Ene, mene, meck – Viertelfinale Spieltag 4 – Vorschau

Der Playoffluftschnupperkurs für die Münchner, er könnte wieder früh zu Ende gehen. Immerhin wären sie dann länger dabei gewesen als noch letzte Saison. Alle weiteren Gastmannschaften kämpfen um ein weiteres Heimspiel – und die Aussichten stehen nicht schlecht.

Hier gehts zum Liveticker

Statistik vorweg: Achtzehn Mal in der DEL-Geschichte stand der nach der Hauptrunde Siebtplatzierte in einem Viertelfinale. Wie die Mannschaften jeweils dahingekommen waren, soll im Augenblick mal nicht interessieren – die Wege waren aufgrund unterschiedlicher Modi nicht immer die geradesten.

Genau fünf Teams davon überstanden das Viertelfinale. Landshut (96/97), Hannover (00/01), Ingolstadt (03/04), 2005/06 war es wieder Hannover. Und in der Saison 09/10 erneut Ingolstadt. Es gab sogar schon mal einen Sweep, als die Scorpions 00/01 die Haie aus den Playoffs waren. Aber das das war damals noch eine Best-of-Five. In einer Best-of-Seven wurde der Tabellenzweite der Hauptrunde noch nie gesweept. Die Roten Bullen könnten also Historisches schaffen.

Noch mehr Statistik? 18 Viertelfinal-Serien starteten mit Sieg, Niederlage, Sieg – jetzt aus der Perspektive der Mannschaften gesehen, die das erste Spiel gewannen. In 16 Fällen gewann die Mannschaft die Serie, die auch Spiel 1 und 3 gewann. In den zwei Fällen, in denen das nicht geschah, gingen die Serien über die volle Distanz.

Grizzly Adams Wolfsburg – Red Bull München

Glaubt noch einer an die Bayern? Oder hat sie der zweite Shutout endgültig eingeschüchtert. Ganz ehrlich: Irgendwie sind sie den Nachweis der Playofftauglichkeit bisher noch schuldig geblieben. In der Vorschau auf den dritten Spieltag habe ich noch versucht, Entschuldigungen zu finden, aber die gehen mir langsam aus. Sicherlich, sie haben Ausfälle, aber die hat beispielsweise Hamburg auch. Und die Freezers sind NICHT in der Lage, ihre Ausfälle durch einen sonderlich tiefen Kader auszugleichen. Doch Hamburg ist da, als Team, wenn es gefordert ist (auch wenn ich insgeheim davon ausgehe, nicht mehr sonderlich lange). Die Münchner haben sich zwar von Spiel zu Spiel steigern können. Wenn du ein leeres Glas Wasser unter einen tropfenden Wasserhahn stellst, läuft das auch irgendwann über. Aber ob das dann noch reicht, dich vor dem Verdursten zu retten? Die Grizzlies scheinen einfach zu clever. Abgezockt, mit der nötigen Härte, vielleicht zu viel, wenn es keiner sieht, aber auch das ist Cleverness. An das große Wunder von München glaube ich nicht. München, du machst mich traurig. Geleitet wird das Spiel von Stephan Bauer und Gordon Schukies.

Düsseldorfer EG – Hamburg Freezers

Von Rechts wegen hätte die DEG schon das Spiel am Sonntag in Hamburg gewinnen müssen. MÜSSEN. Hamburg war sowieso nur mit drei Reihen angetreten, verlor im Verlaufe der Partie zwei weitere Spieler durch Spieldauerstrafen – ganz ehrlich, was sind die Odds? Ich kann mir zwar immer noch nicht richtig vorstellen, dass die Freezers das Viertelfinale überstehen, aber ich ziehe meinen Hut. Wenn sie hinterher rausfliegen, dann auf jeden Fall mit Würde. Ich denke immer noch: Wenn es in Spiel 7 geht, no way. Aber ich kann mir auch immer besser vorstellen, dass es tatsächlich in Spiel 7 geht. Für die zweite Partie in Düsseldorf erwarte ich ein starkes Zurückkommen der DEG – eine gewisse Rolle dürfte dabei auch spielen, welche Sperren gegen Nico Krämmer und Mathieu Roy ausgesprochen werden. Es gewann übrigens immer die Mannschaft, die das erste Powerplaytor schoss. Spielleiter sind Lars Brüggemann und Willi Schimm.

 

Nürnberg Ice Tigers – Adler Mannheim

Die nackten Zahlen: Torschüsse der Adler in Spiel 1: 36, Tore 2, Spiel 2: 43 und 2, Spiel 3: 38 und 6. Irgendwann scheint da was passiert zu sein. Die Effizienz der Kurpfälzer hat sich auf einen Schlag verdoppelt. Gut, man kann sagen, auch das dritte Spiel ist nur EIN Spiel. Auch diese Serie steht nur 2:1 für Mannheim. Aber aus Nürnberger Sicht sind das dennoch keine guten Neuigkeiten. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das dritte Spiel den Adlern einen großen Schub versetzt hat, aber auch der zweite Besuch in Nürnberg dürfte kaum zu einem Spaziergang werden. Außenseiter bleiben die Ice Tigers trotzdem. Die Schiedsbeamten sind Marcus Brill und Marian Rohatsch.


Iserlohn Roosters – ERC Ingolstadt

Ein starker Auftritt der Roosters war das am Sonntag in Ingolstadt, keine Frage. Über weite Strecken hatte Iserlohn die Panther gut in Griff. Bis kurz nach Beginn im Schlussabschnitt sahen die Roosters wie die sicheren Sieger aus, soweit man das bei einer 1:0-Führung im Eishockey überhaupt sagen kann. Aber sie konnten den Vorsprung nicht über die Zeit bringen. Nun kehrt die Serie wieder zurück ins Sauerland, wo man mit dem Bier so spendabel ist. Wo aufmerksames Publikum stets besorgt ist, dass die Gästespieler verdursten können – das wird’s sein. Dürfte ein Spiel in entspannter Atmosphäre werden. Und die Roosters gleichen die Serie aller Voraussicht nach wieder aus. Wie man das von dieser Serie erwartet hätte. Spielleiter sind Roland Aumüller und Daniel Piechaczek.


Tipps (H):

Nürnberg – Mannheim 5:2
Wolfsburg – München 5:6 n.V. (muss durch die rosarote Brille sein)
Iserlohn – Ingolstadt 1:3
Düsseldorf – Hamburg 5:4

Und weil es bis Dienstag noch ewig hin ist, noch ein kleines Rätsel. Ordne die folgenden Aussagen JE einer Serie zu (Mit anderen Worten: Jede Aussage steht für eine der vier Serien.)

1. Besser, aber weniger, aber weniger ist mehr

2. Prost

3. Mit anderem regionalem Hintergrund hätte Theodor Storm stattdessen ein Lied geschrieben

4. Alles aussteigen und die Türen schließen!

Ist vielleicht nicht ganz einfach, vielleicht hilft das Ausschlussverfahren? Tipps gibts keine über die von Heiner hinaus 🙂

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18 Gedanken zu “Ene, mene, meck – Viertelfinale Spieltag 4 – Vorschau

    1. Also, die meisten Antworten waren richtig. Nur der Weg zum Adler-Spiel blieb unklar. Theodor Storm – Assoziation? Klar: Schimmelreiter. Und wer reitet sonst noch? Der Jäger aus …. Genau

  1. Die Adler habe echt keine Lust auf Powerplay. Kommt mir so vor als ob Mannheim immer dann Strafen zieht, sobald einer bei Nürnberg sitzt 😀

  2. 1. Mannheim – Nürnberg: Mannheim benötigt neuerdings je geschossenem Tor weniger vergebene Torchancen.
    2. Ingolstadt – Iserlohn: Auf der Ingolstädter Spielerbank roch es am Freitag laut Reporter von ServusTV wie in einer Kneipe
    3. Hamburg – Düsseldorf: Hamburgs Erfolge trotz der stark dezimierten Reihen sind gespenstisch.
    4. München – Wolfsburg: Endstation Spiel vier?

    Heiner sieht das mit der Münchner Endstation anders…, und das Ergebnis Adler : NIT kann er vergessen!

      1. Ernsthafte Anwort ist btw.

        1. Hamburg-DEG (HH 2:1 vorne, aber weniger, aber (noch) schießen weniger mehr Tore

        2. IEC-ERC (Bier-Strafbank-Prost)

        3- Adler-IceTigers, mittels Ausschlussverfahren weil

        4. Wolfsburg-München ist. München steigt heute aus dem PO-Zug aus (hab aber Sieg RedBull getippt!)

  3. Aussage 1 ist Wolfsburg. Weniger Zuschauer, aber einfach besser.
    Aussage 2 ist Wolfsburg. Die Dosen spielen nämlich Wie Flasche leer.
    Aussage 4 ist Wolfsburg. Denn München wird gesweept.
    Nach dem Ausschlussverfahren bleibt somit für Spiel drei nur noch Wolfsburg übrig

    1. 1. HH – DEG (Verletzensituation HH)
      2. IS – IN (wg Bierbecherwürfen)
      3. MAN – Sabos (KA warum ?;))
      4. MUC – WOB (Sweep)

      1. Das würde ich jetzt mal so unterschreiben, obwohl mir der Theodor Storm mit seinem kleinen Häwelmann noch nicht so richtig ins Bild passen will.

        Vielleicht wollten dies TS Icetigers diese Saison auch „mehr, mehr“ und am Ende ging viel zu früh das Licht aus?

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