Rückblick 2

Und schon ist das zweite Wochenende ausgespielt. Schauen wir mal nach den Gewinnern und Verlierern. An der Tabellenspitze hat sich nichts geändert, die Tigers hat dort oben offensichtlich jemand festgetackert.

Ist vielleicht auf Dauer langweilig, immer mit den Tigers anzufangen, aber man darf doch wohl mal festhalten, dass sich am zweiten Wochenende herauszuschälen scheint, wie wenig zufällig der gute Start an den beiden Startspieltagen war. Unverändert spielen die Tigers ohne ihren nominell irgendwie noch besten Scorer, Blaine Down, was sie aber nicht anficht, Tore en masse zu produzieren. Zwar war es diesmal kein 6-Punkte-Wochenende, aber die Ergebnisse lassen doch aufhorchen: Ein klarer Sieg gegen einen der großen Favoriten, München, zuhause, dazu eine spektakuläre Niederlage bei den Eisbären, es fällt schwer zu behaupten, die Tigers, trotz der Niederlage, hätten an Schwung verloren.

Bemerkenswert bleibt weiter die Schusseffizienz der Tigers, die bei der Niederlage in Berlin sogar noch gesteigert wurde. Jeder fünfte Schuss, der von den Tigers Richtung gegnerisches Gehäuse kommt, landet auch in den Maschen – 20 Prozent – den zweitbesten Wert weisen die Haie auf. Und bei denen liegt dieser Wert bei 13,6 Prozent. Das sind Welten!

Große Gewinner des Wochenende waren Berlin (6 Punke gegen Wolfsburg und Straubing) und Nürnberg (6 Punkte gegen Ingolstadt und Hamburg). Nach dem verpatzten Auftakt dürfte das für Beruhigung der Nerven bei den Franken sorgen, zudem für etwas Entlastung bei Dany Heatley, nach zwei weiteren Pleiten wäre der Druck auf ihm wahrscheinlich nicht unerheblich gewesen. Die Eisbären haben sich in die Spitzengruppe katapultiert, was immer das wert ist nach vier Spieltagen. Im Ergebnis sind nach vier Spieltagen nur noch die Haie ungeschlagen.

Gut, Köln hat am Sonntag nicht gespielt, aber von den Favoriten scheinen sie mir zur Zeit das einzige Team, das zuverlässig Ergebnisse liefert, Ergebnisse, wie man sie von einer Mannschaft, die in den engeren Kreis der Titelkandidaten gerechnet wird, auch erwarten sollte.

Das sieht bei den Adlern schon anders aus. Beim Kicker bin ich über die Überschrift gestolpert (und lang hingeschlagen), selber Schuld, wird da manch einer sagen, wer guckt schon beim Kicker nach Eishockey „…. Adler souverän“. Das trifft den Auftritt in Ingolstadt aber nicht so ganz. Das trifft den Auftritt in Ingolstadt aber so was von überhaupt nicht. Solche Überschriften entstehen, wenn du dir die Ergebnisse eines Spieltages anschaust und dann einen Artikel schreibst. (Gut, war natürlich ein Agenturartikel, aber trotzdem). Früher hat die dpa meinen Ticker regelmäßig als Informationsquelle benutzt. Das habe ich daran gemerkt, dass Fehler, besonders war das an statistischen Behauptungen zu merken, die ich ja gerne mal im Ticker mache, von denen mir aber dann später klar wurde, dass die von mir angegebenen Zahlen nicht korrekt waren, in der dpa-Zusammenfassung auftauchten. Wahrscheinlich kennen die einfach den neuen Link nicht?

Aber zurück zum Thema: Wie gesagt, der Auftritt der Adler war alles andere als souverän. Souverän daran war einzig der sehr, sehr starke Auftritt von Dennis Endras. Nur ihm war es zu verdanken, dass die Adler nach dem ersten Drittel überhaupt noch im Spiel waren. Wie die Mannheimer die Begegnung in Ingolstadt dann aber doch für sich entschieden, war nichtsdestotrotz straubing (Adjektiv, deswegen die Kleinschreibung), will sagen, bemerkenswert. Und schon eher eines Meisters würdig.

Rein von den Ergebnissen her bleiben die Auftritte des AEV merkwürdig. Sie starten ins Wochenende mit einem 6:2 in Mannheim, um dann gegen Wolfsburg im Heimspiel 1:6 unterzugehen. Vielleicht sollte man bei den Panther mal überlegen, Deslauriers nur in Auswärtsspielen einzusetzen? 1:6, das hört sich happig an, ist ja auch happig, aber so ganz gibt das Ergebnis den Spielverlauf auch nicht wieder. Wie schon gegen Ingolstadt wäre mehr drin gewesen, zumindest hätten die Panther ein knapperes Ergebnis verdient gehabt.

Schwenningen fährt die ersten Punkte ein, umso erstaunlich, dass dies ausgerechnet in München geschieht, womit wir auch schon bei einem der großen Verlierer des zweiten Wochenendes wären. Bis zum Wochenende gehörten die Bayern, trotz der Niederlage in Köln, neben den Haien für mich zu den Teams, die am besten in die neue Saison gestartet waren. (Straubing hielt ich sowieso für ein Versehen). Dieses Bild hat sich nach den Niederlagen gegen Straubing und Schwenningen doch leicht gewandelt. Nun ja, vielleicht haben sich die Roten Bullen auch nur für die Championsleague geschont? Und daneben sind natürlich auch die Freezers mit ihren zwei Niederlagen gegen Krefeld und Nürnberg zu nennen, auch wenn sie, wie München, aus dem Wochenende einen Punkt mitnehmen konnten.

Was noch auffiel?

Es gab eine erhebliche Anzahl an Strafen wegen fehlerhaftem Anspiel.
Das schnellste Saisontor kann weiterhin die DEG (Kurt Davis 0:26) für sich verbuchen.
Bei den Schiris führt Marian Rohatsch (197 Strafminuten/Schnitt 49) vor Stephan Bauer (164/41).
Graf Diszi, Willi Schimm, hat an diesem Wochenende nur eine Diszi (+ eine Spieldauer) verhängt.
Mannheim mit fünf Powerplaytoren in zwei Spielen!

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2 Gedanken zu “Rückblick 2

  1. Finde es sehr cool, dass du die Rückblenden nochmal machst. An sportreichen Sonntagen kommt man kaum mit und nimmt die Ergebnisse nur so hin

    „Nun ja, vielleicht haben sich die Roten Bullen auch nur für die Championsleague geschont?“

    Falls sie das getan haben hats nicht viel geholfen^^

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