DEL – KEV vs. KEC + Rest 48. Spieltag – Vorschau

Genau 37 Spiele stehen in der Hauptrunde noch aus, sieben davon finden an diesem Dienstag statt, der also einen kompletten Spieltag bietet. Auf dem Speiseplan stehen unter anderem drei Derbys, von denen das in Krefeld für die Ausstattung der Playoffs mit Mannschaften das mit Abstand wichtigste ist.

Hier gehts zum Liveticker.

Krefeld – Köln

Wenn eine Partie des 48. Spieltages von entscheidender Bedeutung für das Wohl und Wehe bezüglich der Playoffteilnahme wird, kann man davon ausgehen, dass die Saison für die beteiligten nur semiperfekt verlaufen ist. Insbesondere, wenn ein Vizemeister an dieser Partie beteiligt ist. Seit einigen Spieltagen reduziert sich das Duell um Platz 10 auf die Teams aus Krefeld und Köln, überleben kann das – rechnerisch ist natürlich noch mehr drin, aber rein praktisch? – nur eine der beiden Mannschaften.

Punktgleich stehen die Pinguine und die Haie vor der Begegnung da, der KEV hat noch ein Nachholspiel, gegen Schwenningen – da sollte ein Dreier drin sein, das Torverhältnis ist fast identisch. Das heißt auch, die Haie stehen eindeutig mehr unter Druck. Eine Niederlage der Kölner wäre noch nicht das Ende, aber nahe dran. Schauen wir uns die aktuelle Formkurve an: Krefeld hat aus den letzten zehn Spielen 43 Prozent der Punkte geholt, die Haie 30. Schlechter läuft es nur für die Wild Wings. Die Pinguine haben vier der letzten sechs Heimspiele gewonnen, zweimal gegen Hamburg, gegen Berlin und Köln. Auswärts holten die Haie nur einen Sieg aus den letzten sieben Spielen. Die bisherigen Ergebnisse: Spiel 1 gewann der KEV 1:0 in Köln, das zweite Spiel in Köln endete mit einer 2:4-Niederlage. Im ersten Heimspiel gelang dem KEV erneut ein Shutout beim 3:0. Geleitet wird die Begegnung von Marian Rohatsch (32,25 Strafminuten pro Spiel) und Markus Schütz (25,74).

(Rot Auswärtsteam)

9 10.10.2014 Krefeld Pinguine Kölner Haie 1 0
25 25.11.2014 Krefeld Pinguine Kölner Haie 2 4
36 06.01.2015 Krefeld Pinguine Kölner Haie 3 0
48 17.02.2015 Krefeld Pinguine Kölner Haie

krefelkoeln

Düsseldorf – Iserlohn

Das Team der Stunde ist die DEG: Jede Menge Punkte, aber kaum noch Personal. Das muss man erst einmal so hinbekommen. Im Augenblick ist keine Mannschaft erfolgreich als Düsseldorf, mit sechs Siegen in Folge haben sich die Rheinländer inzwischen zu einem sehr aussichtsreichen Kandidat für die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale entwickelt. Dort könnte man dann durchaus auf das Team treffen, dem man auch an diesem Dienstag gegenübersteht. Von den letzten sieben Heimspielen hat die DEG sechs gewonnen. Auf der Gegenseite steht mit den Roosters ein Team, dem man gerade erst am Sonntag Platz 5 abspenstig machen konnte, beide Teams sind noch im Rennen um Platz 4, umso mehr angesichts der Personalknappheit bei Hamburg.

Die Roosters haben die letzten beiden Spiele verloren (München, Straubing), aber die rheinischen Nachbarn, die liegen den Sauerländern eh besser. Beispiel gefällig: 9:1 gegen Krefeld, 8:1 gegen die DEG beim letzten Heimspiel und 7:1 gegen die Haie! Bei Spielen gegen die Nachbarschaft haben die Roosters also sozusagen Schaum vor dem Mund – allerdings: alle drei Kantersieg aus den letzten drei Wochen konnten die Roosters zuhause austragen. Bisherige Ergebnisse: die beiden Heimspiele gegen Düsseldorf gewann Iserlohn 8:0 und 8:1, in Düsseldorf gab es eine 3:5-Niederlage. Stephan Bauer (30,79) und Gordon Schukies (25,96) sind die Spielleiter.

6 28.09.2013 Düsseldorfer EG Iserlohn Roosters 0 8
24 07.12.2014 Düsseldorfer EG Iserlohn Roosters 5 3
39 16.01.2015 Düsseldorfer EG Iserlohn Roosters 1 8
48 17.02.2015 Düsseldorfer EG Iserlohn Roosters

duessiserlo

Hamburg – Straubing

Von den Teams im Tabellenkeller hinterlassen die Tigers in den letzten Wochen mit Abstand den besten Eindruck. Auch wenn es für die Niederbayern um nichts mehr geht, für die Gegner steht noch einiges auf dem Spiel, das scheint Ansporn genug zu sein. Es ist in der Tat höchst erstaunlich, wie eine Mannschaft, für die es um nichts mehr geht, Woche für Woche kämpferisch eine so starke Leistung abrufen kann. Ein kleines Manko hat der Schlussspurt: Zuhause sind sie zwar fast wieder unschlagbar, aber wenn sie reisen müssen, haben die Tigers Probleme. Von den letzten neun Auswärtsspielen haben sie acht verloren. Die Freezers kassierten zuletzt Niederlagen gegen den KEV und Düsseldorf, leiden zur Zeit vor allem unter großer Personalnot – durch Sperren und Verletzungen. Im Hinblick auf die letzten Spiele könnte das noch von ausschlaggebender Bedeutung werden. Zwischenzeitlich im Kampf um einen Platz unter den ersten Drei, müssen sie inzwischen wieder darum kämpfen, das Heimrecht für die Viertelfinalserie zu halten. Der Vorsprung auf Platz 7 ist noch komfortable sieben Zähler. Bilanz bisher: Spiel 1 in Straubing gewannen die Freezers 5:2, es folgten eine 4:5-Heimniederlage und ein 3:6 in Straubing. Alfred Hascher (29,55) und Markus Krawinkel (31,04) leiten die Begegnung.

10 12.10.2014 Hamburg Freezers Straubing Tigers 5 2
21 28.11.2014 Hamburg Freezers Straubing Tigers 4 5
36 06.01.2015 Hamburg Freezers Straubing Tigers 3 6
48 17.02.2015 Hamburg Freezers Straubing Tigers

hambstraub

Schwenningen – Ingolstadt

Wenn die Mannschaft mit der zweitschwächsten Abwehr und dem schwächsten Angriff das Team empfängt, dass neben Iserlohn die meisten Treffer erzielt hat, hört sich das nach einer eindeutigen Angelegenheit an. Um die Weihnachtstage hatten die Wild Wings noch stolze 12 Zähler Vorsprung auf Straubing, inzwischen beträgt der Rückstand auf besagte Tigers 10 Zähler. Die Rote Laterne zum Ende der Hauptrunde wird den Schwenninger niemand mehr streitig machen können. Sieben Spiele in Folge haben die Wild Wings verloren, heute könnten sie ihren eigenen „Rekord“ aus dem Oktober/November einstellen, als sie acht Spiele in Folge sieglos blieben. Keine Mannschaft hat zuhause mehr Gegentreffer kassiert als die schwächste Heimmannschaft der DEL. Mit Ingolstadt empfängt man eine Mannschaft, die noch um Platz 2 mitspielt, den könnte man sich heute holen, wenn München Punkte lässt – und ganz nebenbei noch etwas für das Torverhältnis tun. Drei der letzten vier Auswärtsspiele hat der ERC gewonnen. Die bisherigen Ergebnisse: Ingolstadt gewann beide Spiele zuhause: 4:2 und 5:2, und das erste Spiel in Schwenningen: 5:1. Spielleiter sind Lars Brüggemann (21,10) und Marc Iwert (24,25).

13 24.10.2014 Schwenninger WW ERC Ingolstadt 4 7
24 07.12.2014 Schwenninger WW ERC Ingolstadt 0 3
39 16.01.2015 Schwenninger WW ERC Ingolstadt 1 3
48 17.02.2015 Schwenninger WW ERC Ingolstadt

schweniingol

München – Nürnberg

Drei Teams dominieren die DEL in den letzten Wochen: Neben Düsseldorf sind das Ingolstadt und Nürnberg. Es harrt also keine einfache Aufgabe der Münchner, wenn sie heute im Fernduell mit Ingolstadt Platz 2 verteidigen wollen. Trotz der immer wieder angesprochenen Verletzungsmisere haben es die Bayern in den letzten Wochen irgendwie geschafft, sich hinter Mannheim festzubeißen, dabei profitieren sie vor allem von ihrer Heimstärke, acht der letzten neun Spiele hat München zuhause gewonnen, die Serie endete am Sonntag mit der Niederlage gegen Mannheim. Für die Franken endete am Sonntag eine Serie von fünf Siegen mit der Niederlage nach Penaltyschießen in Berlin. Die bisherigen Ergebnisse: Spiel 1 in Nürnberg: 2:3 nach Penaltyschießen, Spiel 2 in München 4:1 für den EHC, Spiel 3 in Nürnberg 5:4 nach Penaltyschießen. Bastian Haupt (30,96) und Willi Schimm (33,87) leiten das Spiel. Da hat man besser ein gutes Powerplay.

11 17.10.2014 EHC München Thomas Sabo Ice Tigers 3 2 np
23 05.12.2014 EHC München Thomas Sabo Ice Tigers 4 1
38 11.01.2015 EHC München Thomas Sabo Ice Tigers 4 5 np
48 17.02.2015 EHC München Thomas Sabo Ice Tigers

muenchennürn

Wolfsburg – Augsburg

Drei der letzten fünf Heimspiele haben die Grizzlies gewonnen. Dennoch sind sie wie auch die Eisbären immer noch im Rennen um Platz, zumal sich Düsseldorf und Iserlohn gegenseitig heute Punkte abjagen müssen. Mit dem AEV hat man eines der schwächsten Auswärtsteams der DEL zu Gast (drittletzter), allerdings belegen die Grizzlies denselben Rang in der Heimtabelle. Der AEV mag in dieser Saisonphase ein dankbarer Gegner sein, für die Panther geht es um nichts mehr, die haben sich am Sonntag gegen Schwenningen durchgesetzt, ein Sieg mit gewissem Prestige angesichts der Tabellensituation, aber eigentlich zählt beim AEV nur noch der letzte Spieltag in Straubing, wenn es eventuell in einer direkten Entscheidung um Platz 12 gehen könnte. Auswärts hat Augsburg 17 (!) Spiele in Folge verloren. SIEBZEHN. Die bisherigen Ergebnisse: In Augsburg endeten die Spiele 5:4 n.V. und 2:3, in Wolfsburg gewannen die Grizzlies 5:4 nach Verlängerung. Eric Daniels (32,67) und Sven Fischer (27,13) leiten das Spiel.

13 24.10.2014 GA Wolfsburg Augsburger Panther 4 5 nv
24 07.12.2014 GA Wolfsburg Augsburger Panther 5 4 nv
36 06.01.2015 GA Wolfsburg Augsburger Panther 3 2
48 17.02.2015 GA Wolfsburg Augsburger Panther

wolfsburaugs

Mannheim – Berlin

Die Adler sind das einzige Team, das zuhause weniger Zähler geholt hat als in der Fremde. Ein Anlass für Optimismus bei den Eisbären? Nur bedingt, denn mit einem Sieg könnte sich Mannheim auch wieder an die Spitze der Heimtabelle setzen, auch wenn der sehr deutlich ausfallen müsste. Zwar zeigte Mannheim zuletzt schwankende Leistungen, aber das letzte Wochenende mit Siegen gegen die beiden ärgsten Verfolger München und Ingolstadt war dahingehend ein echtes Statement. Zweimal wussten die Adler zu überzeugen, mit optimaler Punktzahl gingen sie aus diesen Duellen. Drei der letzten sechs Heimspiele hat Mannheim verloren. Die Berliner treten mit einem 5-Punkte-Wochenende im Rücken bei den Kurpfälzern an. Auswärts haben die Eisbären drei Spiele in Folge verloren. Die ersten drei Spiele gingen an die Adler: die in Berlin 2:0 und 4:2 gewannen, sich im ersten Heimspiel 6:4 durchsetzten. Roland Aumüller und Stefan Vogl leiten die Partie.

6 28.09.2013 Adler Mannheim Eisbären Berlin 4 2
24 07.12.2014 Adler Mannheim Eisbären Berlin 2 0
38 11.01.2015 Adler Mannheim Eisbären Berlin 6 4
48 17.02.2015 Adler Mannheim Eisbären Berlin

mannberl

 

Percentagetabelle der letzten 10 Spiele

1 (+1) Düsseldorf 76,67
2 (+1) Ingolstadt 73,33
3 (-2) Nürnberg 73,33
4 (+3) Mannheim 60,00
5 Straubing 60,00
6 Iserlohn 53,33
7 (-2) München 46,67
8 (+2) Hamburg 46,67
9 (+2) Berlin 46,67
10 (-1) Krefeld 43,33
11 (-3) Wolfsburg 40,00
12 (+1) Augsburg 33,33
13 (-1) Köln 30,00
14 Schwenningen 13,33

 

Tipps (H)

Wolfsburg – Augsburg 0:4
Schwenningen – Ingolstadt 2:4
Hamburg – Straubing 1:3
Düsseldorf – Iserlohn 2:4
München – Nürnberg 0:1
Mannheim – Berlin 0:1
Krefeld – Köln 2:0

Diese Tipps sind ausgewürfelt, das muss ich zur Entschuldigung sagen. Ein paar Ergebnisse scheinen mir nämlich extrem unwahrscheinlich. Ich sehe zum Beispiel nicht, wo der AEV die Motivation herbeziehen soll, in Wolfsburg groß aufzutrumpfen. Die Partie scheint mir genau wie die in Schwenningen auf einen Durchmarsch angelegt. Da halte ich einen Sieg der Tigers in Hamburg für wesentlich wahrscheinlicher – den Freezers fehlen einfach die Leute, der Punkte in Krefeld war für mich persönlich da echt schon eine Überraschung. Und bei den Tigers weiß man eben echt nicht, wieso, außer dass ich die Sportlichkeit des Schlussspurts nicht genug betonen kann. Tendenz aber trotzdem: Sieg Freezers. Einen Berliner Sieg in Mannheim dagegen halte ich für nicht ausgeschlossen. Die Adler haben es am letzten Wochenende mal kurz wieder allen gezeigt, kann man dann ruhig im Anschluss wieder schlendrianen. Ganz heiße Eisen sind die Spiele in München, ist halt ein Prestigeduell – die Ice Tigers sind vielleicht ein bisschen heißer, und Düsseldorf. Der DEG ist doch alles zuzutrauen (Iserlohn aber auch). Und die Haie? Denen geht`s wie mir, es fehlt irgendwie der Glaube an sich selbser (bzw. meiner an die Haie – da bricht auch irgendwie der Frust mit meinen Haie-Tipps durch – die müssten jetzt schon Meister werden, um am Ende nicht in der Enttäuschungsliste auf Platz 1 zu landen), was große Auswirkungen auf die Qualität hat. Macht der KEV zwei schnelle Tore, bricht die Sintflut über die Kölner herein. Machen die Haie zwei frühe Tore, kommt die Sintflut halt ein bisschen später? Keine Ahnung wie das ausgeht, wird aber viele Strafen geben …

 

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10 Gedanken zu “DEL – KEV vs. KEC + Rest 48. Spieltag – Vorschau

  1. Der „Selbstläufer“ in Schwenningen hat bestimmt auch was mit der Tabellensituation zu tun, doch heute liegt es sicher wieder daran, dass Dimitri Pätzold seine Paraden gegen den ERC wie gewohnt (aber trotzdem unerklärlich) nicht zeigen wird.

    Düsseldorf wünsche ich, dass ihnen nicht die Kraft ausgeht. Im Gegenzug habe ich ein bisschen Bammel vor dem letzten Heimspieltag gegen die Freezers. So wie die zur Zeit unterwegs sind / waren, musst hoffen, alle Spieler gesund vom Eis zu bekommen (auch wenn es schlussendlich nur ein Pferdekuss ist).

    PS: bei Heiners Tipps frage ich mich manchmal, ob er da eher aus dem Bauch heraus oder nur mit dem Kopf entscheidet 😉

  2. Aber ich habe eine Idee, wie Du ihn wieder hinbekommst …! Schick ihn nach Düsseldorf, da kennen sie sich mit Wunderheilung aus…! Da wird über nach aus einem Bruch eine Prellung (das nennt man wohl auch Pferdekuss) und aus einer schweren Gehinerschütterung ein leichtes Schleudertrauma. Die kriegen Heiner wieder hin, ich bin mir sicher …!!! 😉

  3. Und noch was, solltest Du jemals Asyl brauchen, sollte Olaf Dich schlecht behandeln, solltest Du mal jemanden zum Reden brauchen, solltest Du Dich zu eckig fühlen oder es Dir einfach so schlecht gehen dann KOMM NICHT ZU MIR …!!!

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