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Mit diesen Länderspielpausen ist das ja immer so eine Sache. Wer kommt besser, wer kommt schlechter raus? Kader können ihre Gesichter ziemlich verändern, da ja wieder eine ganze Reihe Comebacks bevorstehen. Und Neuverpflichtungen und Abgänge auf den letzten Drücker. Und last but not least leitet die zweite Länderspielpause der DEL ja traditionell den Schlussspurt ein. Irgendwie gehört diese Phase der Saison eigentlich irgendwie schon zu den Playoffs dazu.

Krefeld vs. Wolfsburg

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Krefeld – Wolfsburg

An manchen Spieltagen gibt es das Dessert eben schon vorher. Wie anders ist zu erklären, dass der 46. Partietag der DEL mit der Begegnung Krefeld gegen Wolfsburg startet? Eine Begegnung für Feinschmecker. Werfen wir einen Blick auf die Formkurven: Bei den Pinguinen erinnert die eher an eine Abfahrpiste aus dem alpinen Bereich. Acht Spiele am Stück hat der KEV verloren, acht Spiele steht der KEV ohne einen einzigen Zähler da, eine Niederlage fehlt noch zum Einstellen des Vereinsrekords aus der vorletzten Spielzeit. Zu Hause hat der KEV dreimal in Folge verloren.

Demgegenüber stehen die Grizzlys, die immerhin nur die letzten vier Spiele verloren haben, zu ihrer Entschuldigung lässt sich jedoch hinzufügen, dass das alles Niederlagen gegen Teams waren, die aktuell unter den ersten Sechs rangieren. Und aus der Niederlage gegen die DEG holte Wolfsburg immerhin einen Zähler mit. Bei den Niedersachsen hat sich in der Spielpause Jerry Kuhn verabschiedet und ist zu den Huskies gewechselt, dafür ist mit Marcel Melichercik als Ersatz für Kuhn aus Kassel gekommen.

Bemerkenswert: Die Grizzlys stellen das einzige DEL-Team, gegen das der KEV in dieser Saison noch nicht verloren hat. Das erste Spiel Heimspiel gewann Krefeld 4:3, die Spiele in Wolfsburg 3:2 n.P. und 5:4 n.V.

Ingolstadt – Mannheim

Dies könnte durchaus ein Duell sein, dass uns, mit getauschtem Heimrecht, versteht sich, auch in den Playoffs, in einer späteren Phase, wiederbegegnen könnte. Das Aufeinandertreffen von Schanzern wie Adlern ist zu diesem Zeitpunkt der Saison aber lediglich das Spitzenspiel des 46. Spieltages.

Beide Teams präsentierten sich vor der Länderspielpause in guter Verfassung: Nur München und Mannheim holten aus den letzten zehn Partien mehr Punkte als der ERC. Ingolstadt hat die letzten fünf Heimspiele gewonnen, in die Spielpause ging es mit drei Siegen in Folge.

Mannheim punktete vor der Pause elf Mal am Stück, gewann zehn dieser Partien. Von den letzten sechs Auswärtsspielen gewannen die Adler fünf, lediglich in Straubing scheiterten sie im Penaltyschießen. Bei den bisherigen Spielen setzte sich immer die Heimmannschaft durch. Mannheim gewann 3:1 und 7:2, Ingolstadt 4:3 n.V. Die Adler stellen das beste Auswärtsteam der DEL.

Schwenningen – Berlin

Ein paar Teams könnten von der Länderspielpause ganz besonders profitieren, zu diesem Kreis sind auch die Eisbären zu zählen, die vor dem Break nicht mehr viel auf die Reihe brachten. Ihre monotone Niederlagenserie erstreckte sich fast in den zweistelligen Bereich, den einzigen Sieg in den letzten zehn Partien holten sie gegen Bremerhaven, ebenfalls ein Team, für das die Pause gar nicht früh genug kommen konnte. Die Berliner nutzten die Spielunterbrechung für eine Nachverpflichtung, sie haben mit Austin Ortega einen weiteren Angreifer an Land gezogen.

Bei den Wild Wings ist man den umgekehrten Weg gegangen und entlastet schon das Budget für die nächste Saison, Stefano Giliati hat sich verabschiedet. Im Vergleich mit den Eisbären sieht die Bilanz der Schwenninger vor der Pause gar nicht so schlecht aus, vier der letzten sechs Heimspiele gewannen sie, drei der letzten fünf Spiele. Allerdings gab es unmittelbar vor der Spielpause auch zwei Niederlagen am Stück, gegen so unterschiedliche Mannschaften wie Iserlohn und Mannheim. Das erste Spiel in Schwenningen gewannen die Eisbären 1:0 n.P., die beiden Spiele in Berlin endeten aus Eisbärensicht 5:3 und 1:3.

Augsburg – Iserlohn

Die Roosters haben ihre erste Partie nach dem Länderspielbreak bereits hinter sich gebracht, die 2:5-Niederlage vom Mittwoch bedeutete zugleich wohl auch das endgültige Begraben aller Playoffhoffnungen. Elf Punkte Rückstand in den letzten sieben Spielen auf Berlin aufzuholen, hört sich sehr, sehr unwahrscheinlich an. Von den letzten neun Auswärtsspielen haben die Sauerländer als schwächste Auswärtsmannschaft der DEL acht verloren.

Während die Saison für den IEC praktisch beendet ist, geht es für den AEV darum, sich optimal für die Preplayoffs zu positionieren. Selbst wenn die Panther alle restlichen Spiele verlören, aus den ersten Zehn können sie nicht mehr rausfliegen. Von den Plätzen drei bis sieben scheint aber noch alles möglich. Nach Mannheim und München sind die Panther die erfolgreichste Heimmannschaft der DEL, beim letzten Auftritt vor eigenem Publikum gab es allerdings einen Niederlage gegen Nürnberg.

Der AEV ist in dieser Saison noch ohne Punktverlust gegen Iserlohn, die beiden Spiele im Sauerland gewann Augsburg 7:6 und 4:2, das erste Spiel im CFS 4:2.

München – Nürnberg

Nach den jüngsten Ergebnissen beider Teams muss man von einem Spitzenspiel sprechen, wenn der Meister die Ice Tigers empfängt. Tatsächlich holten nur München und Mannheim aus den letzten zehn Spielen mehr Zähler aus Nürnberg.

Der EHC hat in den letzten 15 Partien vor der Pause immer gepunktet und nur zwei dieser Spiele verloren, als erste Mannschaft könnte es den Bayern in dieser Saison gelingen, zehn Dreier in Folge einzufahren. Platz eins nach der Hauptrunde ist für die Münchner immer noch machbar, aber sie müssen schon auch auf einen Ausrutscher der Adler hoffen. Dabei könnten sie aber auch noch einen eigenen Beitrag besteuern, denn am 49. Spieltag treten sie ja noch in Mannheim an.

Nürnberg hat acht der letzten zehn Spiele gewonnen und ist auf bestem Weg, sich im Saisonendspurt für die Preplayoffs zu qualifizieren, wenn sie was aus München mitnehmen, ist vielleicht sogar noch Platz acht drin, wenn auch nicht sehr wahrscheinlich. Die bisherigen Resultate: München gewann zu Hause und einmal in Nürnberg 4:1, die Franken gewannen ein Heimspiel 4:1.

Düsseldorf – Bremerhaven

Fast ein Spitzenspiel findet in Düsseldorf statt. Zwei Teams treffen in Düsseldorf aufeinander, die wohl mit am meisten von der Länderspielpause profitieren könnten, bei beiden gab es nämlich im Vorfeld einen kleinen bis mittleren Einbruch. Die DEG musste nach Niederlagen gegen München und Mannheim Platz drei abgeben, die Pinguins flogen nach einer Niederlagenserie sogar aus der Top-Sechs heraus.

Die DEG verlor sechs der letzten acht Partien, für Fischtown gab es vor der Pause fünf Niederlagen am Stück, für beide Teams kam die Pause zu einem perfekten Zeitpunkt. Die bisherigen drei Partien waren alle knapp: Die DEG gewann 4:3 in Bremerhaven, es folgte eine 3:4-Niederlage ebenda und eine Heimpleite, 2:3 n.V.

Straubing – Köln

Richtig spannend könnte es in Straubing werden. Dort empfangen die zuletzt heimstarken Tigers (knappe Niederlage gegen München, Siege gegen Mannheim und Bremerhaven) den noch ziemlich frischen Tabellendritten aus Köln, bei dem der immer noch neue Trainer Dan Lacroix erstmals etwas mehr Zeit hatte, mit der Mannschaft zu arbeiten. Und es lief schon ohne genauere Kenntnis seiner Mannschaft recht günstig für den Interimscoach: Vier Spiele, vier Siege, das ist nahe dran an der optimalen Ausbeute.

Die Haie haben in der Länderspielpause mit Simon Déspres einen neuen Verteidiger als Reaktion auf die Verletzung von Corey Potter nachverpflichtet, so bekommt der gerade noch genug Spielpraxis mit seinem neuen Team, bevor es in die Playoffs geht. Die sind sicher, der dritte Platz aber noch lange nicht: Unter anderem spielen die Haie gegen vier Teams (München, Mannheim, Augsburg, Düsseldorf) aus der Top-Sechs.

Das erste Heimspiel gegen die Haie gewannen die Tigers 3:1, die beiden Spiele in Köln endete 1:0 für Straubing und 2:1 für die Haie.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Heiner

Krefeld – Wolfsburg 2:1
München – Nürnberg 4:5
Straubing – Köln 3:5
Düsseldorf – Bremerhaven 3:1
Schwenningen – Berlin 5:3
Augsburg – Iserlohn 3:4 n.V.
Ingolstadt – Mannheim 4:3

Meine Abschlusstabelle:

Ingolstadt
Augsburg
Köln
Düsseldorf
Straubing
Bremerhaven

Könnte aber auch alles ganz anders kommen.

 

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