Spitzenspiele in München und Straubing

Letzter Spieltag vor der Länderspielpause, die Phase der Saison, in der die Kader wieder aufgefüllt werden, erste Trainerentlassungen ausgesprochen werden, kurzum, eine Zeit der Besinnung. Wer kann die letzten Kräfte am besten mobilisieren?

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Mannheim – Krefeld

Die Adler gehören zu den Teams, die am weitesten weg sind von der Punktausbeute zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison. Vor allem liegt das daran, dass sie besonders gegen die schwächeren Teams so viel Mühe haben. Dreimal blieben sie punktlos in dieser Saison, zwei dieser Niederlagen gab es gegen Schwenningen und Iserlohn. Dazu kommen noch zwei Niederlagen mit Punkteteilungen gegen die Haie, da stimmt doch irgendwas nicht! Konstanz? Fehlanzeige.

Jetzt kommt der KEV, vom Papier her eigentlich chancenlos, aber mit dem emotional wichtigen Derbysieg gegen die DEG vom Freitag im Rücken. Nach Köln hat der KEV die wenigsten Tore geschossen. In ähnlicher Ausgangsposition, mit extrem wenigen Toren auf dem Konto, gewannen zuletzt aber auch Köln, Iserlohn und Schwenningen gegen die Kurpfälzer.

Mannheim hat vier der letzten acht Spiele verloren, der KEV sechs der letzten acht. Bei den letzten sechs Gastspielen in Mannheim gingen die Pinguine leer aus. Das erste Spiel in Krefeld gewannen die Adler 4:1.

Köln – Ingolstadt

Werden die Haie jetzt zu Serientätern? Wäre ein Sieg gegen die Adler nicht der perfekte Zeitpunkt, damit zu starten? Und wäre das nicht eine schöne Fortsetzung der letzten Heimauftritte? Sieht man vom Ausrutscher gegen Bremerhaven haben, konnten die Haie in den letzten vier Heimspielen drei Siege einfahren.

Zu Besuch kommen die auswärtsstarken Schanzer. Die starteten mit einem Heimsieg ins Wochenende, ungewöhnlich genug, und hoffen darauf, ihre Auswärtsserie ausbauen zu können. In der Fremde haben sie nämlich die letzten vier Siele gewonnen, lediglich in Düsseldorf ließen sie dabei einen Zähler liegen. Das erste Spiel in Ingolstadt gewann der ERC 3:1.

Straubing – Berlin

Geht es um einen Vergleich der Perfomance zwischen letzter und aktueller Saison, zeigen die Tigers nach München den größten Ausschlag nach oben. Zum selben Zeitpunkt hatten die Niederbayern in der letzten Spielzeit ganze neun Zähler weniger auf dem Konto. (Der Vollständigkeit halber: Berlin hatte einen Punkt weniger.) Die Tigers sind im Augenblick das Team mit dem größten Spaßfaktor. Fünf der letzten sechs Spiele haben sie gewonnen, Zu Hause haben sie fünf Siege in Folge eingefahren, ohne dabei einen einzigen Zähler einzubüßen.

Zu Gast ist mit den Eisbären allerdings ein Gegner, der dem gewachsen sein könnte. Zu Beginn der Saison noch mit Problemen, haben die Eisbären die Leistung inzwischen auf einem guten Niveau stabilisieren können. Sieben der letzten neun Spiele haben sie gewonnen, die Niederlagen gab es gegen die Spitzenteams aus München und Düsseldorf. Genau in die Kategorie gehören natürlich auch die Tigers. Und die gingen, nach einem ihrer wenigen schwächeren Spiele diese Saison, beim ersten Spiel in Berlin deutlich leer aus. Die Eisbären gewannen nämlich 5:2. Andererseits: Für die Eisbären gab es die letzten sechs Besuchen in Straubing nichts zu holen.

Ganz kurios: Es gib bei diesem Duell, so es in Straubing stattfand, erst ein einziges Mal einen Shutout. In den letzten sieben Aufeinandertreffen in Straubing gabs Tore satt, nie weniger als sieben, im Schnitt NEUN!

Düsseldorf – Schwenningen

Sind wir mal großzügig und rechnen alle Derbys raus, hat die DEG zwölf Spiele in Folge gepunktet, elf davon gewonnen. Gehts gegen die Nachbarn, zeigt sich die DEG also spendabel. Aber eben auch nur dann. Und damit steht die Partie schon mal unter einem schlechten Vorzeichen für die Wild Wings. Übrigens: Nu im ersten Heimspiel der Saison konnte die DEG nicht punkten.

Und die Wild Wings? Einen Auswärtsdreier haben die bisher geholt, gegen Iserlohn halt, aber gegen die Roosters gewinnen sie ja immer. Ansonsten war man bei Auswärtsspielen reiner Lieferservice. Vier Pleiten in der Fremde am Stück gab es zuletzt. Hoffnungsschimmer am Horizont: Im ersten Spiel tat sich die DEG enorm schwer gegen die Schwäne und konnte den Sieg erst im Penaltyschießen sichern. Außerdem, und das ist in der Tat eine kuriose Statistik: Die Wild Wings haben vier ihrer letzten fünf Spiele in Düsseldorf gewonnen. Für die DEG sind sie ein richtiger Angstgast!

München – Bremerhaven

Wanderer, kommst du nach München, lass alle Hoffnung fahren (jedenfalls, wenn es um Eishockey geht). Ganz perfekt ist die Saison für den EHC natürlich nicht, dann hätte er nämlich in Straubing gewonnen. Aber das war auswärts. Dahoam ist dahoam. Und da hat der Vizemeister auch nach sieben Spielen noch eine weiße Weste. Obschon es gerade in den letzten beiden Partien, 2:1 gegen den KEV, 3:1 gegen die Haie, leichte Anzeichen von Sterblichkeit gab. Und im Vergleich zu diesen Gegnern ist Fischtown, zumindest zurzeit, als stärker einzuschätzen.

Zumal an die guten Erfahrungen von Fischtown an der Isar erinnert sei: Die Nordlichter gewann letzte Saison alle vier Spiele gegen München und holten bei bisher sechs Besuchen bei den Bayern vier Siege! In der Don-Jackson-Ära hat sich keine Mannschaft besser in München geschlagen als die Truppe von Thomas Popiesch. Fischtown hat seine letzten beiden Auswärtsspiele gewonnen, zurzeit lässt man die Punkte eher in den Heimpartien liegen wie am Freitag beim 2:4 gegen Straubing. Knapp wars beim ersten Aufeinandertreffen in Bremerhaven, als München 2:1 gewann.

Augsburg – Wolfsburg

Wer steht am Ende  über dem Strich, lautet die spannende Frage vor dieser Partie des Elften gegen den Zehnten. Im Augenblick haben die Grizzlys noch die Nase vorn aufgrund des besseren Torverhältnisses. Und welchen Faktor spielt die anhaltende Heimschwäche des AEV? Keine Mannschaft hat im eigenen Stadion weniger Punkte als die Panther geholt! Allerdings muss man auch festhalten, dass der AEV von seinen letzten drei Heimspielen zwei gewonnen hat. Vielleicht steht hier ja eine Trendwende ins Haus?

Die Grizzlys haben drei ihrer letzten drei ihrer letzten fünf Spiele gewonnen, darunter beide Auswärtspartien. Der letzte Sieg der Niedersachsen in Augsburg liegt vier Jahre zurück. Bei den letzten sieben Besuchen bei den Panthern gingen sie leer aus. Die erste Partie in Wolfsburg gewann der AEV 3:2.

Iserlohn – Nürnberg

Mit zwei kuriosen Resultaten ließen die Roosters zuletzt aufhorchen. Sie gewannen 7:5 in Mannheim, aber verloren 1:4 in Schwenningen. Das passt ja irgendwie so gar nicht zusammen. Ist aber die Realität. Und die sieht bei den Sauerländern zurzeit ziemlich düster aus. Sechs Niederlagen gab es aus den letzten sieben Partie. Der Sieg gegen die Adler war offensichtlich nur ein Ausreißer.

Und die Ice Tigers? Entfalten die vielen Ausfälle doch langsam ihre Wirkung? Drei Niederlagen aus den letzten vier Spiele könnten das vermuten lassen. Aber da waren zwei Spiele gegen formstarke Berliner drunter, das sollte schon miteinkalkuliert werden. Eng gings beim ersten Aufeinandertreffen zu, als die Franken zu Hause erst in der Verlängerung zum 2:1-Sieg kamen.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Heiner

Mannheim – Krefeld 4:1
Köln – Ingolstadt 2:3
Straubing – Berlin 0:2
Düsseldorf – Schwenningen 0:2
München – Bremerhaven 0:3
Iserlohn – Nürnberg 5:4
Augsburg – Wolfsburg 5:1

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