Das Ende der Fahnenstange

Die wichtigsten Entscheidungen sind gefallen, einerseits, sprich: Hauptrundensieger und -verlierer stehen schon fest. Aber richtig Spannung bietet am letzten Spieltag noch die Verteilung hinter dem Top-Duo. Da ist noch fast alles möglich.

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München – Bremerhaven

Eine Partie, bei der es nicht mehr so richtig um etwas geht, weil am Freitag ein Run der Münchner endete. 20 Spiele infolge punktete der amtierende Meister, um dann völlig überraschend beim designierten Schlusslicht am Ende der Hauptrunde zu verlieren. Damit sind die Adler weg, und der AEV hat viel zu viel Rückstand.

Dafür ist für die Pinguins noch was drin: Sie müssen halt gewinnen und beten. Parallel spielen Ingolstadt und Straubing Platz sechs aus, sollten die Tigers verlieren, könnte Fischtown noch siebter werden. Dann würden sie eben in den Preplayoffs auf Nürnberg statt Berlin treffen. Und in der aktuellen Verfassung ist Nürnberg sicherlich der angenehmere Gegner.

Bremerhaven hat die letzten sechs Auswärtsspiele verloren. Das ist die eine Sache. München, mit Siegen aus den letzten sechs Heimspielen, hat aber, das ist die andere Sache, gegen Fischtown dreimal verloren! Die Pinguins sehen mit anderen Worten vor einem Hauptrundensweep, das hat in dieser Saison noch nicht einmal Mannheim geschafft. Die Heimspiele gewann Bremerhaven 6:2 und 4:3 n.V., das erste Spiel in München 3:2 n.V.

Berlin – Düsseldorf

Der Sieg gegen die Haie vom Freitag mag doch auch glücklich gewesen sein (die gegen Ingolstadt und Iserlohn waren es definitiv nicht), aber der Gesamteindruck bei den Berlinern, kurz bevor es in die Preplayoffs geht, bleibt ein durchweg positiver. Sie stehen vor dem vierten Sieg in Folge, und das wäre für die laufende Spielzeit ein neuer Rekord.

Da mag es beim letzten Heimspiel durchaus darum gehen, ein Zeichen zu setzen. Und die DEG scheint dafür ein dankbarer Gegner. Vier Spiele in Folge hat die DEG verloren, der letzte Dreier liegt schon eine ganze Weile zurück, den gab es Ende Januar gegen den AEV.

Das erste Spiel zu Hause gewann die DEG 5:1, dem folgten ein 2:3 n.P. in Berlin und ein 4:5 n.P. in Düsseldorf.

Krefeld – Augsburg

Für die Pinguine geht es zwar um nichts mehr, aber das muss man ihnen lassen, sie kämpfen um die Ehre, sie kämpfen bis zum Schuss, wie der Sieg vom Freitag in Düsseldorf unter Beweis stellte. Aus eigener Kraft können sie sich im letzten Heimspiel nach einer enttäuschenden Saison Platz elf sichern.

In einer ganz anderen Position befindet sich der AEV, der eine Sache mit dem KEV gemeinsam hat, er kann sich Tabellenplatz drei aus eigener Kraft sichern, die beste Endposition, die die Schwaben je in der DEL geschafft haben. Nach der Heimniederlage gegen die Adler sind die Panther unter Zugzwang. Drei der letzten vier Auswärtsspiele hat der AEV verloren.

Bisher gab es zwischen beiden Teams nur Heimsiege: Augsburg gewann 3:2 und 4:0, der KEV 3:2.

Wolfsburg – Iserlohn

Spiele, die die Welt nur braucht, damit am Ende der Hauptrunde alle gleich viele Spiele haben. Geht es noch um etwas? Der Verlierer wird Vorletzter. Wobei: Den Grizzlys reicht schon ein Zähler, um Iserlohn auf Distanz zu halten, bei einem Sieg könnte die Grizzlys, je nach dem, wie der KEV sich gegen Augsburg schlägt, auch noch Elfter werden.

Für Wolfsburg gab es am Freitag die erste Niederlage nach vier Siegen am Stück, die Roosters kassierten gegen den ERC die zweite Niederlage in Folge. Die ersten drei Spiele gewannen die Roosters: 5:2 und 7:6 n.V. zu Hause und 3:1 in Wolfsburg.

Mannheim – Köln

Bei sechs Zählern Vorsprung auf München geht es um die Adler um gar nichts mehr, sie haben einen neuen Punktrekord aufgestellt für 52er-Runden, wenn es noch ein Ziel gäbe, dann vielleicht den höchsten Punkteschnitt aller Zeiten aller Hauptrunden. Außerdem ist ja noch die Auszeichnung „beste Heimmannschaft“ vakant. Bei einer Niederlage könnte München noch vorbeiziehen. Reicht das als Motivation?

Gegen ein sicherlich sehr motiviertes Gastteam aus Köln. Die Haie wären bei einem Dreier sicher Vierter mit Chancen auf mehr, wenn der AEV verliert. Und sollte die DEG verlieren, hätten sich die Haie selbst bei einer Pleite beim Tabellenführer Heimrecht in den Playoffs.

Die Adler haben ihr letztes Heimspiel gegen München verloren, davor gab es vor eigenem Publikum sieben Siege am Stück. Die Haie starteten mit einer frustrierenden Niederlage in Berlin ins Wochenende. Bisher sind die Kölner gegen Mannheim noch ohne Punkte: Mannheim gewann beide Spiele in Köln 4:2 und 5:1 und das erste Heimspiel 5:3.

Ingolstadt – Straubing

Ein echtes Endspiel um Platz sechs steht in Ingolstadt an. Dabei ist der ERC in der etwas komfortableren Position, den Straubing MUSS einen Dreier einfahren, wenn man den Preplayoffs noch von der Schippe springen will. Dann allerdings könnten sie sogar noch die Haie von Platz vier verdrängen, wenn die heute leer ausgehen.

Der ERC dagegen könnte mit einem Dreier sogar noch Hauptrundendritter werden, weder Augsburg, Düsseldorf noch Köln können heute sicher Siege einplanen.

Die Tigers haben drei der letzten vier Spiele gewonnen, vor allem die Art und Weise, wie am Freitag der Sieg gegen Wolfsburg zustande kam, könnte den Niederbayern einen Boost versetzt haben.

Der ERC gelang am Freitag ein Arbeitssieg in Iserlohn. Die Schanzer sind gegen Straubing in dieser Saison noch ohne Punkte. Sie verloren 2:4 und 2:7 in Straubing und das erste Heimspiel 1:4.

Nürnberg – Schwenningen

Die Partie in Nürnberg gehört in dieselbe Kategorie wie das Duell Wolfsburg vs. Iserlohn. Irgendwie muss der Spielplan ja voll werden. Schwenningen wird die Hauptrunde auf Platz 14 beenden, Nürnberg auf zehn. Die Wild Wings haben gerade eine Serie von drei Niederlagen mit einem höchst überraschenden 5:3 gegen München beendet.

Die Franken haben nach der Niederlage gegen Mannheim gegen Bremerhaven verloren und haben keine Chance mehr, Berlin noch zu überholen. Die bisherigen Resultate: In Schwenningen gewannen die Wild Wings 3:2 n.V. und gingen 3:8 unter. In Nürnberg setzten sich die Wild Wings mit 2:0 durch.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Heiner

München – Bremerhaven 2:5
Berlin – Düsseldorf 3:2 n.V.
Krefeld – Augsburg 5:4 n.V.
Wolfsburg – Iserlohn 0:1 n.V.
Mannheim – Köln 3:1
Ingolstadt – Straubing 3:2 n.V.
Nürnberg – Schwenningen 3:0

Dem Heiner kann die Hauptrunde gar nicht spät genug enden.

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Ein Kommentar zu „Das Ende der Fahnenstange

  1. „Und sollte die DEG verlieren, hätten sich die Haie selbst bei einer Pleite beim Tabellenführer Heimrecht in den Playoffs.“

    Nicht ganz korrekt, denn wenn der AEV auch verliert und der ERC gewinnt, ist Köln plötzlich raus aus der Homezone (bitte verzeih mir die Zweckentfremdung dieses Begriffes).

    Aber das dieses Szenario weiter unten noch beschrieben wird, lässt erkennen, dass es dir bekannt ist.

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