinguine 1:2.

Mannheim – Ingolstadt

Lange Zeit sah es am Sonntag, als die Adler sich an der Defense der DEG abarbeiteten, so aus, als wäre der Höhenflug der Kurpfälzer vorerst am Ende angekommen. Doch nach einem fulminanten Schlussabschnitt wurde aus einem 1:3 doch noch ein komfortabler 5:3-Erfolg. Und die Adler holten sich den fünften Sieg hintereinander nach der Länderspielpause. Ein Dreier gegen den ERC würde noch nicht ausreichen, um die Tigers vom Platz zwei zu verdrängen. Aber das könnte man im Notfall auch auf den Sonntag verschieben. Wenn es nach München geht. Das ist dann die echte Nagelprobe.

An die Tigers wollen die Adler ran. Die Mannschaft, die am Sonntag den ERC mit 4:1 besiegte. Das könnte auch ein interessanter Quervergleich werden. Auswärts haben die Schanzer die letzten beiden Spiele verloren, nur einen Sieg holten sie in den letzten vier Begegnungen in der Fremde. Und das in Iserlohn – wie ernst ist sowas zu nehmen? Das erste Spiel in Ingolstadt gewannen die Adler 2:1.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Alles rückt immer mehr zusammen …

Heiner

Bremerhaven – Schwenningen 2:3
Nürnberg – Straubing 2:3 n.P.
Iserlohn – Wolfsburg 1:2 n.V.
Düsseldorf – Augsburg 3:2 n.V.
Berlin – Köln 4:1
Mannheim – Ingolstadt 4:3
Krefeld – München 0:3

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