40. Spieltag – DEL 2017/18 – Vorschau

Dreigeteilter Spieltag: Morgens Eisbären, mittags Nürnberg, abends München. Da hat sich mal jemand richtig Gedanken gemacht.

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Tippspiel

Berlin – Iserlohn

Mit einer 1:4-Niederlage in München sind die Eisbären ins Wochenende gestartet, was sich etwas deutlicher anhört, als es das Spiel tatsächlich hergab. Die Berliner hielten beim Meister gut dagegen, das Schussglück war allerdings nicht auf ihrer Seite. Jetzt heißt es für die Eisbären, am Spitzenduo dranzubleiben, damit es wieder zum Trio wird. Vier Siege holte der Rekordmeister aus den letzten sechs Spielen, jetzt kommen die Roosters, gegen die man in dieser Saison schon zweimal gewonnen hat, 6:3 und 3:1. In Iserlohn. Das erste Heimspiel gegen die Roosters endete allerdings mit einer 2:3-Niederlage.

Die Sauerländer haben von den letzten sechs Auswärtsspielen vier verloren, wollen sie Platz sechs an diesem Spieltag sicher halten, muss mindestens ein Punkt in Berlin her, sonst muss man nach Wolfsburg schielen, wo die Haie heute antreten. Ins Wochenende starteten die Roosters mit einem 2:1-Sieg gegen formstarke Tigers aus Straubing.

Krefeld – Schwenningen

Mit den Tigers liefern sich die Pinguine heute ein Fernduell um die Rote Laterne. Nach den Adlern sind die Seidenstädter im Augenblick das schwächste Team der DEL. Zuletzt kassierte der KEV vier Niederlagen am Stück, von den letzten acht Heimspielen hat der KEV eines gewonnen, gegen den ERC vor dem Trainerwechsel. Im neuen Jahr ist Krefeld noch ohne Zähler. Und die Wild Wings? Sie haben die große Chance, endlich die Lücke zu Wolfsburg zu schließen.

Nach Niederlagen gegen Straubing und Berlin konnten die Schwenninger am Freitag gegen die DEG gewinnen, nun treten sie zum dritten Mal gegen den KEV an, und bisher haben sie nur einen einzigen Punkt liegenlassen. Die beiden Heimspiele gewannen die Wild Wings 5:1 und 2:1 n.V. Das erste Spiel in Krefeld gewannen sie 5:4. Krefeld hat sich in dieser Saison auf knappe Niederlagen spezialisiert. Manchmal darf es aber auch etwas mehr sein.

Mannheim – Nürnberg

Könnte gut besucht sein, das Spiel in Mannheim. „Titanic“ haben sich damals auch verdammt viele angeschaut (obwohl man den Schluss kannte). Und das war kein Traditionsduell. Ich meine, wie oft kann man an einem Eisberg zerschellen? Und jetzt kommen auch nur die Eistiger (viel kleiner und praktisch goldig). Um Blumen auf das Grab der Adlersaison zu legen? Wie höflich.

Wobei, die Aussichten sind doch gar nicht schlecht für die Adler, haben die Franken schließlich am Freitag einen Punkt gegen Ingolstadt liegen lassen. Da ist das Selbstvertrauen sicherlich angeknackst. Das Problem haben die Adler nicht; die verfügen über kein solches Luxusgut, das man noch anknacksen könnte. Außerdem ist Nürnberg nur das drittbeste Auswärtsteam der DEL und hat immerhin eines der letzten fünf Auswärtsspiele verloren.

Ja, es geht steil bergab mit den Franken. Und die Adler haben schon zweimal (2:1 n.P. und 2:1 n.V.) gegen die Ice Tigers gewonnen! (Bei einer 1:5-Niederlage in Nürnberg). Apropos schon zweimal: Die Adler haben schon zweimal unter Jupp Heynckes (ja,ja) gewonnen (Krefeld und Bremerhaven). Das sind 0,55 Punkte im Schnitt. Unter die Wahrnehmungsschwelle kann das nicht mehr sinken, weil der Saison irgendwann die Spiele ausgehen. Dann herrscht große Freude in Mannheim, und die Menschen tanzen auf den Straßen.

Aber jetzt, angeschnallt, zurückgelehnt, Hockey Horror Picture Show. Und mit ungläubigem, gelähmtem Entsetzen die nächste Vorstellung der Adler verfolgen. Ich habe das früher mal über die Freezers seelig gesagt, mittlerweile gilt es für die Kurpfälzer: Wer die Adler schlägt, schubst auch kleine Kinder vom Roller. Böse Ice Tigers, ganz böööse Ice Tigers. War Nürnberg bei einem Spiel dieser beiden Teams jemals so in der Favoritenrolle wie heute? Ever?

Düsseldorf – Augsburg

Wenn es bei Sechs-Punkte-Spielen tatsächlich sechs Punkte gäbe, hätten die Panther heute die Chance, die DEG zu überholen. Aber so ist es halt nur ein Ausdruck, der betont, wie wichtig eine Partie ist. Als stünden so spät in der Saison noch unwichtige Spiele auf dem Plan. Die DEG hat eine Auswärtstournee von vier Spielen hinter sich, von der sie die Hälfte der möglichen Punkte mitgebracht hat, jetzt darf sie endlich wieder zu Hause spielen. Dreimal in Folge habe die Rheinländer zu Hause gepunktet, zwei dieser Partien gewonnen.

Der AEV könnte mit einem Sieg wieder den Sprung über den Strich schaffen, wenn gleichzeitig Bremerhaven in Straubing verliert, was sich nicht völlig ausschließen lässt. Die Panther haben ihre letzten beiden Spiele gewonnen. Auswärts kassierten sie aber in den letzten dreizehn Spielen elf Niederlagen. Keine Mannschaft hat auswärts weniger Punkte als Augsburg geholt. Dass der AEV gegen die DEG gewinnen kann, hat er in dieser Saison schon dreimal gezeigt: Seine beiden Heimspiele gewann er 2:0 und 2:1 n.P., der erste Spiel in Düsseldorf 4:2.

Wolfsburg – Köln

Wer von einer Krise bei Wolfsburg oder Köln spricht, weiß einfach nicht, dass Mannheim ebenfalls in der DEL spielt. Allerdings kann man bei beiden Teams davon sprechen, dass die Saison zurzeit etwas holprig verläuft. Die Haie sind mit einem Freilos gegen die Adler ins Wochenende gestartet, holten dabei wichtige Punkte nach zwei Niederlagen in den beiden Partien davor, das war vielleicht wichtig für das Selbstvertrauen, aber keine Standortbestimmung (ein Sieg gegen Mannheim bedeutet lediglich, dass du noch lebst).

Die Grizzlys kassierten in Augsburg die zweite Niederlage am Stück, die vierte aus den letzten fünf Spielen. Unterbrochen wird dieser Reihe nur durch einen zwischenzeitlichen Sieg … in Köln. Die bisherigen Ergebnisse: Köln gewann die ersten beiden Spiele: In Wolfsburg 4:2 und zu Hause 5:1. Und Wolfsburg gewann die Begegnung am 37. Spieltag 4:3 in Köln.

Straubing – Bremerhaven

Gerade rechtzeitig vor dem Besuch in Niederbayern haben die Pinguins ihre Niederlagenserie beendet. Sieben Pleiten in Folge gab es vor dem Befreiungsschlag gegen den KEV. So konnten sie den freien Fall unter den Strich im letzten Augenblick noch stoppen. Doch Augsburg und Mannheim befinden sich in Lauerstellung, einen Ausrutscher in Straubing können sich die Nordlichter kaum leisten.

Doch nach einer kleinen Siegesserie, die am Freitag mit einer knappen Niederlage  in Iserlohn endeten, kann man bei den Niederbayern wieder Hoffnung hegen, einfach wird es zwar nicht, aber völlig abgeschlagen sind die Tigers noch nicht. Wenn es gut läuft, könnten die Tigers bereits am nächsten Sonntag wieder an den Preplayoffplätzen dran sein. Und sie haben gegen die Pinguins noch etwas gutzumachen, die ersten drei Spiele verloren sie nämlich gegen Bremerhaven: 1:3 und 0:3 an der Nordsee, und 1:2 nach Verlängerung im ersten Heimspiel. Aus den letzten sieben Spielen holte Straubing fünf Siege, wenn sie diese Tendenz fortsetzen können, schaffen sie es auf jeden Fall noch.

Ingolstadt – München

Wie bereits am vorletzten Spieltag erwähnt, schlägt sich keine Mannschaft gegen Vertreter des Spitzenquartett so gut wie der ERC. Seitdem sind ein Sieg gegen Wolfsburg und ein Punkt in Nürnberg dazugekommen, was den Schnitt auch nicht gerade verschlechtert hat. Und er könnte an den nächsten beiden Spieltagen, heute gegen München, am Mittwoch gegen Berlin, noch deutlich erhöht werden. Das Programm für die Schanzer ist zurzeit hart, aber sie zeigen sich dem gewachsen.

Seit Doug Shedden übernommen hat, ist der ERC in regulärer Spielzeit noch ungeschlagen, hat viermal in Folge gepunktet und drei dieser Spiele gewonnen. Mit dem Meister kommt das nach Nürnberg zurzeit erfolgreichste Team nach Ingolstadt. München holte zwölf Siege aus den letzten dreizehn Spielen, die Auswärtsserie des EHC endete im alten Jahr, damals, vor dem Hockeyhalleluja, das nun endlich vorbei ist, Halleluja, nach vier Siegen am Stück mit einer Pleite in Schwenningen. Das erste Spiel in München gewann der ERC 4:0, es folgten ein 2:5 zu Hause und eine 3:4-Niederlage n.P. wiederum in München.

   Percentage (in manchen Fällen eher Promillage) aus den letzten zehn Spielen

Heiner

Berlin – Iserlohn 2:1 n.V.
Krefeld – Schwenningen 4:3
Düsseldorf – Augsburg 2:1 n.V.
Wolfsburg – Köln 4:1
Mannheim – Nürnberg 5:1
Ingolstadt – München 4:2
Straubing – Bremerhaven 3:4

Trainerwechseltabellen

(unkommentiert)

 

P.S. Gab eine Korrektur nach oben beim ERC.

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5 Gedanken zu “40. Spieltag – DEL 2017/18 – Vorschau

    1. Sind wir nicht im Modus „irgendwann müssen die Adler doch mal gewinnen“?

      Außerdem ist es ein Heimspiel. Da sind die Chancen doch höher, einen weiteren DEL Rekord zu verhindern.

      Langsam muss ich echt sagen, dass die Schadenfreude in Mitleid umschlägt. Bitter!

      1. „Langsam muss ich echt sagen, dass die Schadenfreude in Mitleid umschlägt. Bitter!“

        Nö, nicht bei Monnem ;P

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