Epic Fail

Hamster, das weiß jeder, der schon einmal einen hatte, sind sexual manicas. Wenn ich hier von „Hamster“ spreche, dann ganz allgemein von der Tierart, ob es sich um eine Hamsterkuh oder einen Hamsterstier handelt, soll überhaupt keine Rolle spielen.

Ich denke mir, unter der Kostümierung kann es ganz schön warm werden, da kann auch schon mal die Sicherung durchbrennen. Aber es war doch sehr, sehr unwahrscheinlich, dass Udos obszöne Gestik in Richtung der Schwenninger Fans ohne Folgen bleiben würde.

Maskottchen sind sowas wie das Gesicht eines Clubs, sowas kann man sich schlicht und ergreifend nicht leisten, auch nicht gegen den Derbygegner. Man muss sich nur mal überlegen, was die Folgen für einen Spieler sind, der sich mit den Zuschauern anlegt. Ungestraft kommt der auch nicht davon. In Zukunft wird jemand anders in Udos Kostüm schwitzen müssen, ganz schön unhygienisch.

Andererseits, Maskottchen sind auch nur Männchen (in der Regel). Wahrscheinlich legendär sind die Geschichten des Grotifanten, der sich Ende der Neunziger Jahre mal mit einem Linierichter anlegte, weil er mit den Schiedsrichterleistungen unzufrieden war. Bzw. eine Auseinandersetzung mit einem gegnerischen Torsteher zu überstehen hatte. Ich kann nur spekulieren, aber wahrscheinlich hatte das ÜBERHAUPT nichts mit Provokation zu tun.

Neuer ist die Geschichte von Bertie Bee, dem Maskottchen des FC Burnley (gerade abgestiegen aus der Premierleague). Der war ebenfalls nicht zufrieden mit der Leistungen der Offiziellen und bot einem Linienrichter während des Spiele eine Brille an. Den Rest der Partie musste er in der stadioneigenen Arrestzelle verbringen.

Auch das nächste Beispiel kommt wieder aus England. Diemal geht es um Gilbert the Gull, das Maskottchen von Torquay United. 5. Liga, England. Der legte sich während eines Heimspiels mit den eigenen Fans an, weil er mit der Unterstützung für das eigene Team nicht zufrieden war. Von offizieller Seite wurde ihm zu verstehen gegeben, dass er „zu sehen sein soll, nicht zu hören“, und „für eine freundliche Möwe“ gehöre sich das nicht. Gut, in diesem speziellen Falle hätte das Udo auch nichts genutzt.

Aber warum in die Ferne schweifen? Für viel Aufmerksamkeit sorgte vor wenigen Wochen das Maskottchen der Austria (Wien), Super Leo, als es nach dem Sieg gegen Wiener Neustadt angeblich betrunken über das Spielfeld torkelte. Intern soll wohl von einem Kreislaufkollaps die Rede sein. Im Sommer rumlaufen, in den Klamotten, da muss man sich nicht wundern.

Es geht aber auch anders. Die Engländer, die haben`s drauf. Da treffen sich die Maskottchen zum Mascot Grand National, liefern sich einen fairen Wettkampf und betrinken sich erst dann. Gemeinsam. In Abgeschiedenheit. Schadt keinem.

Man kann die Reaktion der Adler Mannheim vielleicht humorlos finden, aber im Großen und Ganzen finde ich sie vollauf verständlich, nachdem ich lange hin und her überlegt habe.

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