Formcheck Nummer 19

München in der Krise, hat schon das zweite Saisonspiel verloren. Immerhin halb so viel wie die Adler hintereinander. In Köln treffen die beiden Teams mit den längsten laufenden Siegesserien aufeinander. Und im Spitzenspiel empfängt die DEG den Tabellenführer. Volles Programm.

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Nürnberg – Schwenningen

Mit einer Niederlagenserie (drei Spiele) hatte sich Nürnberg in die Länderspielpause verabschiedet, mit einem Sieg IN München (das zählt eigentlich auch schon als Serie) kamen die Franken wieder heraus. Zu erwarten war das so nicht unbedingt, jetzt könnte es doch noch ein erfolgreiches, ein sehr erfolgreiches Wochenende für die Franken werden, kommt doch mit den Wild Wings das Schlusslicht auf Besuch.

Die Wild Wings sind mit einer Niederlage ins Wochenende gestartet, verspielten dabei eine 4:2-Führung gegen die Haie innerhalb der sechs Schlussminuten. Es war bereits die vierte aus den letzten fünf Spielen, so kommen die Schwarzwälder sicherlich nicht aus dem Tabellenkeller. Das erste Spiel gewann Nürnberg 5:3 in Schwenningen. Auswärts haben die Schwäne in dieser Saison erst einmal gewonnen. Nürnberg hat in den letzten sechs Heimspielen immer gepunktet, fünf davon gewonnen.

Berlin – Iserlohn

Eindeutig! Die Eisbären befinden sich auf dem Vormarsch. Wieso?, könnte man fragen, die Punktausbeute gerade  in den Heimspielen war bisher nicht berauschend, in der Heimtabelle stehen sie doch nur auf Rang sechs. Das liegt aber vor allem daran, dass die Berliner erst sechs Heimpartien ausgetragen haben. Dabei kommen sie aber auf einen Punkteschnitt von 2,33. Nur München (2,78)  und Straubing (2,50) sind in dieser Kategorie besser. Und nur gegen München haben die Eisbären – im letzten Heimspiel – verloren.

Mit den Roosters kommt nun das nach Schwenningen schlechteste Auswärtsteam der DEL. Gegen die haben die Berliner noch etwas gutzumachen, sie verloren die erste Partie in Iserlohn 1:3. Fünf der letzten sechs Auswärtsspiele haben die Sauerländer verloren, nur die Haie haben in dieser Saison weniger Tore als Iserlohn geschossen. Während die Eisbären mit der DEG auf Platz drei gleichziehen könnten, kämpfen die Roosters um den Sprung über den Strich.

Ästhetik pur! Die punkten immer unterschiedlich. Und das wird auch so bleiben.

Köln – Straubing

Die im Augenblick erfolgreichsten Teams der DEL sind Köln mit drei Siegen am Stück und Straubing, das sogar die letzten vier Partien gewonnen hat. So gesehen könnte man also durchaus davon sprechen, dass hier die beiden im Augenblick formstärksten Teams aufeinandertreffen. Außerdem vertreten: Die Mannschaft, die bisher die wenigsten Treffer erzielte (Köln), und die mit den meisten Toren. Ein Clash der Kulturen.

Und wer ist sonst noch dabei? Die Mannschaft, die die meisten Torschüsse für einen Treffer braucht (Köln 13,56) und die, die die wenigsten braucht (7,84). Wenn’s für die Haie also was werden soll, müssten sie theoretisch fast doppelt so viele Schüsse wie Straubing abgeben. Und das ist gar nicht so einfach gegen eine Mannschaft, die offensiv am oberen Limit spielt.

Aber wer weiß, vielleicht zehren die Haie ja noch vom Erfolg am Freitag in Schwenningen, als sie erstmals in dieser Saison fünf Treffer erzielten? Das erste Spiel in Straubing gewannen die Tigers 6:2. Die Haie haben fünf ihrer letzten sechs Heimspiele gegen die Niederbayern gewonnen.

Fast im Parallelflug!

Krefeld – Augsburg

Das Wochenende begann mit einem Dämpfer für den KEV. Nach Siegen gegen die DEG und die Adler gab es in Straubing einen Rückschlag (3:5), das ist aber unter dem Strich immer noch eine gute Ausbeute gegen Teams aus der Spitzengruppe. Jetzt gehts gegen den AEV, endlich mal wieder ein Gegner aus der eigenen Tabellenregion!

Doch der AEV befindet sich in einem guten Rhythmus: Ein Remis in der CHL, am Freitag ein Sieg gegen die Adler, die Panther befinden sich unmittelbar vor dem Sprung ins Mittelfeld. Der AEV hat die letzten drei Auswärtsspiele verloren, der KEV fünf der letzten sechs Heimspiele. Das erste Spiel in Krefeld gewannen die Schwaben 4:3 nach Verlängerung.

Ingolstadt – Wolfsburg

Der ERC bestreitet diese Saison mit zwei Teams völlig unterschiedlichen Charakters. Da ist einmal die Mannschaft, die auswärts groß auftrumpft: Die holte am Freitag gerade einen Dreier aus Iserlohn ab, der sie zur besten Auswärtsmannschaft nach München macht. Und da ist zum anderen das Team, das zu Hause kaum etwas gebacken bekommt, nach Krefeld das schlechteste Heimteam der DEL ist. Und von bisher zehn Heimspielen nur drei gewonnen hat. Dafür vernünftige Erklärungen zu finden, ist schwer.

Und jetzt kommen die Grizzlys. Die haben die letzten drei Auswärtsspiele gewonnen, das Wochenende mit einem Heimsieg gegen die DEG starteten und zeigten, wie man neue Spieler am besten integriert. Neuzugang Lucas Lessio schoss mit einem Hattrick die DEG quasi im Alleingang ab. Eintagsfliege? Oder haben die Grizzlys da ein echtes Juwel verpflichtet? Das erste Aufeinandertreffen gewannen die Niedersachsen 2:0 zu Hause.

Mannheim  – Bremerhaven

So schlecht es für die Adler momentan läuft – schlechter läuft es zurzeit für kein anderen DEL-Team, vier Niederlagen am Stück, inklusive CHL sind es sogar fünf – ist es doch höchst erstaunlich, dass die Kurpfälzer immer noch auf dem vierten Platz stehen. Das ist für die Mannschaft mit der schlechtesten Defense der Liga eine höchst bemerkenswerte Leistung.

Gut, zwar haben Krefeld und Schwenningen noch mehr Gegentreffer kassiert, aber andere Statistiken sprechen gegen die Adler. Sie lassen zwar einerseits mit großen Abstand die wenigsten Abschlüsse des Gegners zu (bisher 392, den zweitbesten Wert weist Wolfsburg auf mit 506), aber das sind dann in der Regel immer gleich Großchancen. Keine Mannschaft verteidigt als Team schlechter als die Adler.

Man schaue sich nur diese Grafik an: Mit deutlichem, überdeutlichem Abstand lässt Mannheim die wenigsten Schüsse zu. Der Abstand ist echt krass. Nicht jeder Schuss gegen Mannheim ist ein Treffer, aber fast. Es ist schier unglaublich, wie eine Mannschaft, die personell nur gering verändert wurde, ihren Charakter von einer Saison auf die andere so komplett verändert.

Zu Gast ist Fischtown, das drittbeste Auswärtsteam der DEL nach München und Ingolstadt. Bremerhaven hat die letzten drei Spiele verloren, ist also neben Mannheim zurzeit das erfolgloseste Team. Und so gesehen ist die Begegnung die negative Entsprechung zur Begegnung in Köln. Auswärts gewann Bremerhaven zwei der letzten drei Spiele, zuletzt gab es eine knappe 0:1-Niederlage in München. Das erste Spiel in Bremerhaven gewannen die Adler 5:4 n.P.

Düsseldorf – München

Der 19. Spieltag wird mit der Spitzenpartie DEG vs. München beendet. Das Beste kommt zum Schluss. Beide Teams starteten mit Niederlagen ins Wochenende, das gab es tatsächlich das erste Mal in dieser Saison, dass Düsseldorf und München gleichzeitig verloren. Die DEG unterlag bereits am Donnerstag in Wolfsburg, die Münchner kassierten die erste Heimniederlage der Saison beim 3:4 n.V. gegen Nürnberg.

Bei diesem Spitzenspiel stehen sich die beiden mit Abstand besten Defensivformation der DEL gegenüber. Das hat im Wesentlichen mit den beiden ersten Goalies, Mathias Niederberger bzw. Danny aus den Birken, aber auch Kevin Reich zu tun, die phänomenale Statistiken aufweisen.

Gegen keine Mannschaften braucht ein Gegner mehr Chancen, um zum Torerfolg zu kommen, in diesen Statistiken führen München und die DEG die Liga mit Vorsprung an. Es gibt also nichts, das für ein Schützenfest spräche. Schon beim ersten Aufeinandertreffen ging es eng zu, das der EHC zu Haue 3:2 gewann.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Heiner

Köln – Straubing 3:4
Nürnberg – Schwenningen 4:2
Berlin – Iserlohn 3:0
Ingolstadt – Wolfsburg 2:4
Krefeld – Augsburg 3:2 n.V.
Mannheim – Bremerhaven 4:5
Düsseldorf – München 0:5

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