Mannheim – Schwenningen – 31. Spieltag – Vorschau

Der Teilnahme der Adler bei Spengler-Cup ist es zu verdanken, dass die Mannheimer bereits zum zweiten Mal in dieser Saison einen Spieltag vorziehen müssen. Denn ursprünglich hätte diese Begegnung am 28.12. stattfinden sollen. Zu Gast bei den Kurpfälzern sind die Wild Wings aus Schwenningen.

Etwas über 200 Kilometer liegen zwischen den beiden DEL-Spielstätten, für ein Derby ganz schön weit, aber seit die Lions nicht mehr dabei sind, ist das Spiel gegen die Wild Wings das einzige Derby, das den Adlern noch verblieben ist. Und sieht man sich die Zuschauerzahlen dieser Duelle an, ist schnell klar, dass die Partie auch als Derby wahrgenommen wird.

Hier geht`s zum Liveticker.

Das allererste DEL-Spiel der beiden Teams in Mannheim, damals noch im Eisstadion am Friedrichspark, fand am 20.11.1994 statt. Die Adler setzten sich mit 4:3 durch, im Kader der Mannheimer ein gewisser Jochen Hecht. Harold Kreis konnte sich als Torschütze auszeichnen, dreifacher Vorlagengeber bei den Adlern war Pavel Gross. Der Mannheimer Lars Brüggemann war für die Partie nach einem Stockendenstoß zwei Tage zuvor in Schwenningen gesperrt. Sachen gibt`s. Für die Wild Wings spielte Wayne Hynes, dessen Sohn heute für die Wild Wings aktiv ist, der war damals noch gar nicht geboren. SO lange ist das schon her. Übrigens ging es in der Partie ziemlich hitzig zu mit 25 kleinen Strafen und zwei Spieldauerdisziplinarstrafen (u.a. gegen besagten P. Gross). Das hört sich nun wirklich nach einem Derby an.

Die Partie in Mannheim ist das 41. Aufeinandertreffen der beiden Teams für ein Hauptrundenspiel, die ersten beiden Spiele der laufenden Saison gingen an die Adler, die am ersten Spieltag zuhause mit 1:0 gewannen. Spiel 2 in Schwenningen unmittelbar vor der Deutschland-Cup-Pause gewann Mannheim mit 4:2. Die Gesamtbilanz spricht für die Kurpfälzer, die bisher 29 mal siegreich waren.

Wenn die Wild Wings zuletzt bei den Adlern zu Besuch waren, gab es für sie nicht viel zu ernten. Seit dem Wiederaufstieg sind sie in Mannheim noch ohne Zählbares. Den letzten Sieg der Wild Wings bei den Adlern gab es im Oktober 2001. Mannheim hat die letzten sieben Heimspiele gegen Schwenningen gewonnen. Heimbilanz der Adler: 16:4.

31adlerschwenningen

Für die Adler endete am Sonntag gegen München eine Serie von acht Siegen am Stück, das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie sich inzwischen gefunden haben, so holprig der Saisonstart auch verlief. Die Siegesserie der Wild Wings liegt dagegen schon etwas länger zurück, für die Schwarzwälder stehen drei Niederlagen in Folge zu Buche, die Negativserie begann mit der 2:4-Heimniederlage gegen den heutigen Gegner.

Beide Teams verfügen über ein starkes Penaltykilling. Dass die Adler gegen München zwei Gegentreffer in Unterzahl kassierten, war schon sehr außergewöhnlich. Denn während das Penaltykilling der Wild Wings gut ist, ist das der Adler überragend. Das Powerplay der Adler ist in dieser Saison eine Klasse für sich. Mag sein, dass sich das im Verlaufe der Saison irgendwann noch etwas einpendelt, aber eine Quote von über 26 Prozent dann doch so relativ spät in der Saison ist für die DEL ein ausgesprochen utopischer Wert. Willst du dir gegen Mannheim eine Chance ausrechnen, ist es eine clevere Entscheidung, den Weg in die Kühlbox zu vermeiden.

Und für die Adler gilt: vor allem die erste Sturmreihe der Wild Wings müssen die Kurpfälzer aus dem Spiel nehmen, das gelang ja zuletzt Nürnberg und Wolfsburg sowie im Spiel davor auch den Adlern sehr gut. Das Trio mit Damien Fleury, Andrée Hult und Will Acton, im Zweifelsfalle springt Ex-Jungadler Marcel Kurth ein, falls einer der drei ausfällt, ist eine Klasse für sich.

Spielleiter der Begegnung sind Daniel Piechaczek und Gordon Schukies.

Percentage aus den letzten 10 Spielen

1 Mannheim 76,67
2 Iserlohn 70,00
3 Hamburg 63,33
4 Schwenningen 60,00
5 Augsburg 56,67
6 Düsseldorf 53,33
7 Berlin 50,00
8 Köln 46,67
9 München 43,33
10 Krefeld 43,33
11 Nürnberg 43,33
12 Straubing 36,67
13 Wolfsburg 30,00
14 Ingolstadt 26,67

Effizienztabelle*

Torschüsse Tore Quote S/G S/T
Augsburg 559 58 10,38 31 9,64
Iserlohn 549 54 9,84 32 10,17
Krefeld 522 49 9,39 29 10,65
Hamburg 541 50 9,24 30 10,82
Köln 541 50 9,24 32 10,82
Wolfsburg 546 50 9,16 30 10,92
Straubing 583 50 8,58 32 11,66
Berlin 526 45 8,56 31 11,69
München 620 53 8,55 34 11,70
Schwenningen 576 49 8,51 32 11,76
Mannheim 678 56 8,26 36 12,11
Nürnberg 608 48 7,89 34 12,67
Ingolstadt 594 45 7,58 31 13,20
Düsseldorf 528 35 6,63 31 15,09

S/G = Schüsse pro Spiel, S/T = Schüsse pro Tor
* Für das Spiel Berlin – Düsseldorf (17. Spieltag) liegt immer noch keine offizielle Statistik vor. Kann da vielleicht jemand aushelfen. Ich kann nachts nicht schlafen, wenn ich diese Zahlen nicht bekomme!

Heiner:

Mannheim – Schwenningen 5:0

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2 Gedanken zu “Mannheim – Schwenningen – 31. Spieltag – Vorschau

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