48. Spieltag – DEL 2016/17 – Vorschau

Mit diesem Freitag beginnen die letzten zehn Tage der Hauptrunde, in der noch 33 Partien ausgetragen werden müssen. Die Top-Sechs steht bereits fest, auch wenn an der Reihenfolge noch ein wenig gebastelt werden kann. Nur bei den Preplayoffplätzen gibt es noch minimale Unklarheiten.

Hier geht’s zum Liveticker.

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Vorher mal ein kurzer Blick auf die Tabelle. Wie ich überhaupt darauf komme? Das hat damit zu tun, dass in meinen Augen die Clubs an der Spitze gerade auch zum Ende der Saison hin gewaltig aufrüsten. Nur der KEV nicht, der rüstet ab.

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Es sind die Abstände, die in dieser Saison beeindruckend sind. Wir haben eine klar definierte Top-4, bei der man nicht sagen kann, wer die stärkste Mannschaft ist, alle vier Teams hatten so ihre Phasen. An sich ist es in der DEL etwas besonderes, über 100 Zähler zu kommen, fünf Spieltage vor dem Ende können das noch VIER Mannschaften schaffen (zuletzt 2008/09 gelangen das zwei, Berlin und Hannover), bei 14 Mannschaften war bisher zwei das Maximum.

Dahinter klafft schon ein gewaltiger Vorsprung auf die anderen zwei Mannschaften der Top-6. Noch deutlicher wird es dann im Hinblick auf den Vorsprung auf die Preplayoffkandidaten.  Natürlich ist es vorerst nur eine Momentaufnahme, in zehn Jahren sind bestimmt auch die Eisbären wieder oben mit dabei. Aber wenn man in der obigen Tabelle sich anschaut, wie viele Punkte man in den Vorjahren brauchte, um in die Preplayoffs zu kommen (PPO), und was der Vorsprung auf Platz 11 war (NNPO): Das sind doch mal Lücken. Klare Sache: Wir sprechen in dieser Saison von einer Vier-Klassen-Gesellschaft. Die Abstände sind größer geworden. Hoffentlich wirklich nur eine Momentaufnahme.

Augsburg – Krefeld

Spannend bleibt nach wie vor das Fernduell des AEV mit den Grizzlys um Platz 5, auch wenn es letztendlich fast egal scheint, ob man im Viertelfinale auf München, Mannheim, Nürnberg oder Köln trifft. Zur Zeit haben wieder die Grizzlys die Nase vorne auf Grund des besseren Torverhältnisses. In dieser Hinsicht könnte der AEV gegen den KEV einiges tun. Der Kader ist bei den Pinguinen dünn geworden, die unter der Woche mit Kyle Klubertanz und Marcel Müller zwei Spieler abgegeben haben, ein deutliches Zeichen dahingehend, dass man sich in Krefeld nicht mehr ganz so direkt mit den Planungen für die Preplayoffs beschäftigt. Ist der AEV schon in Playoffform? Fünf Siege in Folge, das liest sich schon mal nicht so schlecht. Dabei wurden die letzten drei Heimspiele gewonnen. Den Pinguinen gelang zuletzt ein Heimsieg gegen die Wild Wings, mit dem sie eine Serie von sechs Niederlagen beendeten. Bisherige Ergebnisse: Die ersten beiden Spiele gewann der AEV 4:3, einmal nach Verlängerung, einmal nach Penaltyschießen. Das dritte Spiel entschied der KEV zuhause mit 5:4 für sich. Auswärts gab es für die Pinguine vier Niederlagen in Folge.

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Berlin – Bremerhaven

Wenn die Eisbären überhaupt noch gewinnen, dann tun sie das zu Hause. Und so gesehen hat es schon seine Vorteile, dass der Rekordmeister von den letzten vier Partien drei zu Hause austragen darf. Während auswärts zur Zeit alles verloren geht, haben die Eisbären aus den letzen vier Heimspielen immerhin drei Siege geholt. Die Berliner haben die letzten drei Spiele verloren, alle auswärts. Die Pinguins waren bereits unter der Woche aktiv, als sie die Tigers mit 5:3 schlagen konnten. Rechnen sich die Eisbären für die Preplayoffs noch Chancen auf das Heimrecht aus, können sie sich die nach einer Niederlage gegen die Pinguins gänzlich abschminken. Neun Zähler wären aus den letzten drei Partien kaum mehr aufzuholen. Bilanz bisher: 2:1 für Bremerhaven, das beide Heimspiele gewann: 3:1 und 4:3. Das erste Heimspiel gewannen die Eisbären 4:2.

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Düsseldorf – Nürnberg

Nicht schön, aber erfolgreich spielte die DEG zuletzt und holte Siege gegen Straubing und Köln, Erfolge, die die Rheinländer wieder hoffen lassen. Auf Berlin bestehen bei einem Spiel weniger jetzt nur noch fünf Zähler Rückstand. Dabei hat die DEG das leicht schwerere Restprogramm. Das könnte nach einem Sieg gegen die Franken allerdings schon wieder ganz anders aussehen. Die scheinen zur Zeit vor allem auswärts schlagbar. Vier Niederlagen am Stück stehen zu Buche, gegen Mannheim, Augsburg, Straubing und Köln. Gegen die DEG spricht, dass die Franken bisher alle drei Spiele gewonnen haben. In Nürnberg 6:5 und 5:2, das erste Gastspiel in Düsseldorf gar 4:0. Die Franken brauchen den Sieg, wenn sie weiterhin im Rennen um Platz 1 bleiben wollen.

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Iserlohn – Köln

Auch in Iserlohn kann man sich noch vage Hoffnungen aus eine Saisonverlängerung machen, zumal mit den Haien ein Gegner ins Haus steht, der sich gerade im Spiel gegen die „Kleinen“ in dieser Saison eher schwer tut. Wahrscheinlich täte Cory Clouston gut daran, seiner Mannschaft zu verbieten, die Tabelle zu verfolgen? Durch die Niederlage unter der Woche sind die Haie aus dem Rennen um Platz 1 praktisch heraus. Köln hat von den letzten acht Auswärtsspielen sieben gewonnen. Die Roosters haben dreimal in Folge gepunktet und drei ihrer letzten vier Heimspiele gewonnen. Bisher gewann bei diesem Duell immer die Heimmannschaft: Köln 7:2 und 3:2, Iserlohn 3:2 n.P.

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München – Mannheim

Das absolute Spitzenspiel des Spieltags findet in München statt. Mit einem Sieg könnten die Adler schon an diesem Wochenende die Tabellenführung übernehmen. Die Adler sind im Augenblick das formstärkste Team der DEL, 15 Spiele in Folge haben sie gepunktet, acht Spiele am Stück haben die Kurpfälzer gewonnen, auswärts gab es fünf Siege hintereinander, nur der heutige Gegner aus eine bessere Auswärtsbilanz. Sind die Adler derzeit das Team der Stunde, tun sich die Münchner schon schwerer. Für den Dauertabellenführer gab es in den letzten fünf Partien zwei Niederlagen, beide Pleiten gab es gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe (Wolfsburg und Nürnberg). Achtung: Die ersten drei Spiele hat der Meister gewonnen. 6:3 und 4:3 in Mannheim und 3:2 zu Hause.

P.S. Am Donnerstag haben die Adler mit Thomas Larkin noch einen Defender verpflichtet.

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Schwenningen – Ingolstadt

So gar nicht mehr in Schwung kommt der ERC nach dem Jahreswechsel, vier der letzten fünf Spiele haben die Schanzer verloren. Eine Mannschaft, die lange Zeit vor dem Sprung unter die Top-6 war, muss mittlerweile sogar um Platz 7 bangen. Auf drei Zähler ist der Vorsprung auf den Siebten aus Bremerhaven mittlerweile geschrumpft. Nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen ist es inzwischen ausgeschlossen, dass sich der ERC noch direkt für die Playoffs qualifiziert. Die Frage muss erlaubt sein, ob die Nachverpflichtung von Daniel Larsson ein Misstrauensvotum Richtung Timo Pielmeier war. Schwenningen hat die letzten beiden Spiele verloren und sich aus dem Rennen um die Preplayoffplätze inzwischen verabschiedet. Einziges Saisonziel kann noch sein, die Hauptrunde nicht als Tabellenletzter abzuschließen. Ergebnisse bisher: 4:0 und 6:5 n.V. in Ingolstadt für den ERC. 5:4 n.V. für die Wild Wings beim ersten Spiel in Schwenningen.

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Wolfsburg – Straubing

Eine Zeitlang sah es so aus, als wäre für die Grizzlys ein Platz unter den ersten Sechs doch noch in Gefahr, doch die ist nach den vier Siegen, die sie zuletzt holten, endgültig abgewendet. Inzwischen geht es für die Niedersachsen nur noch darum, sich Platz fünf vor den Panthern zu sichern. Mit den Tigers kommt nun ein Gegner, der seine letzten drei Spiele, eigentlich alles must-win-Partien, gegen Bremerhaven, Düsseldorf und Iserlohn verloren hat. Mit einem Sieg wären die Tigers fast schon sicher in den Preplayoffs, den könnten sie allerdings auch dringend gebrauchen, denn es geht noch gegen u.A. Augsburg und Mannheim. Das erste Spiel in Wolfsburg gewannen die Grizzlys 4:1, in Straubing gab es ein 2:7 und ein 3:0.

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Percentage aus den letzten zehn Spielen

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48perc2

Drittelstats

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Manchmal habe ich den Eindruck, Leute schauen nur in die Vorschauen wegen der Tipps von Heiner. Das ist ERSCHÜTTERND.

Heiner

München – Mannheim 5:0
Berlin – Bremerhaven 2:5
Wolfsburg – Straubing 3:2
Schwenningen – Ingolstadt 0:4
Iserlohn – Köln 2:5
Augsburg – Krefeld 4:0
Düsseldorf – Nürnberg 4:5

Who is Heiner

Immer wieder werde ich gefragt, wer ist eigentlich dieser Heiner. Eigentlich stammt er aus Schwaben, das erklärt vielleicht auch, warum er immer so vehement für den AEV tippt. Das kann er sich seiner Wurzeln einfach nicht erwehren. Heiner wohnte bis zu seinem dritten Lebensjahr in einem Malefiz-Karton, bevor er erkannte, dass er mit Dunkelheit nicht so zurechtkam und sich zu einer Lichttherapie entschloss. Heutzutag lebt er neben einer Tastatur, zusammen mit seiner Schwester Elsbeth, wenn er sich mal nicht so fit fühlt und macht Voraussagen für Sportwetten. Heiner ist besserwisserisch, ein Klugscheißer und sehr nachtragend.

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