Kapitel 35

Neues Jahr, neues Glück? Die einen könnten es mehr, die anderen weniger gebrauchen. Der erste Spieltag im neuen Jahr wird komplett und gleichzeitig gespielt, da die Ice Tigers von ihrem Abenteuerurlaub in der Schweiz zurück sind. Im Spitzenspiel treffen Augsburg und Bremerhaven aufeinander, ansonsten spielt eigentlich die obere gegen die untere Tabellenhälfte.

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Erstmal allen einen guten Rutsch. Und wer sich später zuschaltet: Frohes neues Jahr.

Zunächst ein kurzer Blick auf die Dezembertabelle. Da die Teams unterschiedlich viele Spiele ausgetragen haben, gibts in der letzten Spalte die Durchschnittspunktzahl für die Partien des vergangenen Monats. Und so gesehen haben wir mit der DEG und Straubing zwei große Gewinner. Deutlich abgeschlagen schnitten die Teams ab Platz elf mit den Eisbären ab. Der KEV hat in den letzten drei Spielen viel rausgerissen. Die Tabelle macht deutlich, dass die DEL im Dezember verdammt ausgeglichen war. Einen echten Sieger gibt es kaum, dafür ein paar echte Verlierer.

Straubing – Krefeld

In der einzigen Partie des 35. Spieltages, in der zwei Siegesserien auf dem Prüfstand stehen, hat Straubing den KEV zu Gast. Gut, so wahnsinnig groß sind diese Serien nicht, aber immerhin! Die Tigers haben ihre letzten beiden Partien gewonnen, und der KEV ist neben München zur Zeit das einzige Team mit drei Siegen am Stück.

Schauen wir uns die Bilanzen näher an, haben die Tigers vier ihrer letzten fünf Spiele gewonnen und befinden sich auf dem Sprung in die Top-Sechs. Der KEV kommt gerade einer Niederlagenserie zurück, die sich über sechs Spiele erstreckte. Einen Boost könnte den Pinguine der wichtige Sieg vom Sonntag in Iserlohn versetzen. Und ganz wichtig: Punkten sieht man hinterher nicht an, wie sie zustande gekommen sind.

Sechs der letzten acht Heimspiele hat Straubing gewonnen. Eine dieser Pleiten gab es beim letzten Aufeinandertreffen mit dem KEV, dass die Tigers 2:3 n.V. verloren. Das erste Spiel in Krefeld gewannen die Tigers 3:2 n.P.

Ich streue heute mal wieder ein bisschen Statistik ein. In der ersten Grafik schauen wir auf die Gesamtzahl der Abschlüsse (auf und neben das Tor) aller DEL-Teams in den bisherigen Partien. Auf den ersten Blick zu erkennen, gibt es mit Mannheim und Schwenningen zwei echte Ausreißer.

Köln – Ingolstadt

Wichtige Punkte waren es, die der ERC am Sonntag in Berlin mitnehmen konnte, der Preplayoffplatz konnte gegen einen direkten Konkurrenten weiter abgesichert werden, außerdem hielten die Schanzer weiter Kontakt zu den Plätzen fünf bis sechs. Nach zuletzt zwei Siegen am Stück ist der ERC nun in der Lage, mit einem Dreier in Köln die Haie zu überholen.

Die Haie haben drei ihrer letzten vier Heimspiele verloren, zuletzt gab es gar eine Pleite gegen Wolfsburg vor eigenem Publikum. 2018 schlossen sie mit einer Niederlage in Straubing ab, in der Köln mal wieder einen sehr biederen Auftritt hinlegte. Die ersten beiden Begegnungen konnte der ERC für sich entscheiden. In Köln gewannen die Bayern 2:1, zu Hause 6:0.

Einerseits macht es die Menge, andererseits die Effizienz, wenn es ums Toreschießen geht. Die erste Grafik zeigt die Anzahl der tatsächlichen Torschüsse der Teams, die zu Treffern führten oder Saves zwangen. Top-Werte haben München, Berlin und Mannheim auszuweisen. Am „schwächsten“ schneiden Bremerhaven, Wolfsburg und Schwenningen ab.

Warum Anführungszeichen bei schwächsten. Nun, das hängt mit der großen Effizienz bei den Pinguins zusammen. Wenn die vors Tor kommen, wirds wirklich gefährlich. Mannheim hat weiter die beste Mischung aus Torschüssen und Effiktivität, der Wert bei den Eisbären ist weiter sehr bedenklich. Schwenningen hat zwar weiter den schlechtesten Wert, ist aber nicht mehr so eine Ausnahmeerscheinung wie noch vor ein paar Wochen.

Berlin – Iserlohn

Gefühlt ist die Partie in Berlin ein Kellerduell, es treffen die beiden schwächsten Teams der letzten zehn Spiele aufeinander. Die Eisbären haben sieben der letzten zehn Spiele verloren, die Roosters gar acht. Und sie kommen mit fünf Niederlagen am Stück im Rücken in die Hauptstadt. Iserlohn ist weiterhin mit Abstand, mit deutlichem Abstand das schwächste Auswärtsteam der DEL. Während die Berliner sechs der letzten sieben Heimspiele verloren, gewannen die Sauerländer nur eines der letzten vier Auswärtsspiele. Und das war in Wolfsburg.

Die Statistik macht die Partie so interessant: Nach Schwenningen sind die Eisbären das ineffizienteste Team der Liga, brauchen die meisten Torschüsse pro Treffer. Und nun treffen sie auf die Defense mit den meisten Gegentreffern pro Partie. Die Unfähigkeit, Tore zu schießen, trifft auf die Inkompetenz zu verteidigen. Da schmeißt der Eishockeygott zu Hause eine Partie, lädt alle seine Freunde ein, und sie machen sich einen lustigen Abend.

Die ersten beiden Spiele endeten mit Heimsiegen: Iserlohn gewann 3:2, die Eisbären 4:3. Es ist die Partie mit der höchsten Shutoutunwahrscheinlichkeit.

Schauen wir uns dazu noch eine andere Grafik an, weil es so gut zur Partie in Berlin passt. Welche Mannschaften lassen die meisten Torschüsse zu, welche die wenigsten? Das wird wirklich ein Scheibenschießen in  Berlin, keine Frage. Herausragend ist nach wie vor der Wert bei den Adler, der Wert spricht fast dafür, dass die in einer anderen Liga verteidigen.

Diese obigen Zahlen sind aber nichts wert, ohne darauf zu blicken, wie viele Torschüsse eine Mannschaft zulässt, bevor der Goalie geschlagen ist. Das wiederum zeigt, dass es sich die Eisbären deutlich eher leisten können als Iserlohn. Am schnellsten triffst du gegen Wolfsburg, frag die Pinguins, am meisten Geduld brauchst du gegen die DEG.

Schwenningen – Düsseldorf

Nach dem Hoch mit dem Sieg in Mannheim kam es für die Wild Wings zuletzt knüppeldick. Erst die Niederlagen gegen die Haie (1:4), dann schenkte der AEV überforderten Schwarzwäldern acht Stück ein. Da mag es zum Trost gereichen, dass das Torverhältnis für den Einzug der Wild Wings in die Preplayoffs am Ende der Hauptrunde wahrscheinlich kein Faktor sein wird.

Zu Gast ist eine ausgeruhte DEG, die am Sonntag Spielpause hatte und damit viel Zeit zu verarbeiteten, dass sie zuletzt gegen den ERC erstmals nach zehn Partien wieder ohne was Zählbares vom Eis gehen mussten. Vier der letzten fünf Auswärtsspiele hat die DEG gewonnen, nur die Adler haben auswärts mehr Punkte geholt. Das erste Spiel bei der schwächsten Heimmannschaft der DEL gewann die DEG 3:0, zu Hause setzten sich die Rheinländer 4:0 durch. Mit anderen Worten: Gegen den derzeit besten Goalie der DEL, Mathias Niederberger, der in beiden Spielen zwischen den Pfosten stand, sind die Schwarzwälder in dieser Saison noch ohne Torerfolg.

München – Nürnberg

Ein Erholungsurlaub war das nicht gerade, den die Ice Tigers in der Schweiz absolvierten. Vier Spiele in vier Tagen, da wird die DEL im Vergleich zum Ferencamp. Das war nicht gerade das, was die Franken in ihrer aktuellen Situation gebrauchen konnten. Aber die Einladungen zum Spengler Cup haben schließlich auch wenig mit der aktuellen Situation in der Liga zu tun. Drei Niederlagen in vier Spielen gab es für die Ice Tigers in Davos. In der DEL gab es zuletzt zwei Niederlagen am Stück gegen Köln und Mannhheim, die Alteren werden sich erinnern.

Und mit München treffen sie jetzt gleich auf das nächste Team  aus der Top-Sechs. Der EHC spielte sich zuletzt in die Erfolgsspur zurück und fuh drei Siege am Stück ein. Der kleine Zwischenspurt ließ die Bayern auch wieder auf Platz zwei zurückkehren. Die ersten beiden Partien fanden in Nürnberg statt: Die Franken verloren Spiel eins 1:4, Spiel zwei gewannen sie 4:1 und zeigten dabei ihre bisher beste Saisonleistung. Die Duelle zwischen München und Nürnberg sind immer etwas Besonderes.

Da wir als nächstes zur Partie mit dem AEV kommen, ist der nun der Zeitpunkt für folgende Grafik gekommen. Angegeben wird der Prozentsatz an Abschlüssen insgesamt, der tatsächlich aufs Tor kommt. Wir sprechen wir von Präzision. Erstaunlich schwach der Wert der Adler, aber die Menge macht. Aber der Anzahl an Abschlüssen spielt es bei Mannheim tatsächlich keine so große Rolle, wenn sie in dieser Statistik schlecht abschneiden. Und man muss sich auch vor Augen führen, dass diese Werte nicht widerspiegeln können, wie viele Tore fallen, weil der Treffer erst im zweiten oder dritten Nachschuss fällt. Viele Schüsse in die Bande werden als Abschlüsse gezählt, aber gerade auch bei den Adlern ist entscheidend, was danach passiert. Dies kann also durchaus auch eine Systemfrage sein. Aber zurück zum AEV: Wenn der schießt, wird es am gefährlichsten, die Wahrscheinlichkeit ist hier am größten, dass die Scheibe zum Tor kommt. Ja, ja, die Unterschiede sind nicht so groß. Aber wenn man auf die Tabelle schaut, hat man dieses Gefühl vieleicht doch nicht ganz. Hey, Wahnsinn. Was macht Schwenningen so weit oben.

Bremerhaven – Augsburg

Bremerhaven gegen Augsburg: Da treffen das effektivste und das präziseste Team der DEL direkt aufeinander. Es ist auch die einzige Begegnung des Spieltages, bei der zwei Mannschaften aus der Top-6 sich direkt duellieren. Fischtown hat fünf der letzten sechs Heimspiele gewonnen, zuletzt gab es Siegen gegen Krefeld, München und Wolfsburg. In den letzten drei Heimspielen haben die Pinguins 17 Treffer erzielt. Von den letzten sieben Spielen hat Bremerhaven zwei verloren.

Während der AEV zu Hause fast unaufhaltsam marschiert (8:1 zuletzt gegen Schwenningen), hatten die Panther in den letzten Auswärtspartien doch etwas Mühe, neben dem 2:1-Sieg in Berlin stehen fünf Niederlagen bei Partien auf fremdem Eis. Die ersten beiden Spiele endeten mit Heimsiegen: Bremerhaven gewann 4:0, der AEV 4:1.

Mannheim – Wolfsburg

Wunder oder buisiness as usual? Denn es käme schon einer Sensation gleich, wenn die Grizzlys in Mannheim überraschen könnten. Es trifft der beste Angriff auf die Mannschaft, die zusammen mit Iserlohn die meisten Gegentreffer kassiert hat. Es trifft die beste Defense auf die Mannschaft, die nach Schwenningen die wenigsten Tore geschossen hat. Es trifft das beste Heimteam der DEL, die Mannschaft, die zu Hause die meisten Tore geschossen hat, auf das zweitschwächste Auswärtsteam und die Mannschaft, die auswärts die meisten Gegentreffer kassiert hat. Augen zu und durch, könnte man sich bei den Grizzlys sagen.

In den letzten beiden Partien kassierten die Grizzlys zwölf Gegentreffer und schossen selber nur ein Tor. Interessanterweise ist die Bilanz diese Saison zwischen den beiden Teams bisher fast ausgeglichen. Die Niedersachsen gewannen nämlich ihr Heimspiel gegen Mannheim 4:3 n.V. Dafür gab es beim ersten Besuch in der Kurpfalz ein 3:6.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

P.S. Es gibt immer noch welche, die im Ticker Kommentare hinterlassen, auch wenn das Tool längst nicht mehr funktioniert. Von einer Veränderung dieses Statuses würde ich auch nicht mehr ausgehen. Aber ich kann immerhin sagen, dass ich diese Kommentare immer noch lesen kann. Falls sich das überhaupt jemand fragt.

Heiner

Schwenningen – Düsseldorf 3:4
München  – Nürnberg 1:5
Mannheim – Wolfsburg 6:5 n.V.
Berlin – Iserlohn 2:3
Straubing – Krefeld 1:4
Bremerhaven – Augsburg 3:1
Köln – Ingolstadt 4:2

Die Treue von Herrn Heiner zu Iserlohn ist unfassbar. Ich glaube, der ist im Vorstand. Laut seiner Tipps müssten die Roosters eigentlich Tabellenführer sein! Crazy.

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