Finale – München vs. Wolfsburg – DEL 2016/17 – Vorschau

Zum zweiten Mal hintereinander stehen sich München und Wolfsburg im Finale der DEL gegenüber. Einen Unterschied gibt es zur vergangenen Saison: Diesmal kann eines der Teams für sich in Anspruch nehmen, schon ein Mal Titelträger gewesen zu sein.

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Der Blick zurück. Wie oft war welcher Hauptrundenplatz in der Finalserie vertreten? Das zeigt dann doch auch wieder, dass die Abschlusstabelle der Hauptrunde doch irgendwo eine gewisse Relevanz hat und kein Zufall ist.

Der Verlauf sieht in etwas so aus, wie man das erwarten könnte, je besser die Hauptrundenplatzierung, desto weiter geht es in der Regel. Selbst wenn Platz zwei irgendwie ein Todessitz zu sein scheint. Während zum 15. Mal der Erstplatzierte das Finale erreicht, erleben wir erst zum dritten Mal, dass es Platz 5 so weit schafft.

Das häufigst Duell im Finale liefern sich Platz 1 vs. Platz 3, die Paarung Erster gegen Fünfter gibt es erst zum zweiten Mal. Das erste Mal gab es dieses Duell in der Saison 2003/04. Hauptrundensieger Berlin hatte Heimrecht gegen die Lions, gewann das erste Spiel und verloren dann in der Best-of-Five die nächsten drei Partien.

Welche Hauptundenplatzierung reicht wie häufig zum Titel? Platz 1 schaffte es 8 von 14 Mal, was einer Erfolgsquote von 57 Prozent entspricht. Platz 5 hat immerhin eine Ausbeute von 100 Prozent.

Heimvorteil in der Finalserie? Nun ja, 22 Serien gab es, 11 davon gewann die Mannschaft, die das erste Spiel zu Hause austrug. So viel dazu.

 

Für die Münchner ist es die zweite Finalteilnahme nach der Vorsaison. Die Grizzlys spielen zum dritten Mal nach 2010/11 und 2015/16 in der Meisterrunde.

Die Hauptrundenspiele (Gelb: Gastmannschaft zuerst genannt): In der Hauptrunde hat München beide Spiele in Wolfsburg gewonnen, dazu das erste Heimspiel. Wie immer wieder angeführt, hatten die Grizzlys aus der Riege der Top-8 die schlechteste Bilanz aus Spitzenspielen, in einer Tabelle, die nur die Spiele der Spitzenteams untereinander wertete, landeten weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Jetzt stehen sie im Finale.

In aller Bescheidenheit möchte ich mich hier selber zitieren, selber hatte ich gar nicht mehr dran gedacht, aber es gibt ja Leser mit großem Erinnerungsvermögen. Aus der Vorschau zu der Viertelfinalserie zwischen Köln und Wolfsburg: Der Sieger kommt ins Finale. Und dort verliert er.

Ich sehe EINEN großen Vorteilen auf Seiten der Münchner. Und der ähnelt wieder stark dem aus der Vorsaison. Sie haben auf dem Weg ins Finale wieder unheimliche viele Körner sparen können, ein Sweep gegen Bremerhaven, eine sehr spannende, aber auch fast maximal kurze Serie gegen die Eisbären (4:1). Während die Grizzlys den langen Weg über Köln gehen mussten, um sich dann mit Nürnberg eine sicherlich auch mental sehr anstrengende Serie zu liefen. Das mag zweimal in Folge gelingen, aber über die gesamten Playoffs hinweg?

München ist in der DEL die neue, aufsteigende Supermacht, daran besteht kein Zweifel, solange man beim amtierenden Meister über die notwendigen Mittel verfügt, werden die Bayern in den nächsten Jahren noch häufiger so spät in der Saison spielen. Eine andere Sache ist das mit den Grizzlys. Sie sind das beständigste Team der DEL seit ihrem Wiederaufstieg, seit der Spielzeit 2008/09 sind sie in den Playoffs immer dabei, mal mehr, mal weniger erfolgreich, sieben Mal zogen sie seitdem in Halbfinale ein. Langsam haben sie den ganz großen Wurf wirklich einmal verdient.

Wolfsburg als Mannschaft halte ich durchaus für cleverer, aber München ist einfach auch sehr spielstark. Ich bin wirklich gespannt auf das Frage- und Antwortspiel, das sich Playoffserie nennt.

Heiner:

München – Wolfsburg 5:1
Wolfsburg – München 4:5 n.2.VL

(Grafik der Eisfläche von wikipedia)

Farben: Schwarz=Pässe, Rot=Tore, Gelb=Abpraller, Grün=Läufe mit Scheibe.

Als Abschluss der Vorschau ein kleines Experiment, müsst ihr selber entscheiden, ob man da etwas mit anfangen kann. Ich habe hier bis auf den Emptynetter von Steve Pinizotto (beim 3:1), den Shorthander von Brooks Macek (beim 5:1) und das letzte Powerplaytor der Serie durch Michi Wolf alle Tor der Serie gegen Berlin eingezeichnet.

Auf der linken Seite sind die zwei anderen Überzahltreffer eingezeichnet. Auf der rechten Seite alle Treffer aus dem Spiel. Ohne die Tore im Einzelnen nochmal zu schildern, finde ich zwei Dinge auffällig. Bereiten die Münchner ihre Treffer über die linke Seite vor, sind die mehr herausgespielt, mit mehr Scheibenkontakten vorbereitet. Bei ihren überfallartigen Breaks kommen die Bayern meistens über die rechte Seite, wobei der erste Pass aus der Defense meist ein Solo einleitet. Wer Idee dazu hat, eine solche Grafik transparenter zu machen, ist herzlich dazu eingeladen. Die Geschichte ist noch in der Experimentierphase.

Der einzige Treffer der Münchner bei 5 gegen 5 im ersten Spiel folgt dem bekannten Muster. Frank Mauer spielt die Scheibe nach links auf Mads Christensen, der andeutet, vor den Slot zu gehen, dann wieder nach links ausweicht,  quer vor dem Slot für Dominik Kahun auflegt. Das heißt nicht, dass die Münchner aus dieser Position, in der Christensen beim Pass steht, nicht schießen. Aber wie schon bei der Serie gegen Berlin kommt das Tor eben nicht von dieser Seite, sondern wird über eine Kombination vorbereitet.

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