Gipfeltreffen in München

Das Wochenende beginnt am Donnerstag mit dem Besuch der Adler in Wolfsburg. Und am Freitag gibt es neben dem zweiten rheinischen Derby der Saison, diesmal in Düsseldorf, noch den Clash der Giganten in MÜnchen. Gelingt dem EHC die Revanche gegen die Tigers?

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Wolfsburg – Mannheim

Man habe, verlautete es nach der Länderspielpause aus Mannheim, vor allem an der Defensive gearbeitet im Break. Schauen wir uns doch mal an, ob die Zahlen das auch hergeben und betrachten die letzten vier Partien der Kurpfälzer; gut, die Stichprobe ist nicht sonderlich groß, aber es lohnt sich dennoch, einen Blick darauf zu werfen, obgleich noch nicht abschaubar ist, wie nachhaltig diese Entwicklung ist.

Der optische Eindruck ist das eine, die Adler zeigten vor allem in den letzten drei Partien wirklich beeindruckende Leistungen, aber spiegeln das auch die Zahlen wider? Zunächst die Offensivwerte: Mannheim vorher: Von zehn Torschüssen landete einer im Tor. Seit dem Break hat sich der Wert stark verändert, trotz der Auftaktniederlage gegen den AEV. Er liegt jetzt bei 7,2. Die Effizienz hat sich also deutlich verbessert. Interessanter noch sieht es aber in der Defensive aus: Vor dem Break hatten die Adler den ligaweit schlechtesten Wert: Aus 6,7 Torschüssen entstand ein Gegentreffer. Das war der schlechteste Wert der ganzen DEL. Seit der Länderspielpause lautet der Wert 12,8. Das ist eine Steigerung um fast 100 Prozent. Nur eine Mannschaft war seit dem Break besser, die Ice Tigers (14,6). Allerdings hat dieser Wert bei Mannheim einen ganz anderen Impact, weil die Mannschaft von Pavel Gross nach wie vor die wenigsten Abschlüsse des Gegners zulässt.

Und die Grizzlys seit dem Länderspielbreak? Zwei Siege, zwei Niederlagen gab es seit der Spielpause. Im Unterschied zu Mannheim hat sich bei den Grizzlys auch personell etwas geändert mit den Verpflichtungen von Fabio Pfohl und Lucas Lessio. Pfohl kam bisher noch nicht zum Einsatz, aber Lessio (4 Spiele, 4, Tore, 2 Assists) hat dem Spiel der Grizzlys noch einmal eine andere Qualität verliehen. Sein Hattrick gegen die DEG war, wie sich inzwischen gezeigt hat, keine Eintagsfliege.

Für die Adler geht es darum, sich näher an die beiden Spitzenpositionen heranzuarbeiten, für die Grizzlys muss die Devise lauten, wieder den Sprung über den Strich zu machen. Das erste Spiel in Mannheim gewannen die Adler 5:2. Wolfsburg hat nur eines der letzten drei Heimspiele gewonnen. Die Adler nur eines der letzten fünf Auswärtsspiele, aber das letzte.

Krefeld – Berlin

Der Auftritt in Mannheim (3:7) war wohl am Ende doch nur ein Ausrutscher, wie die Eisbären am Sonntag zeigten, als sie dem AEV beim 4:0 nicht den Hauch einer Chance ließen. Die Mannschaft von Serge Aubin zeigte eine Trotzreaktion, verpasste es aber dabei mit ihrem  Chancenwucher, mehr für das Torverhältnis zu tun. Immerhin bestätigte sie eine weite ansteigende Form und unterstrich einmal mehr ihre Heimstärke, zu Hause bleiben die Eisbären in den letzten beiden Partien ohne Gegentreffer, auswärts gab es eine knappe Niederlage in Bremerhaven und eine deutliche in Mannheim.

Die Eisbären sind das abschlussfreudigste Team der DEL, das heißt, die Berliner haben bisher die meisten Torschüsse abgegeben, und das, obschon sie ein Spiel weniger als das Gros der Konkurrenz haben, abgesehen von Schwenningen. Mit dem KEV treffen sie auf die Mannschaft, die nach dem AEV bisher die meisten Gegentore kassiert hat. Der KEV hat drei der letzten vier Spiele verloren, am Wochenende gab es knappe Niederlagen gegen Nürnberg und Köln. Zwei der letzten drei Heimspiele haben die Pinguine gewonnen. Das erste Spiel in Berlin gewannen die Eisbären 6:2. Es war zugleich der höchste Saisonsieg der Eisbären und die höchste Saisonniederlage der Seidenstädter.

Iserlohn – Bremerhaven

Im Augenblick scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Roosters die Rote Laterne übernehmen. Gerade auch angesichts der Leistungen von Verfolger Schwenningen. Waren sie schon vor dem Länderspielbreak nicht sonderlich erfolgreich, folgte nach der Pause der totale Absturz. Vier Niederlagen am Stück, und in den letzten drei Begegnungen blieben sie gar ohne eigenen Torerfolg: 0:4 gegen Berlin, 0:5 gegen Straubing und Mannheim. Den letzten Treffer erzielten die Roosters beim 2:3 gegen Ingolstadt in der 29. Minute. Seitdem sind sie zehn Drittel ohne Torerfolg!

Aber auch beim Gegner dieses Freitags kann man durchaus davon sprechen, dass er in einer Krise steckt. Der schwersten in dieser Saison. Nur eines der letzten sechs Spiele hat Bremerhaven gewonnen, den Sieg gab es gegen ein weiteres Krisenteam, den AEV, den letzten Dreier holte Fischtown Ende Oktober gegen die Haie. Iserlohn verfügt über die mit Abstand schwächste Offensive der DEL, das erste Spiel in Bremerhaven gewannen die Roosters 2:1 nach Penaltyschießen. Allerdings stellt Fischtown auch die schwächste Heimmannschaft. In der Auswärtstabelle liegen die Nordlichter auf Platz drei!

München – Straubing

Zum Megaclash kommt es an diesem Freitag in München. Sich gegenüber stehen die beiden besten Offensiven der DEL, die beste und die drittbeste Defensive der DEL. Und die jüngsten Opfer der Wild Wings. Sah das letzte Wochenende vielleicht so aus wie ein lockeres Aufwärmprogramm für das große Spitzenspiel, kann man schon so sagen, wenn beide gegen das Schlusslicht antreten müssen, folgte ein böses Erwachen. Der EHC ging erst zum zweiten Mal diese Saison in einem Heimspiel ohne volle Punktzahl vom Eis gegen die Wild Wings, und für die Tigers endete ausgerechnet beim Schlusslicht eine Siegesserie von sechs Partien. Eine Serie, die nach einem Besuch im Südwesten begann und mit einem Besuch ebenda endete.

Und für den Tabellenführer aus München war das Elend mit der Partie vom Freitag auch noch nicht zu Ende. Es folgte ein Auftritt in Ingolstadt, wo sie eine 3:0-Führung noch aus der Hand gaben. Großes lässt das erste Aufeinandertreffen beide Teams erahnen. Der EHC wurde beim Spiel in Straubing regelrecht vorgeführt, ging 1:5 unter. Diese Niederlage war die erste der Saison überhaupt für die Truppe von Don Jackson.

Ingolstadt – Schwenningen

Am letzten Wochenende haben sie noch zusammengearbeitet: Die Wild Wings klopften den EHC am Freitag weich, der ERC dreht den Tabellenführer dann am Sonntag durch die Mangel. Jetzt gehen die beiden München-Ärgerer also ins direkte Duell. Bei wem ist die Brust breiter? Beim ERC, der nach 0:3-Rückstand nach dem ersten Drittel eines seiner besten Saisonspiele zeigte und die Münchner 6:4 bezwang? Oder bei den Wild Wings, die nicht nur IN München einen Punkt holten, sondern diesen guten Auftritt zwei Tage später mit einem 2:0 gegen Straubing bestätigten, dabei das erste Team diese Saison waren, die die beste Offensive der DEL torlos hielt?

Ingolstadt hat die letzten drei Heimspiele gewonnen, holte fünf Siege aus den letzten sieben Partien, und wenn sie in dieser Zeit verloren, dann nie mit mehr als einem Tor Unterschied. Das erste Spiel wurde für die Wild Wings zu einer Horrorshow, sie unterlagen am ersten Spieltag vor eigenem Publikum 4:10. Der höchste Saisonsieg der Schanzer, die höchste Saisonniederlage der Wild Wings.

Nürnberg – Augsburg

Nehmen wir die Länderspielpause als Orientierungspunkt, lässt sich schnell feststellen, welche Mannschaft am besten aus dem Saisonbreak herausgekommen ist: Klare Sache, es sind die Ice Tigers. Die haben nämlich seit Wiederbeginn alle Spiele gewonnen und gaben lediglich gegen München einen Zähler ab. Aber halt auch nur einen.

Anders sieht es beim AEV aus: Der gewann zwar gleich nach der Pause gegen Mannheim, kassierte aber in den drei folgenden Spielen jeweils Niederlagen. Am Sonntag in Berlin blieben die Panther sogar ohne Tor und waren letztendlich chancenlos.

Die Ausgangslage: Nürnberg greift die Top-Drei an, der AEV will endlich wieder über den Strich, mit zwei Punkten Rückstand auf Wolfsburg vor Beginn des Spieltages scheint das nicht ausgeschlossen. Das erste Spiel in Augsburg gewannen die Panther 5:1.

Düsseldorf – Köln

Zweite Auflage des Rheinischen Derbys in dieser Saison. Und diesmal gehen die Haie, die das erste bereits gewannen, sehr überraschend zu diesem Zeitpunkt, leicht favorisiert in die Partie. Nur Nürnberg hat seit der Länderspielpause mehr Punkte als Köln geholt, während die DEG nach de Saisonbreak in der Punktausbeute lediglich von Iserlohn unterboten wurden.

Köln hat in den letzten sechs Spielen immer gepunktet, fünf davon gewonnen. In derselben Saisonphase kassierte die DEG vier Niederlagen. Die Haie haben nach Iserlohn die wenigsten Tore geschossen. Die Defense der DEG ist dagegen die zweitbeste der DEL.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Heiner

Wolfsburg – Mannheim 3:1
Krefeld – Berlin 2:5
Ingolstadt – Schwenningen 4:2
Düsseldorf – Köln 5:2
München – Straubing 5:2
Nürnberg – Augsburg 2:4
Iserlohn – Bremerhaven 5:0

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