Klassiker in Mannheim, Spitzenspiel in Düsseldorf

Wie kommen die Mannschaften aus der Länderspielpause? Wie wirkt sich der Trainerwechsel in Schwenningen aus?  Auf die Frage, warum München so oft donnerstags spielt, gibt es dagegen keine Antwort. Außerdem: KEIN EINZIGES DERBY.

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Schwenningen – München

Große Geschütze fahren die Wild Wings auf, die in der Länderspielpause einen neuen Coach verpflichtet haben: Paul Thompson war neun Mal Trainer des Jahres auf den britischen Inseln,  gewann ebendort fünf Mal den Titel! Außerdem hat er schon mal in der dritten Liga in Schweden trainiert(!) und der ersten dänischen! Damit sollte er bestens auf seine neue Aufgabe in der DEL vorbereitet sein: Die Wild Wings in die Preplayoffs zu steuern. An Mut mangelt es ihm jedenfalls nicht.

An internationaler Erfahrung mangelt es ihm nicht: Mit der britischen Nationalmannschaft war er schon sieben Mal bei B-Weltmeisterschaften, einmal belegte er als Head Coach sogar den zweiten Platz!

Bei seiner Vorstellung präsentierte er eine einfache Rechung: Im Schnitt habe man in den letzten Jahren für die Playoffs 74 Punkte gebraucht. „Wir haben sieben Punkte und noch 35 Spiele“. Er streute auch ein wenig Realismus ein: Seine neue Aufgabe sei „die bislang schwerste Zeit in seiner Trainerkarriere“. Kann man so sagen.

Er wolle seine Mannschaft offensiver spielen lassen. Die Münchner wird es freuen. Schießlich haben vor diesem Spieltag fünf Teams mehr Tore geschossen als der Tabellenzweite.

Die Wild Wings haben in dieser Saison die mit Abstand wenigsten Tore geschossen (26), die zweitschwächste Offensive, Wolfsburg, hat alleine neun Tore mehr auf dem Konto. Vor der Länderspielpause gab es für die Wild Wings vier Niederlagen am Stück, von den letzten sieben Heimspielen haben sie sechs verloren.

München kam vor der Pause gerade richtig in Fahrt, der Erfolg am letzten Spieltag gegen Ingolstadt war der siebte am Stück. Und seit drei Partien ist der Meister auswärts ohne Gegentreffer! Auswärts hat Danny aus den Birken seit 180 Minuten keinen Gegentreffer mehr kassiert and the clock is ticking.

Was muss man sonst noch wissen? Schwenningen ist das schwächste Heimteam, nur Mannheim hat bisher auswärts mehr Punkte geholt als München. Das erste Spiel in München gewann der EHC 4:2.

Bremerhaven – Nürnberg

Für Fischtown kam die Länderspielpause zu einem gelegenen Zeitpunkt. Vier ihrer letzten fünf Spiele haben die Pinguins verloren, darunter beide Heimspiele. Nun drohen die Roosters sie vom zehnten Tabellenplatz zu verdrängen. Nicht heute, da spielen die Roosters schließlich auswärts, aber am Sonntag haben die Sauerländer ein Heimspiel. Eine Gefahr ist noch aktueller: Mit einem Dreier bei Fischtown könnte an diesem Spieltag Nürnberg vorbeiziehen.

Die verabschiedeten sich in die Länderspielpause mit einem kleinen Feuerwerk gegen Iserlohn (7:1), jetzt hoffen sie eine kleine Serie starten zu können. Dafür müssten sie eine andere beenden: Die letzten drei Auswärtsspiele unterlag Nürnberg. Beim ersten Aufeinandertreffen in Nürnberg setzten sich die Ice Tigers 6:2 durch.

Wolfsburg – Ingolstadt

Die Grizzlys könnten zu den Teams gehören, die so richtig von der Länderspielpause profitiert haben. Erstmals seit Dienstantritt hatte Hans Kossmann Zeit, mit seiner ihm immer noch neuen Mannschaft etwas länger zusammenzuarbeiten.

Mit einem Sieg gegen Straubing führte er sich ein, bevor die Grizzlys in ihren alten Trott zurückfielen und die nächsten drei Spiele verloren, dabei kassierten sie stolze 18 Gegentreffer, mehr als alle anderen Teams. Zum Vergleich: Iserlohn kassierte im selben Zeitraum 16, Schwenningen 14, München 3. Und aus gegegebenem Anlass: Ingolstadt 9.

Keine Mannschaft hat in dieser Saison weniger Heimpunkte als Wolfsburg geholt, der ERC rangiert in der Auswärtstabelle auf Platz vier. Wolfsburg hat die letzten vier Heimspiele verloren. Der ERC kassierte im letzten Spiel vor der Länderspielpause eine 0:4-Niederlage gegen München, bliebt dabei erstmals in dieser Saison ohne eigenen Treffer. Davor hatten die Schanzer vier Dreier am Stück geholt. Das erste Spiel in Ingolstadt gewann der ERC 2:1 n.V.

Straubing – Iserlohn

Bei den Roosters ist der Kunde noch König. Die höflichen Hähne (höHä) aus dem Sauerland bringen die Punkte immer noch persönlich vorbei, den Rest der Zeit in der Fremde nutzen sie dazu, die schöne Landschaft zu genießen.

Und auch Historisch hat Straubing schließlich einiges zu bieten mit dem Gäubodenmuseum – nicht zu verwechseln mit dem Gäubodenturnier! –  mit seinen Austellungstücken zur Römerzeit. Das historische Rathaus aus dem 14. Jahrhundert brannte, wenn ich mich richtig erinnere, im November 2016 während eines DEL-Spieltages ab, ist leider noch nicht wieder ganz hergestellt. Aber die Roosters können ja wiederkommen.

Ihr letztes Auswärtsspiel haben die Roosters am 4.3.2018 gewonnen. In dieser Spielzeit haben sie alle acht Spiele in der Fremde verloren. (Zuletzt 1:7 in Nürnberg, 2:6 in München, und, jetzt kommts: 3:5 in Schwenningen!).

Für die Tigers gilt wie für die Grizzlys: Die Länderspielpause kam zu einem guten Zeitpunkt. In den letzten sieben Spielen gab es für die Tigers sechs Niederlagen. Zuhause haben die Tigers vier Spiele in Folge verloren, den letzten Heimsieg gab es Anfang Oktober gegen die Wild Wings (2:1).  Beim ersten Aufeinandertreffen in Iserlohn gewannen die Tigers 4:2.

Berlin – Krefeld

Ganz egal ob in guten oder schlechten Zeiten, gegen die Eisbären sah der KEV eigentlich immer ganz gut aus. Das zeigt alleine schon die Tatsache, dass die zwischen beiden Teams nach 93 Aufeinandertreffen fast ausgeglichen ist (48:45 für die Eisbären). Der KEV verabschiedete sich mit drei Siegen in die Länderspielpause, sowohl Straubing als auch die Haie und die DEG wurden 3:2 bezwungen, wobei man gegen die letzten beiden Teams je einen Punkt liegenließ.

Die Eisbären gewannen ihre letzten drei Heimspiele, wobei die Gegner, zumindest in dieser Saisonphase mit Wolfsburg, Nürnberg und Schwenningen nicht unbedingt in die erste Kategorie gehörten. Da ist der KEV schon einen andere Hausnummer, nur Mannheim, München und Augsburg haben auswärts mehr Punkte geholt.

Das erste Spiel in Krefeld gewannen die Eisbären 3:1. Damit haben die Berliner die letzten vier Partien gegen den KEV gewonnen.

Mannheim – Köln

Das Programm unmittelbar nach der Länderspielpause hat es in sich für die Haie. Erst Augsburg, jetzt Mannheim und am Sonntag geht es noch gegen die DEG. Man könnte von einer Standortbestimmung sprechen. Auch angesichts des weiteren Programms: IN Iserlohn, dann gegen München.

Der Auftakt gegen den AEV hat schon mal perfekt geklappt. Zunächst fuhren die Kölner den höchsten Saisonsieg ein, dann war es auch noch der dritte Dreier in Folge. Sowas gab es für die Haie in dieser Saison zum ersten Mal.

Nun geht es zur besten Heimmannschaft der DEL, dem souveränen Tabellenführer aus Mannheim. Die Mannschaft mit der besten Abwehr und dem erfolgreichsten Angriff. Die Adler haben acht Spiele am Stück gewonnen, zu Hause haben sie in dieser Saison immer gepunktet, in den letzten fünf Heimspielen kassierten die Kurpfälzer im Schnitt weniger als einen Gegentreffer. Ein Schützenfest wie gegen Augsburg scheint da aus Haie-Sicht eher unwahrscheinlich.

Im ersten Spiel in Köln gewannen die Adler 4:2.


Düsseldorf – Augsburg

Was war das jetzt am Mittwoch beim AEV? Eine Rhythmusstörung oder ein Rhythmusverlust? Jedenfalls gab es zum Auftakt ihres Kurztripps durch rheinische Gefilde gleich mal die höchste Saisonniederlage in Köln. Für die auswärtsstarken Panther war es die zweite Auswärtsniederlage am Stück nach der Pleite in Mannheim vor der Länderspielpause.

Und die Aufgabe gegen die DEG, eines der heimstärksten Teams der DEL, wird nicht einfacher werden. Düsseldorf hat in sieben der letzten acht Spiele gepunktet und die letzten drei Heimspiele gewonnen. Neben den Adlern stellt die DEG die einzige Mannschaft der DEL, die in jedem Heimspiel gepunktet hat. Beim ersten Aufeinandertreffen beider Teams gewann die DEG 2:1 nach Verlängerung in Augsburg.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Heiner

Schwenningen – München 4:3 n.V.
Berlin – Krefeld 1:5
Mannheim – Köln 1:5
Straubing – Iserlohn 3:5
Bremerhaven – Nürnberg 0:2
Wolfsburg – Ingolstadt 5:4
Düsseldorf – Augsburg 5:2

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