51. Spieltag – DEL 2017/18 – Vorschau

Vorletzter Spieltag: Alles dreht sich um die Plätze vier bis sechs. Es gibt immer noch jede Menge interessierte Parteien, sprich sechs. Für die ist das Rennen noch völlig offen.

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Bremerhaven – München

Ist das eigentlich wettbewerbsverzerrend, wenn der Meister versucht, im Standgas über die Ziellinie zu kommen? Aus Sicht der Münchner ist es doch klug, den Olympia-Fahrern  eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Schließlich hat man sich mit den Leistungen vorher in die komfortable Lage gebracht, sich das leisten zu können. Für die Mannschaften, für die es noch um etwas geht, und die nicht mehr gegen München spielen, ist die Entscheidung aber sicherlich doch etwas schwerer nachvollziehbar. München hat Platz 1 schon sicher, während Fischtown noch kämpft. Playoffs oder Preplayoffs. Sollte Bremerhaven gegen den Meister gewinnen, sollte man dem nicht allzu viel Gewicht zumessen. Das MUSS nicht mit den Olympiafahrern zu tun haben, in den letzten Woche, pausenübergreifend, WAR Bremerhaven das beste Team der DEL. Von den letzten sechs Heimspielen hat Fischtown fünf gewonnen. Bisher gewann immer das Heimteam: München 5:3 und 5:2, Bremerhaven 3:2.

Iserlohn – Schwenningen

Die so gute der Saison könnte den Wild Wings auf den letzten Metern noch zwischen den Fingern verrinnen. Noch profitieren die Schwarzwälder vom üppig angefressenen Polster, aber bei gerade mal noch drei Punkten Vorsprung auf die DEG wird die Lage langsam bedrohlich. Von den letzten sechs Spielen hat Schwenningen fünf verloren. Die Roosters haben am Mittwoch einen großen Schritt Richtung Top-Sechs gemacht, schlugen mit Köln einen direkten Konkurrenten, sie brauchen den Dreier, denn am Sonntag geht es noch nach München, wenn der Meister sicherlich wieder mit voller Kapelle spielt. Iserlohn hat drei der letzten vier Heimspiele gewonnen. In Schwenningen gab es ein 1:2 und ein 4:3, das erste Spiel in Iserlohn gewannen die Wild Wings 2:1 n.V.

Mannheim – Köln

Je näher wir den Playoffs kommen, desto stärker werden die Adler. Von den letzten elf Partien haben sie nur drei verloren, in dieser Phase hat nur Bremerhaven mehr Punkte geholt als die Kurpfälzer. Mit einem Derbysieg in Schwenningen knüpften sie an die Form vor Olympia an, als sie jedoch auch zwei Heimspiele in Folge verloren, die letzten beiden. Mit den Haien geht es nun gegen einen direkten Konkurrenten um die die direkte Playoffqualifikation. Die Haie haben ihre letzten drei Auswärtsspiele verloren, zu Hause treten sie erst wieder in den Playoffs- bzw. Preplayoffs an. In Köln gewannen die Haie 5:0 und verloren 0:1. Das erste Spiel in Mannheim ging an die Haie: 6:2.

Ingolstadt – Nürnberg

Spitzenspiel in Ingolstadt. Mit dem Sieg gegen Krefeld erreichte die Aufholjagd des ERC unter Doug Shedden ihren vorläufigen Höhepunkt, die Schanzer kletterten auf Platz 4 und können sich jetzt sogar das Heimrecht fürs Viertelfinale aus eigener Kraft sichern. Der ERC ist seit vier Spielen ungeschlagen, spielt noch gegen Nürnberg und Köln, beide Partien zu Hause. Für die Franken geht es noch um Platz 2, sie haben die Eisbären im Nacken, zwei Punkte Vorsprung auf den Rekordmeister und ein ähnliches Torverhältnis. Nürnberg hat die letzten beiden Spiele gewonnen. Bisher gab es in dieser Serie nur Heimsiege: Nürnberg gewann 4:2 und 2:1 n.V., Ingolstadt 3:2.

Straubing – Krefeld

Gut, dass wir drüber gesprochen haben.

Wolfsburg – Augsburg

Die Grizzlys können froh sein, dass bei der Verkündung des Abschieds von Pavel Gross aus Niedersachsen der Preplayoffplatz schon so gut wie sicher war. Denn seitdem ist die Saison eine einzige Katastrophe. Als Gross seine Entscheidung verlautbaren ließ, hatte Wolfsburg noch fünf Punkte Vorsprung auf Platz 5, mittlerweile halten sie sich mit Ach und Krach noch auf Rang 6, punktgleich mit den Verfolgern aus Köln und Iserlohn, mit einem Zähler Vorsprung auf die Adler. Zwei Niederlagen kassierte Wolfsburg in den letzten vier Spielen – gegen Straubing und Krefeld! Der AEV – vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen – hat nur noch theoretische Chancen nach der Niederlage gegen Bremerhaven. Ein Wunder wird nicht reichen, um die Kluft von fünf Zählern auf Schwenningen noch zu überbrücken. Ergebnisse bisher: Nur Heimsiege: Wolfsburg gewann 5:3, Augsburg 3:2 n.P. und 5:3.

Düsseldorf – Berlin

Noch ist die DEG im Rennen, aus eigener Kraft kann sie es aber nicht mehr schaffen. Sie ist an den letzten beiden Spieltagen schon auch auf die Unterstützung von Iserlohn und Wolfsburg angewiesen. UND: Die DEG muss die beiden Spiele gegen Berlin und Krefeld auf jeden Fall gewinnen. Drei der letzten vier Spiele hat die DEG verloren, mit den Eisbären kommt ein Gegner zu Besuch, der noch um Platz 2 kämpft. Zwei Punkte Rückstand auf Nürnberg müssen die Berliner noch wettmachen. Die letzten beiden Spiele haben die Eisbären gewonnen. In dieser Serie gab es bisher nur Auswärtssiege: Die DEG gewann 4:3 n.P. und 3:2 in Berlin, die Eisbären 4.2 in Düsseldorf.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Trainerwechseltabellen

Und nochmal einen Blick auf die Folgen, die die diversen Trainerwechsel auf die einzelnen Teams hatten.

Iserlohn

Keiner hatte so viel Zeit wie Rob Daum, der neuen Mannschaft seinen Stempel aufzudrücken, da der Trainerwechsel relativ früh in der Saison erfolgte. Seit einer Amtsübernahme gehört Iserlohn zu den Top-Vier-Teams der DEL.

Köln

Auch bei den Haien lässt sich, was die Punktausbeute betrifft, ein positiver Effekt nach dem Wechsel zu Peter Draisaitl  konstatieren, der aber bei weitem nicht so deutlich wie bei Daum ausfällt.

Straubing

Beim Tom Pokel gab es nicht die große Wende, aber einen Miniumbruch, der aber bei weitem nicht reichte, um die Saison unter den ersten Zehn abzuschließen, dabei hatte auch er sehr viel Zeit. Wenigsten haben die Tigers jetzt die Chance, die Saison nicht als Schlusslicht zu beenden.

Ingolstadt

In kürzester Zeit am meisten erreicht hat zweifelsohne Doug Shedden. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Vor allem die Konstanz, mit der der ERC unter ihm punktet, ist verblüffend. Man kann ruhigen Gewissens vom Trainerwechsel des Jahres sprechen.

Mannheim

Bill Stewarts Punkteschnitt reicht zwar immer noch nicht an den von Sean Simpson ran, aber in den letzten Wochen ist doch eine deutliche Steigerung nach hundsmiserablem Start zu verzeichnen. Das mag auch damit zu tun haben, dass Stewart die Adler aus einem ganz tiefen Loch holen musste. Inzwischen punkten sie konstant und haben sogar wieder Chancen auf einen direkten Playoffplatz.

Düsseldorf

Wenig Zeit hatte Tobi Abstreiter, und es darf bezweifelt werden, dass er überhaupt etwas erreicht. Man läge nicht fehl, spräche man vom überflüssigsten Trainerwechsel des Jahres. Er war nachvollziehbar, aber ohne Effekt.

Wolfsburg

Und man muss eigentlich noch das Thema Wolfsburg aufgreifen. Die Grizzlys vor und nach der Erklärung Pavel Gross‘, den Verein nach der Saison zu wechseln. Sehr milde ausgedrückt, war das aus Wolfsburg Sicht ein ganz mieses Timing. Allerdings sehe ich auch nicht, wie man das hätte anders machen können. So mit Mannheimer Perspektive im Hinterkopf. Witzig übrigens, wenn man sich anschaut, was nach der Verkündigung von Gross vom Wechsel nach Mannheim mit den Adlern passiert ist. Sehr, sehr kurios. Und völlig ohne Zusammenhang.

Heiner

Wolfsburg – Augsburg 1:3
Bremerhaven – München 0:5
Ingolstadt – Nürnberg 1:4
Iserlohn – Schwenningen 0:3
Mannheim – Köln 4:3
Straubing – Krefeld 5:4
Düsseldorf – Berlin 5:2

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Ein Gedanke zu “51. Spieltag – DEL 2017/18 – Vorschau

  1. Zitat: „Aber ehrlich, was will der ERC mit einem Powerplay?“

    Aber Hallo, 3 Überzahltore, wir wissen halt, wann´s wichtig wird 😉

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