Vorschlag einer Abschlusstabelle

Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich treffe hier noch keine Aussage bezüglich der Meisterschaft, ich stelle lediglich vor, wie ich mir die Tabelle nach Abschluss der Hauptrunde vorstellen könnte.

Leicht, ganz leicht, ist diese Vorstellung davon geprägt, wie sich diverse Teams in der Championshockeyleague geschlagen haben. Diese Spiele sind EIN Faktor, weil ich den sportlichen Wert ein wenig höher veranschlagen würde als „herkömmliche“ Testspiele. Dabei will ich letzteren aber den sportlichen Wert nicht absprechen.

Nehmen wir bespielsweise die Grizzlies, die eine ziemlich erfolgreiche Vorbereitung bestritten haben: Siege unter anderem gegen die Eisbären, zweimal Iserlohn und Hamburg, lediglich gegen Nürnberg kassierte man eine Niederlage (ich beziehe mich hier ausschließlich aus Spiele zwischen DEL-Teams).

Das komplette Programm:

Mlada Boleslav – Grizzly Adams Wolfsburg 3:2
GA Wolfsburg – HC Litvinov 4:3 n.P.
GA Wolfsburg – Eisbären Berlin 4:3
GA Wolfsburg – Nürnberg Ice Tigers 3:6
GA Wolfsburg – Iserlohn Roosters 1:0
GA Wolfsburg – Hamburg Freezers 5:1
GA Wolfsburg – Herning Blue Fox 2:1
GA Wolfsburg – Iserlohn Roosters 3:2 n.V.

Schauen wir uns die Haie an: Auch bei denen lief die Vorbereitung doch ziemlich erfolgreich, gegen Teams zudem, die auch nicht gerade zweite Wahl waren. Ein schwedischer Erstligaclub, vier schweizer NLA-Vertreter. Und ein Gegner aus der Nachbarschaft. Gegen den gab es auch die einzige Niederlage. Mein Punkt: Die Teams, die sich in der Championsleague testeten, trafen auch nicht unbedingt auf viel stärkere Gegner.

Köner Haie – HC Ambri Piotta 2:0
Kölner Haie – EV Zug 3:2
Kölner Haie – Rapperswil Jona Lakers 4:1
Kölner Haie – SCL Tigers 4:2
Kölner Haie – Malmö Redhawks 6:1
Kölner Haie – HC Lugano 5:1
Kölner Haie – Krefeld Pinguine 2:6

Mit dem KEV treffen wir auf den einzigen deutschen Club, der es in der Championsleague nicht in die nächste Runde geschafft hat. Gut, das Ausscheiden gegen Wien war ein wenig unglücklich. Aber ausgeschieden sind die Pinguine nichtdestotrotz.

Das Programm:

Krefeld Pinguine – Iserlohn Roosters 0:5
Krefeld Pinguine – Löwen Frankfurt 8:1
Krefeld Pinguine – Karpat Oulu 0:2
Krefeld Pinguine – Füchse Duisburg 3:1
Krefeld Pinguine- Karpat Oulu 1:4
Krefeld Pinguine – Vienna Capitals 3:2 n.P.
Krefeld Pinguine – Vienna Capitals 5:6
Krefeld Pinguine – Kölner Haie 6:2

Da dürfte dann der Sieg im letzten Vorbereitungsspiel gegen die so erfolgreichen Haie umso süßer geschmeckt haben.

Wie sah es beim AEV aus? Die Testspielergebnisse sehen wie folgt aus:

Augsburger Panther – Straubing Tigers 5:1
Augsburger Panther – Medvescak Zagreb 4:5
Augsburger Panther – Hockey Thurgau 4:1
Augsburger Panther – Dornbirn Bulldogs 2:3
Augsburger Panther – EHC Olten 2:3 n.P.
Augsburger Panther – Kassel Huskies 5:1
Augsburger Panther – Frankfurt Löwen 5:4 n.V.
Augsburger Panther – Ravensburg Towerstars 1:3

Auf den ersten Blick zu erkennen, die jeweiligen Gegner hatten vielleicht nicht ganz so das Profil wie bei den Teams zuvor. Und die Ergebnisse waren nicht unbedingt vielversprechend. Man könnte auch sagen, die Mannschaft muss sich erst noch finden. Vielleicht gelingt das ja besser mit Ben Hanowski?

Nächster Vertreter sind die Eisbären. Also wieder ein Team, bei dem der Löwenanteil der Vorbereitung im Rahmen der Championsleague ablief.

Eisbären Berlin -Dresdner Eislöwen 7:0
Eisbären Berlin – Grizzly Adams Wolfsburg 3:4
Eisbären Berlin – ZSC Lions 3:6
Eisbären Berlin – Les Rapaces de Gap 6:1
Eisbären Berlin – ZSC Lions 2:3
Eisbären Berlin – Les Rapaces de Gap 1:3

Was man bei den Eisbären offensichtlich nicht befürchten muss, ist eine erschreckende Frühform. Da ist noch viel Steigerungspotential. Das letzte Spiel bei Gap spielte jetzt nicht mehr die ganz große Rolle, das Weiterkommen stand ja bereits mehr oder weniger vorher fest, wenn die Eisbären nicht eine traumatische Niederlage kassiert hätte. Insofern sollte man das letzte Resultat vielleicht nicht überbewerten.

Einen großen Vorteil hatte der nicht ganz freiwillige Verzicht der Freezers auf die Teilnahme in der Championsleague. Im Unterschied zur letzten Saison können sie die Saison praktisch mit einem kompletten Kader bestreiten – während im letzten Jahr gefühlt der halbe Kader mit Verletzungen aus der Vorbereitung hervorging – davon haben sich die Hamburger eigentlich die gesamte Spielzeit nicht erholt.

Hamburg Freezers – Fischtown Pinguins (verdammt komischer Name übrigens, das Wort „Pinguins“ existiert eigentlich gar nicht) 0:2
Hamburg Freezers – SønderjyskE Ishockey 4:3
Hamburg Freezers – Malmö Redhawks 7:3
Hamburg Freezers – Karlskrona HK 3:5
Hamburg Freezers – Rögle HK 4:6
Hamburg Freezers – Dresdner Eislöwen 5:0
Hamburg Freezers – Grizzly Adams Wolfsburg 1:5
Hamburg Freezers – Herning Blue Fox 5:0

Auch die Freezers-Vorbereitung weist gemischte Resultate auf. Immerhin, im letzten Vorbereitungsspiel gegen Herning wussten sie zu überzeugen.

Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine 5:0
Iserlohn Roosters – SC Bietigheim-Bissingen 2:3 n.P.
Iserlohn Roosters – Grizzly Adams Wolfsburg 0:1
Iserlohn Roosters – Fredrikshavn White Hawks 6:2
Iserlohn Roosters – Fischtown Pinguins 5:2
Iserlohn Roosters – SC Bietigheim-Bissingen 5:0
Iserlohn Roosters – Grizzly Adams Wolfsburg 2:3 n.V.
Angesichts der Gegner und Resultate könnte man fast behaupten, dass die Fortschrittenei den Roosters  in der Vorbereitung erkennbar werden …

Eine makellose Bilanz weisen die Red Bulls aus München auf. Sie stellen das Gegenteil, sogesehen, der Eisbären dar. Durchaus kann man von erschreckender Frühform sprechen. Als einzige deutsche Mannschaft wurden die Münchner Gruppensieger ohne einen einzigen Punktverlust. Und im Gegenteil zu den Adlern, dem anderen Gruppensieger darf man den Bayern wohl eine etwas größere Torgefährlichkeit unterstellen.

Red Bull München – Genève-Servette HC 4:1
Red Bull München – EHC Liwest Black Wings Linz 5:2
Red Bull München – HC Kosice 4:2
Red Bull München – KAC Klagenfurt 4:1
Red Bull München – HC Kosice 1:0
Red Bull München – KAC Klagenfurt 6:1

Ganz ordentlich verlief die Vorbereitung für die Tigers, die lediglich zwei Niederlagen kassierten, zum Auftakt eine deutliche Klatsche gegen Augsburg, zwischendurch eine Niederlage gegen Kralove, eine Mannschaft, die man kurz zuvor noch hatte schlagen können. Gut, die Gegner am Ende hatten vielleicht nicht das allerhöchste Profil.

Straubing Tigers – Augsburger Panther 1:5
Straubing Tigers – Nürnberg Ice Tigers 3:2 n.P.
Straubing Tigers – Starbulls Rosenheim 3:2
Straubing Tigers – Sapa Fehérvár AV19 4:0
Straubing Tigers – Hradec Kralove 3:2 n.P.
Straubing Tigers – Hradec Kralove 1:4
Straubing Tigers – HC Innsbruck 5:2
Straubing Tigers – HC Innsbruck 3:2

Recht üppig fiel die Vorbereitung beim ERC Ingolstadt aus, bei den Panthern kommt man vor Einstieg in die Championsleague schon mal locker auf vier Vorbereitungsspiele, am Ende waren es acht, mehr hat kein anderes DEL-Teams bestritten.

ERC Ingolstadt – Orli Znojmo 2:3 n.V.
ERC Ingolstadt – Sparta Prag 4:3
ERC Ingolstadt – Kloten Flyers 0:2
ERC Ingolstadt – ESV Kaufbeuren 6:4
ERC Ingolstadt – Braehead Clan 5:2
ERC Ingolstadt – Växjö Lakers 2:4
ERC Ingolstadt – Växjö Lakers 5:3
ERC Ingolstadt – Braehead Clan 4:6

Bereits vor dem letzten CHL-Spiel war klar, dass die nächste Runde erreicht war, sodass man das Ergebnis im letzten Spiel gegen Braehead auch nicht überbewerten muss.

Und der Meister? Also, was ich im Rahmen der Championsleague von den Adlern gesehen habe, abgesehen davon, dass sie am Ende Gruppensieger waren: Der amtierende Meister scheint mir ein echtes Abschlussproblem zu haben, ansonsten sieht das gar nicht schlecht aus. Über die Resultate kann man ja an sich nicht meckern, aber an der Abschlussschwäche müsste dringend gearbeitet werden. Da ist der Hauptkonkurrent aus München, sag ich jetzt einfach mal so, schon deutlich weiter.

Adler Mannheim – Kloten Flyers 2:3
Adler Mannheim – Sparta Prag 3:2 n.P.
Adler Mannheim – Neman Grodno 0:2
Adler Mannheim – Vitkovice Ostrava 1:2
Adler Mannheim – Naman Grodno 2:1
Adler Mannheim – Löwen Frankfurt (das waren noch Zeiten, hach) 7:0
Adler Mannheim – Vitkovice Ostrava 2:1 n.P.

Die Wild Wings waren in der Vorbereitung ziemlich regionial unterwegs, es sind jetzt nicht die ganz großen Namen, gegen die man in der Vorsaisonzeit antrat.

Schwenninger Wild Wings -HC Lugano 5:6
Schwenninger Wild Wings – Kloten Flyers 3:4 n.P.
Schwenninger Wild Wings – EHC Olten 5:2
Schwenninger Wild Wings – EHC Biel-Bienne 2:0
Schwenninger Wild Wings – EHC Freiburg 5:1
Schwenninger Wild Wings – Rapperswil-Jona Lakers 5:3

Und schließlich haben wir noch die DEG. Auch die hat in der Championshockeyleague die nächste Runde erreicht, mit Ergebnissen, die sich durchaus sehen lassen konnten. Viel zum Gruppensieg hat wirklich nicht gefehlt.

Düsseldorfer EG – EHC Olten 5:4
Düsseldorfer EG – SC Langnau 3:2
Düsseldorfer EG – EHC Biel-Bienne 2:4
Düsseldorfer EG – EHC Biel-Bienne 3:4
Düsseldorfer EG – Black Wings Linz 6:3
Düsseldorfer EG – TPS Turku 4:5
Düsseldorfer EG – TPS Turku 2:1 n.P.
Düsseldorfer EG – Black Wings Linz 3:5

Ich will die Testspielergebnisse nicht überbewerten, aber kann auch nicht ausschließlich, dass sie eine klitzekleine Rolle bei meiner Abschlusstabelle gespielt haben.

Nürnberg Ice Tigers – Zagreb 5:4 n.P.
Nürnberg Ice Tigers – Straubing Tigers 2:3 n.P.
Nürnberg Ice Tigers – Grizzly Adams Wolfsburg 6:3
Nürnberg Ice Tigers – Bietigheim Steelers 4:3 n.P.
Nürnberg Ice Tigers – Graz 99ers 5:3
Nürnberg Ice Tigers – Black Wings Linz 4:3 n.P.
Nürnberg Ice Tigers – Löwen Frankfurt 5:3

Die Ice Tigers spielten eine ordentliche Vorbereitung, mit zwei Duellen gegen direkte Ligakonferenz. Es deutet sich eine unheilvolle Tendenz zu Penaltyschießen an.

1. Mannheim 1-3
2. München 1-3
3. Köln 1-4
4. Hamburg 2-5
5. Ingolstadt 3-5
6. Nürnberg 4-6
7. Berlin 5-9
8. Düsseldorf 4-9
9. Iserlohn 4-8
10. Wolfsburg 5-9
11. Augsburg 5-11
12. Krefeld 7-12
13. Straubing 7-14
14. Schwenningen 7-14

Es gab in den letzten Jahren IMMER ein großes Team, das am Ende unter dem Strich maßlos enttäuschte. Keine Ahnung, wer das diesmal sein könnte. Aber eine Mannschaft wird es bestimmt wieder erwischen.

Alternativ dazu bietet Heiner folgende Playoff-Teilnehmer auf: München, Hamburg, Ingolstadt, Mannheim, Nürnberg, Augsburg, Straubing und Iserlohn. Den Topscorer stellt laut Heiner der AEV, Meister werden die Adler. Mit den West-Teams kann er bis auf Ausnahmen nicht so viel anfangen.

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