DEL – 32. Spieltag – Vorschau

Spieltag 32, und auch diesmal treten wieder alle Teams an. Auf dem Plan steht unter anderem das Spitzenspiel: Die Adler laufen in Wolfsburg auf. Indes hofft das versammelte Verfolgerfeld auf einen weiteren Ausrutscher der Kurpfälzer.

 Hier gehts zum Ticker.

„Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund“ sang irgendjemand in einem Schlager, den Namen will ich hier nicht nennen, wäre mir peinlich, zuzugeben ihn zu kennen, aber schon damals wurde das Schicksal der Tabellenführer vorweggenommen. Anfang des Monats standen die München noch ganz oben, jetzt hat es die Adler erwischt, die von den Haien am Freitag etwas ausgebremst wurden.

Aber glaubt überhaupt noch jemand, dass Mannheim vor Ablauf der Hauptrunde noch abgefangen werden kann? Lunatics. Wenigsten das Rennen um Platz 2, das hat durch die wiedererstarkten Freezers an Spannung gewonnen, und mittlerweile muss man ja auch die Eisbären wieder auf der Rechnung haben. Straubing und Schwenningen habe ich inzwischen abgeschrieben – aber nur in der Hinsicht, dass beide es nicht mehr schaffen werden. Aber andererseits noch jede Menge Ärger verbreiten werden. Das durften ja jüngst die Münchner erfahren.

Ich habe kürzlich im Ticker gefragt, wen Ihr für die den besten Goalie haltet. Meine Antwort lautet: An der Spitze sehe ich in der augenblicklichen Form Dennis Endras. Fast gleichauf, wenn auch nicht ganz liegt Tyler Beskorowany, wobei die Rolle Beskorowanys für die DEG in meinen Augen wichtiger ist als die von Endras für die Adler. Starker Dritter ist Mathias Lange. Wenn ich das mit der Torhüterstatistik abgleiche: Da liegt der Düsseldorfer vor dem Iserlohner an der Spitze, erst an dritter Stelle folgt Endras. Bestes Goalieduo ist in meinen Augen das Hamburger.

Jetzt aber zu den anstehenden Spielen:

Köln – München

Auf dem Papier sah das am Freitag nach einer klaren Angelegenheit aus. Und dennoch hatte der EHC gegen den Tabellenletzten gewaltige Mühe, kam aber noch mal mit einem blauen Auge davon. Währenddessen überraschten die Haie mit einem äußerst kämpferischen Auftritt beim Tabellenführer, das sie against all odds gewinnen konnten. Die Münchner warten seit fünf Partien auf einen Dreier, haben vier der letzten fünf Spiele verloren. Anders sieht es bei den Haien aus, vier Siege aus den letzten fünf Partien lassen die Niederlage in Berlin wie einen Ausrutscher erscheinen. Köln hat die letzten vier Heimspiele gewonnen, hat zuhause acht Mal in Folge gepunktet. In den bisherigen zwei Partie gewann jeweils die Heimmannschaft: Köln zuhause mit 2:1 n.V., München mit 4:1. Stephan Bauer und Sven Fischer leiten das Spiel.

kölnminga

Straubing – Nürnberg

Nur haarscharf schrammten die Tigers am Freitag an einer Überraschung vorbei, wenn man den Punktgewinn in München nicht schon als Überraschung bezeichnen will. Am Ende wurde es denn aber doch die siebte Niederlage in Folge für die Niederbayern. Zu Gast ist mit den Ice Tigers eine Mannschaft, die gerade auswärts Riesenprobleme hat. Fünf Spiele in Folge hat man da verloren. Bisher gewann bei dieser Paarung stets die Heimmannschaft, wenn auch nur knapp: Nürnberg mit 2:1, Straubing mi 5:4. Sirko Hunnius und Marian Rohatsch leiten die Partie. Für Sirko Hunnius ist es die zweite DEL-Partie in dieser Saison und überhaupt.

straubingnürnberg

Düsseldorf – Augsburg

Zwei Sieger des Freitags treffen in Düsseldorf aufeinander. Für die DEG war es der dritte Auswärtssieg in Folge, nun steht man wieder unmittelbar vor dem Sprung unter die Top-6. Die letzten beiden Heimspiele hat Düsseldorf gewonnen. Der AEV konnte am Freitag eine Serie von fünf Niederlagen am Stück gegen einen starken ERC beenden und muss nun unbedingt nachlegen, um den Anschluss an Platz 10 nicht zu verpassen. Die ersten beiden Partien fanden in Augsburg statt, die AEV gewann die erste Partie 7:4, die DEG die zweite 4:1. Roland Aumüller und Bastian Haupt übernehmen die Spielleitung.

degaev

Wolfsburg – Mannheim

In Wolfsburg findet das Spitzenspiel des Spieltages statt. Allein schon das Duell zwischen der besten Überzahl und der besten Unterzahl dürfte für einen gewissen Unterhaltungswert sorgen. Für die Adler ging am Freitag eine Serie von sieben Siegen in Folge zu Ende, durch eine Niederlage gegen Köln, von der sie wahrscheinlich immer noch nicht wissen, wie die zustande kam. Gleichzeitig kassierten die Grizzlies eine Pleite beim Team der Stunde. Wolfsburg hat die letzten drei Heimspiele gewonnen. Die Adler waren acht Mal in Folge auswärts siegreich! Die ersten beiden Spiele fanden in Mannheim statt: Spiel 1 gewann Mannheim mit 7:3, im zweiten musste man sich in der Verlängerung 3:4 geschlagen geben. Eric Daniels und Willi Schimm leiten die Partie.
Prognose: Drei Diszis.

wolfsburgmann

Schwenningen – Hamburg

Der Absturz der Wild Wings setzt sich fort. Gegen nicht überragende Franken kassierten sie am Freitag dennoch eine deutliche Klatsche. Diesmal geht es gegen die klar stabileren Freezers, allerdings zuhause. Von den letzten acht Spielen haben die Wild Wings sieben verloren. Den einzigen Sieg gab es gegen die ebenfalls kriselnden Pinguine. Auf der anderen Seite steht mit den Freezers das Team der Stunde, wenn ihnen nicht ausgerechnet die Eisbären diesen Titel streitig machen würden. Hamburg hat sechs Mal in Folge gepunktet, fünf Spiele davon gewonnen, darunter die letzten vier. Bilanz bisher: In Schwenningen gewannen die Freezers 3:2, zuhause 3:1. Christian Oswald und Markus Schütz leiten die Begegnung.

swwhhf

Ingolstadt – Krefeld

Zwei Verlierer des Freitags stehen sich auch in Ingolstadt gegenüber. Für die Pinguine war es bereits die vierte Niederlage in Folge, sollte sich die Serie noch etwas fortsetzen, könnte da demnächst der achte Trainerwechsel der Saison ins Haus stehen. Bisher hat es noch jede Mannschaft getroffen, die sich zu lange in der unteren Tabellenhälfte aufhielt. Danach sieht es beim ERC noch lange nicht aus, auch wenn der drei der letzten vier Spiele verloren hat und den unmittelbaren Anschluss an die Spitze hinter der Spitze etwas verlieren könnte. Bisher gewann stets die Heimmannschaft. Der ERC gewann Spiel 1 mit 6:3, Krefeld setzte sich beim zweiten Aufeinandertreffen mit 6:4 durch. Die Partie leiten Simon Aicher und Florian Zehetleitner.

ingolstadtkrefeld

Iserlohn – Berlin

Die Eisbären befinden sich auf dem besten Wege, einen neuen Saisonrekord aufzustellen: Acht Siege in Folge hat noch keine Mannschaft vor ihnen geschafft, selbst Mannheim und München nicht. Die letzten vier Auswärtsspiele haben die Berliner gewonnen. Im Augenblick trennen die Eisbären vier Punkte von den Roosters, die allerdings auch eine Partie weniger ausgetragen haben. Die Roosters sind das viertbeste Heimteam der DEL. Zuhause haben sie fünf Mal in Folge gewonnen. Die Bilanz bisher: Siege gab es nur für das Auswärtsteam: Iserlohn gewann in Berlin 3:1, die Eisbären in Iserlohn 5:2. Geleitet wird das Spiel von Marcus Brill und Gordon Schukies.

iserlohnberlin

Die Percentage-Tabelle der letzten zehn Spiele

1 Mannheim 76,67
2 Berlin 76,67
3 (+3) Hamburg 70,00
4 (+1) Ingolstadt 63,33
5 Köln 63,33
6 Düsseldorf 60,00
7 (-3) München 56,67
8 Wolfsburg 53,33
9 Iserlohn 50,00
10 (+1) Nürnberg 46,67
11 (+1) Augsburg 33,33
12 (-2) Krefeld 30,00
13 (+1) Straubing 23,33
14 (-1) Schwenningen 20,00

 

Die H-Tipps:

Köln – München 0:1
Düsseldorf – Augsburg 4:1
Schwenningen – Hamburg 5:3
Ingolstadt – Krefeld 0:3
Wolfsburg – Mannheim 4:5
Straubing – Nürnberg 2:3
Iserlohn – Berlin 5:1

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16 Gedanken zu “DEL – 32. Spieltag – Vorschau

  1. Grad gesehen, dass ich ganz clever 2:2 getippt habe im Tiger-Duell. Wie hoch stehen die Chancen, dass die das beim Unentschieden lassen? xD

    GOOOOOOOOOOOLAZO für die Adler

  2. Wow, was geht denn jetzt ab? Hab die Partie eigentlich schon abgehakt. Die Grizzlys liegen uns ja eh eher weniger. Aber jetzt kann man evtl. ja nochmal nen starkes 3. Drittel ablegen und zumindest einen Punkt mitnehmen.

  3. Da schaut man gerade rein und alles ist beim alten, wir liegen mal wieder zurück. Wie eine Endlosschleife;(
    Soll kein Vorwurf sein, aber das Wetterchaos war doch auch schon gestern da oder? Da kann man auch trotz weiterer Anreise doch früher losfahren?

    1. Falls du Hamburg meinst, da ist ein Tunnel gesperrt wegen technischen Problemen und genau dann, als der Bus davor stand, man konnte ihn also nicht mehr umfahren. 😉

  4. Da schein ich ja nix spannendes verpasst zu haben. Hätte ich mal auf die Münchner verletzten gesetzt (Also auf Köln -.-)

    Die Deutschen heute Nacht ja „nur“ 0:4 verloren, hatte da schlimmeres erwartet.

      1. War eigentlich ganz interessant anzuschauen, der Klassenunterschied war deutlich anzusehen, Deutschland fand Offensiv eigentlich kaum statt, Canada klar präsenter. Selbst bei den Powerplaysituationen kam man kaum in die Aufstellung, in den ersten 5 Powerplaysituationen brachte man insgesamt 4 Schüsse auf das Tor. Defensiv aber mit einer sehr starken Leistung, es hat ja auch lange gedauert, bis das erste Tor bei 5 vs. 5 fiel und das war, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ein Individualfehler, als ein deutscher Verteidiger nach einem gewonnenen Bully in der Verteidigungszone ein wenig gedankenverloren zum Puck ging und ein Kanadier ihm diesen wegspielen konnte. Bei solchen und anderen Situationen hat man deutlich bemerkt, dass hier größtenteils Jugendliche ohne sonderliche Erfahrung gegen künftige NHL-Stars spielen. Kommentatoren haben die deutsche Stabilität aber durchweg gelobt, man konnte Canada zwar nicht vom Spielen abhalten, konnte aber verhindern, dass sie sich durchkombinieren. Wenn es dann brenzlig wurde, stand mit Reich ein sehr starker Goalie hinten drin der einige klasse Saves hinlegte. Für mich war auch er der MVP bei Deutschland, auch wenn die Auszeichnung an Bender ging. Dieser und Kahun waren auch die beiden Feldspieler, die bei mir positiv herausgestochen sind aus dem deutschen Team, Bender auch mit einem klasse Pass vom eigenen Tor, sodass ein Deutscher einen Alleingang starten konnte, nur hatte er zu viel Zeit und hat zu viel nachgedacht.
        4:0 ist ein klasse Ergebnis, zumal das Spiel lange bei 2:0 noch offen war, gegen diese Kanadier fährst du sonst auch schon einmal schnell mit einem Stängli zurück.

  5. Da du mich wsl. wieder testest:

    Ja, mir ist aufgefallen, dass sowohl bei krefeld-Ingolstadt als auch bei den SWWW der Dienstag als Vergleich herangezogen wurde, obwohl ja auch am Freitag gespielt wurde ^^ (Ist aber okay, komme durch die Feiertage auch immer durcheinander 😛 )

    Zu den Goalies würde sich eig. ein eigener Bericht eignen (Genau wie zu den UZ/ÜZ–Stats). Aber würde dir in beiden Punkten zustimmen.

    Wobei der Vergleich bei Endras und Besko..etc. wohl ähnlich ist wie beim Fußball: Wer mehr auf den Kasten bekommt kann sich auch öfter auszeichnen

    1. Hmm, bei deiner Aussage zu den Goalies bin ich zwiegespalten. Klar kann man sich bei mehr Schüssen auch öfters auszeichnen. Doch nahezu 90% aller Schüsse werden von (fast) jedem Goalie ungefährdet abgewehrt.

      Die restlichen Schüsse sind vielleicht richtig gefährlich und hier handelt es sich bei Besko… dann vermutlich nur noch um einen oder zwei Schüsse pro Spiel, wo er sich mehr auszeichnen kann – aber nicht zwingend muss. Naja, scheint ein endlos-Thema zu sein.

      ich hoffe, ich könnte mich verständlich ausdrücken 😉

      Schönen Spieltag euch!

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