Viertelfinalefinale – DEL 2016/17

Das gab es zu Best-of-Five-Zeiten noch nicht, und in Best-of-Seven-ist es die Premiere. Drei von vier Serien gehen über die volle Distanz im Viertelfinale. Zum ersten Mal überhaupt gibt es 25 Viertelfinalspiele. Neuer Rekord.

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Frage: Gibt es Präzedenzfälle für die aktuellen Serien. Und wie endeten die dann?

Einen der Serie Köln vs. Wolfsburg entsprechenden Verlauf gab es bereits einmal in der Saison 07/08. Damals hatten die Lions Heimvorteil gegen Iserlohn, gewannen das Auftaktspiel, kassierten drei Niederlagen und schafften noch das Comeback.

Neuland beschreitet die Serie Nürnberg vs. Augsburg. Dass eine Mannschaft eine 2:1-Führung in der Serie verspielte, sogar in Rückstand geriet und dann noch ein siebtes Spiel erzwang, gab es noch nie.

MERC vs. EBB: In drei Serien gab es in den ersten sechs Spielen nur Heimsiege, zwei davon endeten mit einem Steal in Spiel 7.

Erst vier Serien wurden nach einem 2:3 noch gedreht, erst eine nach einem 1:3.

Über die einzelnen Serien muss man nicht mehr viel schreiben. Über das Event an sich aber schon. Playoffserien. Insbesondere: Best-of-Seven-Serien. Man lernt etwas über die Mannschaft, man lernt etwas über die Trainer, über die Lernfähigkeit der Mannschaften, je länger eine Serie dauert, desto mehr gewinnt sie Züge von Schach und Poker. Was sind eigentlich die konkreten Faktoren, die dafür sorgen, dass eine Mannschaft in der einen Partie so maßlos überlegen scheint, im nächsten Spiel scheinbar einbricht?

Ein Beispiel: Ich habe mir überlegt, stell dir vor, einer Mannschaft gelingt im Viertelfinale ein Sweep, man trifft, nicht unrealistisch im Falle von München, auf die Haie, die eine lange Serie hinter sich haben. Was hat stärkere Auswirkungen? Die Kraftersparnis der Münchner, das möglicherweise gestiegene Selbstvertrauen? Die Zahlen dazu: Es gab acht Mannschaften, die bisher in Best-of-Seven-Serien sweepten. Vier schieden im Halbfinale aus, zwei unterlagen im Finale. Zweimal wurde der Sweeper Meister (beide Male Berlin). In Zeiten, als sowohl Halbfinale als auch Finale noch im Modus Best-of-Five gespielt wurden.

Nach meiner These müsste der Sweeper vor allem bei kurzen Serien im Halbfinale Vorteile haben. Angesichts der kurzen Pause zwischen den zwei Serien, klar, man muss immer einkalkulieren, die eine Mannschaft ist im Spielrhythmus, die andere hatte eine lange Erholungspause, stellt sich die Frage, was davon schwerer wiegt. Die Zahlen deuten zumindest eine Antwort an.

Serien, die 4:3 endeten gab es in der DEL im Viertelfinale (Best-of-Seven) genauso häufig wie Sweeps. Also achtmal. Fünfmal schied der Seriengewinner dieser Serien im Halbfinale aus (einmal erst trafen zwei 4:3-Sieger direkt aufeinander, das zählt also nur halb), dreimal gab es Finalniederlagen. Das Ausscheiden kam viermal nach sehr kurzen Serien im Halbfinale  (Kraftverschleiß?). Zwei Serien gingen auch im Halbfinale über die volle Distanz, Ergebnis 50:50. Die Haie schafften in der Saison 02/03 sogar einen Sweep. Dass hieße, die nächste Münchenserie muss lange dauern, wenn der erfolgreiche Viertelfinalist gegen den Meister eine Chance haben will. Unter dem Strich steht aber: Noch nie wurde ein 4:3-Seriensieger im Viertelfinale am Ende Meister. Und die zweite Folgerung wäre: Wer München im Halbfinale schlägt, wird der neue Titelträger.

 

Heiner:

Mannheim – Berlin 1:5
Köln – Wolfsburg 4:1
Nürnberg – Augsburg 6:5 n.V.

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3 Gedanken zu “Viertelfinalefinale – DEL 2016/17

  1. > Mannheim – Berlin 1:5
    > Köln – Wolfsburg 4:1
    > Nürnberg – Augsburg 6:5 n.V.

    Drei Ergebnisse, mit denen ich gut leben könnte…

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