Letztes Gefecht

Mit purem Willen und einem Hauch Genialität hat der AEV ein siebtes Spiel gegen den immer noch amtierenden Meister aus München erzwungen. Und ein Blick auf die DEL-Geschichte zeigt, dass die Chancen der Panther gar nicht so schlecht stehen.

München – Augsburg

Tippspiel

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Wie lief es denn in den nicht sonderlich häufig vorkommenden Serien im Best-of-Seven-Modus für die Teams, die die ungeraden Partien auswärts antreten mussten?

Erfahrungswerte für Halbfinalserien gibt es keine. Denn da geschieht es tatsächlich erstmals, dass es über die volle Distanz geht.

Also müssen wir ausweichen auf andere Playoffrunden. Im Finale gab es dieses Konstellation – sieben Spiele – zweimal. Im Viertelfinale 13-mal. Und einmal in einer Achtelfinalserie. So kommen wir insgesamt auf 16 Playoffserien, die über sieben Partien gingen. Und danach stünden die Chancen für den AEV so, wie man das grundsätzlich wahrscheinlich auch selber kalkulieren würde. 50:50. Die Gastteams gewann acht Serien, die Heimteams gewannen acht Serien. Passt irgendwie, denn wirklich kalkulieren lässt sich der Ausgang längst nicht mehr. Die Tagesform ist entscheidend. Was Schlaueres fällt mir dazu wirklich nicht mehr ein.

 

Und so spannend ich es fände, die beiden besten Teams der Hauptrunde sich im Finale gegenüberstehen zu sehen, finde ich auch, dass der AEV nach 2009/10 einfach eine zweiten Versuch verdient hätte. Also, um Farbe zu bekennen, ich werden den Panthern heute Abend die Daumen drücken, auf die Gefahr hin, das ein oder andere Mal die Leertaste nicht zu vergessen.

Was ich aber hart finde, ist, dass die Panther, sollten sie tatsächlich München aus dem Rennen werfen, ZWEI Best-of-Serien über die volle Distanz bestritten haben werden. (Hatten wir noch nie, logisch, wenn es noch nie eine Halbfinalserie über sieben Spiele gab.) Und die waren richtig, richtig aufreibend (wären gewesen, trifft es im Eventualfall besser). Gut, ich höre das Argument, dass die Münchner auch nur ein Spiel weniger bestritten haben. Aber ein klein wenig tiefer ist der Kader beim Meister schon. So oder so trifft Gewinner dieser Serie auf einen Gegner, der nach mehrwöchigem Urlaub voll im Saft steht. Eine brutale Ausgangslage.

Andererseits: Als der ERC 2014 Meister wurde, hatten die Schanzer auch schon 14 Spiele auf dem Buckel, bevor die Finalserie startete. Die drehten damals eine Extrarunde durch die Preplayoffs. Sieben Spiele später waren sie Titelträger.

Heiner

München – Augsburg 4:1

 

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