Klassiker in Mannheim und Schützenfeste in München und Straubing

Ein Spitzenspiel steht in Mannheim an, wo formstarke Eisbären aufschlagen. Indes dürfen sich der Tabellenführer und sein einziger Verfolger gegen den Letzten bzw. Vorletzten einen schönen Tag machen. Eingeleitet wird das Wochenende am Donnerstag mit der Partie Krefeld vs. Nürnberg.

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Krefeld – Nürnberg

Am Dienstag sollte die Entscheidung über die Zukunft der Pinguine eigentlich fallen. Den Spielbetrieb über den November hinaus aufrechterhalten? Die Saison zu Ende spielen? Weitere Spielzeiten sichern? Und am Ende sorgten die Gesellschafter endlich für Klarheit: Die Entscheidung wurde auf den 28.11. vertagt. Genau das ist der Hintergrund, vor dem die Pinguine die letzten Spieltage gestalten mussten.

Angesichts dieser chaotischen Verhältnisse hinter den Kulissen, verliefen die letzten Wochen doch erstaunlich erfolgreich. Oder gerade deswegen? Vielleicht kämpfen die Akteure ja schon um Anschlussverträge? Ab Dezember, ab der nächsten Spielzeit? Die Lage ist alles andere als überschaubar.

Vier Siege holte der KEV aus den letzten sechs Spielen, das ist die erfolgreichste Phase in dieser Saison. Die letzten beiden Heimspiele gewann man, knapp gegen die DEG, gegen den AEV gab es gar den höchsten Saisonsieg.

Nächster Gegner sind die Ice Tigers, die gerade eine kleine Serie gestartet haben mit Siegen gegen München und Schwenningen.  Die Franken stehen vor diesem Wochenende unmittelbar vor dem Sprung in die Top-Sechs. Das erste Spiel in Nürnberg gewannen die Ice Tigers 4:2. In den letzten Jahren fuhren die Franken immer wieder gerne in die Seidenstadt. Acht Siege holten sie hier aus den letzten neun Spielen! Keine Mannschaft gewann seit 2015 häufiger in Krefeld.

Augsburg – Bremerhaven

Vier Niederlagen am Stück gab es zuletzt für Fischtown. Die Pinguins scheinen ein wenig aus dem Tritt geraten zu sein. Aber der Eindruck relativiert sich doch ein bisschen, wenn man sich vor Augen führt, wer die Gegner bei diesen vier Niederlagen waren: Die beiden Überflieger aus München und Straubing, aufstrebende Eisbären und wiederstarkte Adler. Es gibt kaum ein anspruchsvolleres Programm.

Und der AEV? Fuhr vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen ein, hat ein schweres CHL-Spiel in den Knochen und eine 4:7-Klatsche in Krefeld im Rücken vom Sonntag. Die Heimauftritte waren bisher das große Problem der Panther. Da zeichnet sich jedoch eine langsam eine Wende ab: Dreimal in Folge hat der AEV zu Hause gepunktet, zwei dieser Partien gewonnen. Das erste Spiel gegen Fischtown verloren die Panther, ebenfalls zu Hause, 0:4.

Wolfsburg – Köln

Das Spiel an der Kante zum Abgrund. Krefeld und Augsburg im Nacken, kämpfen Wolfsburg und Köln um wichtige Punkte im Rennen um einen Preplayoffplatz. Mit drei Zählern Vorsprung haben die Haie im Augenblick noch die Nase vorne. Außerdem beiden Teams gemeinsam ist eine nach oben zeigende Formkurve.

Köln hat die letzten vier Partien immer gepunktet, unterlag aber zuletzt nach drei Siegen am Stück zu Hause den Tigers. Und für die Grizzlys gab es nach drei Siegen aus vier Partien am Sonntag einen Rückschlag gegen den ERC. Die Niederlage dazwischen gegen München ist halt immer einzukalkulieren. Das erste Spiel in Köln gewannen die Haie 4:2.

Neu bei den Haien ist Colin Smith, der aus Ingolstadt an den Rhein gewechselt ist. Dafür hat sich Fabio Pfohl Richtung altem Arbeitsgeber, sprich Wolfsburg, verabschiedet.

Düsseldorf – Ingolstadt

Gegen München, könnte man sich bei der DEG nach Sonntag gesagt haben, kann man schon mal verlieren. Doch die Art und Weise war schon ziemlich bitter. Nach einer über weite Strecken überlegen geführten Partie (36:20 Torschüsse), unterlag sie dennoch 1:2. Und blieb so erst zum zweiten Mal diese Saison nach einem Wochenende punktlos.

Schwerwiegender als die zwei Niederlagen waren jedoch die Ausfälle: Victor Svensson kam mit einem Muskelfaserriss noch glimpflich davon. Doch der Muskel- und Sehnenabriss bei Marco Nowak macht es fast unwahrscheinlich, dass der Verteidiger in dieser Saison wieder eingesetzt werden kann. Die erste Prognose, in der von einem Ausfall von 6-8 Wochen gesprochen wurde, wirkte ausgesprochen optimistisch.

Nun geht es gegen die Auswärtsmacht aus Ingolstadt. Erfolgreicher als der ERC ist auswärts nur der Tabellenführer. Die Schanzer haben fünf ihrer letzten sechs Auswärtsspiele gewonnen, zuletzt gab es zu Hause ein 6:3 gegen Wolfsburg. Damit hat Ingolstadt fünf der letzten sechs Spiele gewonnen, nach einem erfolgreichen Wochenende könnte sich der ERC wahrscheinlich bis auf Platz drei vorarbeiten. Aus den letzten acht Gastspielen in Düsseldorf konnte der ERC nur einmal nichts mitnehmen, sechs dieser Begegnungen gewannen die Schanzer.

Mannheim – Berlin

War das 3:0 am letzten Sonntag der entscheidende Schritt der Adler zu alter Form? Es gibt einige Indizien dafür, doch noch fehlen die Beweise. Nach dem Ausscheiden aus der CHL gibt es jetzt keine Entschuldungen mehr für schwache Leistungen in der DEL, die Kurpfälzer können sich ab sofort ganz auf die Verteidigung der Meisterschaft konzentrieren. Vor dem Sieg gegen Bremerhaven hatte Mannheim vier Mal in Folge verloren, mit einem erfolgreichen Wochenende müssen sie jetzt versuchen, den Platz unter den ersten Vier abzusichern.

Und der Gegner ist anspruchsvoll. Nach München und Straubing sind die Eisbären zurzeit das stärkste Team der DEL, was sich im Augenblick noch nicht ganz in der Tabelle niederschlägt, aber mit einem Sieg in Mannheim könnten die Berliner schon mal die Adler überholen. Da würde ein Zweier schon reichen. Drei der letzten vier Spiele hat Berlin gewonnen, die einzige Niederlage gab es gegen Straubing. Das erste Spiel in Mannheim gewannen die Adler 4:1.

München – Schwenningen

Die Wild Wings haben unter der Woche am Kader geschraubt und, könnte man formulieren, das Team ein Stück weit neu ausgerichtet. Wie sonst soll man es interpretieren, wenn sie einen Zwei-Wege-Verteidiger, Colby Robak, verpflichten und sich vom Top-Scorer, Jamie MacQueen, trennen? Immerhin war MacQueen nicht ganz an der Hälfte aller Tore der Wild Wings beteiligt. Außerdem kommt Jordan Caron, der in der Vergangenheit immer mal wieder in Krefeld reingeschaut hat.

Schwenningen hat die letzten drei Spiele verloren. Auswärts gabs für die Schwarzwälder, das mit Abstand schwächste Gastteam der DEL, sechs Niederlagen am Stück. Was rechnet man sich da aus gegen die beste Heimmannschaft? Vielleicht hilft ein Blick in die Vergangenheit? Letzte Saison gewannen die Wild Wings dreimal gegen den EHC. Der hat sechs der letzten sieben Spiele gewonnen, kassierte aber zu Hause am Freitag seine erste Heimniederlage gegen Nürnberg, immerhin erst in der Verlängerung. So haben die Münchner aber weiterhin in jedem Heimspiel gepunktet. Die erste Partie in Schwenningen gewann der Vizemeister 4:2.

Straubing – Iserlohn

Kanonenfutter für die Tigers? Keine Mannschaft hat in dieser Saison mehr Punkte zu Hause geholt als die Niederbayern, die vor allem bei den Heimspielen fast nach Belieben zu treffen scheinen. Die Ergebnisse aus den letzten vier Heimspielen: 5:3, 5:3, 7:3 und 5:1. Seit sieben Spielen haben die Tigers zu Hause keinen Punkt mehr abgegeben. Egal ob der Gegner aus München, Mannheim oder Berlin kam.

Mit den Roosters kommt nun das zweitschwächste Auswärtsteam der DEL nach Schwenningen. Sechs der letzten sieben Begegnungen in der Fremde haben die Sauerländer verloren, den einzigen positiven Ausrutscher gab es beim Schützenfest in Mannheim. Das erste Spiel in Iserlohn gewannen die Tigers, das mit Abstand torgefährlichste Team der DEL, 3:2 n.P. in Iserlohn

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Heiner

Krefeld – Nürnberg 2:0
Mannheim – Berlin 3:2
Wolfsburg – Köln 4:3
Düsseldorf – Ingolstadt 5:4
München – Schwenningen 4:5 n.V.
Straubing – Iserlohn 4:5
Augsburg – Bremerhaven 0:1

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