Der dritte Streich – Vorschau DEL 2018/19

Die Eisbären hoffen auf die ersten Punkte. München will weitermaschieren, den Pinguinen könnte die nächste Abreibung bevorstehen. Und als Spitzenspiel bietet sich das Duell Mannheim vs. Nürnberg an.

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Wem es noch nicht aufgefallen ist: Es gibt ein paar schöne neue Statistiken (Time on Ice, mit der Gesamtzeit der einzelnen Spieler auf dem Eis, der Eiszeit bei Powerplay und in Unterzahl) und Spielgrafiken (Shot Map, Shot Zones, Faceoffs) auf der DEL-Seite, die stark an die Opta-Aufbereitung von Fußballspielen erinnern. Gute Features, kann man nicht anders sagen. Bei der Time-on-Ice-Statistik wäre es sicherlich hilfreich, wenn es auch eine Sortierfunktion gäbe. Die Möglichkeit scheint ja schon angelegt zu sein, nur funktioniert das noch nicht. Ich hoffe, daran wird noch gebastelt.
Ich habe mal angefragt, ob ich die Grafiken verwenden darf, aber nie eine Antwort bekommen – schade, da hätte man schön mit arbeiten können. Denn ohne die Grafiken zu interpretieren und darüber zu diskutieren, gehen die einfach verloren, aber mach was.
Mit den Grafiken hätte man beispielsweise sehr schön zeigen können, wie stark die DEG gegen Mannheim verteidigte: Man schaue sich an, wo die Schüsse der Adler beim Spiel gegen Düsseldorf herkamen (Nur 9 Prozent aus dem Slotbereich, ein phantastischer Wert für das verteidigende Team, wobei der Wert umgekehrt, Düsseldorf lag bei 13 Prozent, auch nicht schlecht war, wenn man bedenkt, dass der Durchschnittswert immer so um 30-45 Prozent liegt). Und vergleiche diese Grafik mit denen Darstellungen bei Mannheim gegen Augsburg oder Düsseldorf gegen Iserlohn. Einfach gesagt, mit Grafiken wird sowas jedem auf den ersten Blick deutlich, in Worten beschrieben, wird’s umständlich.

Krefeld – Iserlohn

Zwei Mannschaften sind in dieser Saison noch ohne Sieg: Zum einen die Eisären, zum anderen die Pinguine. Gemeinsam ist Roosters wie Pinguinen, dass sie am Sonntag eine tüchtige Abreibung verabreicht bekamen. Die Roosters waren nach dem Auftaktsieg gegen Wolfsburg kaum wiederzuerkennen (1:5 in Düsseldorf), der KEV ging in Ingolstadt gnadenlos unter und war beim 4:7 noch gut bedient. Während die Roosters in ihrer ersten Partie ihr Potential immerhin andeuten konnten, war es vor allem die Abwehrleistung des KEV, die für die nächste Wochen das Schlimmste befürchten lässt – aktueller Gegentorschnitt: 5,5. In der letzten Saison gewannen die Roosters dreimal gegen Krefeld. Unter den Siegen waren beide Spiele in der Seidenstadt.

Wolfsburg – Straubing

Der Auftaktpleite in Iserlohn ließen die Grizzlys am Sonntag die passende Antwort folgen. Das 3:0 gegen die Wild Wings war gleichzeitig das erste Shutout der neuen Ligasaison, so gesehen hat sich die Nachverpflichtung von David Leggio schon einmal bezahlt gemacht. Zuhause sind die Niedersachsen noch ohne Gegentor. Straubing startete mit einem Heimsieg, musste sich aber am Sonntag dem Meister geschlagen geben. In der letzten Saison war die Bilanz zwischen beiden Teams ausglichen. Dabei gewannen die Tigers beide Spiele in Wolfsburg.

Mannheim – Nürnberg

Im Gleichschritt marschieren bisher Adler und Ice Tigers. Beide Mannschaften kassierten zum Auftakt eine Verlängerungsniederlage, beide holten zwei Tage später einen Dreier, wobei der der Adler deutlich souveräner ausfiel als der der Ice Tigers. Die hatten dafür mit den Eisbären den etwas höher einzuschätzenden Gegner. Vom Namen, wenn auch nicht vom Tabellenstand, ist die Partie das Spitzenspiel des dritten Spieltages. In der letzten Spielzeit verloren die Adler ein Spiel gegen Nürnberg, beide Heimspiele gewannen sie. Zweimal endeten die Begegnungen erst nach Penaltyschießen.

Hier hatte ich zunächst die Hauptrunde von vor drei Jahren drin, als es vier Nürnberger Siege gab, sorry.

München – Augsburg

Der amtierende Meister scheint schon wieder auf dem besten Wege, sich in der Tabelle abzusetzen. Als einzige Mannschaft der DEL ist München noch verlustpunktfrei nach zwei Spieltagen. Für das zweite Heimspiel sind die Panther zu Gast. Die warten zwar noch auf den ersten Dreier der neuen Spielzeit, starteten aber mit einem Sieg bei den Haien in die Saison, um am Sonntag darauf von den Adlern überrollt zu werden. Bilanz der letzten Saison: 3:1 für München. Zweimal ging das Duell damals mindestens bis in die Verlängerung.

Berlin – Bremerhaven

Bei anderen Gegnern der Eisbären in den ersten beiden Partien als München und Nürnberg hätte man vielleicht von einem völlig verkorksten Saisonstart nach zwei Auftaktniederlagen sprechen können, doch das geben weder die knappen Ergebnisse, noch die durchaus ansprechenden Leistungen bei diesen Pleiten her. Die Pinguins fallen da schon in eine andere Kategorie. Bremerhaven startete mit einem Sieg in Krefeld in die Saison, ein Erfolg, der nach dem zweiten Auftritt des KEV schon ein wenig an Glanz verloren hat, dem eine deutliche Heimniederlage gegen die Haie folgte. In der letzten Saison gewannen die Eisbären alle vier Spiele gegen Bremerhaven. Zu Hause hat Berlin noch nie ein Spiel gegen Bremerhaven verloren.

Schwenningen – Düsseldorf

Die Defense war die Stärke der Wild Wings in der letzten Saison. Und das scheint auch in dieser Saison nicht anders zu sein. Nur drei Teams haben weniger Gegentreffer als die Schwenninger an den ersten zwei Spieltagen kassiert. Und es offenbarte sich eine alte Schwäche: Die Wild Wings schießen zu wenig Tore: Drei Tore erst gelangen der Mannschaft von Pat Cortina. Das ist bereits jetzt, nach nur zwei Partien, mit Abstand der schlechteste Wert. Und dann wäre da noch die DEG. Wann startete die eigentlich das letzte Mal mit zwei Siegen in eine Saison? Die Antwort ist einfach: Noch nie. Gegen die Wild Wings hat man also die Chance, den Vereinsrekord in nie gekannte Höhen zu schrauben. Ausgerechnet gegen Angstgegner Schwenningen. Die Mannschaft, gegen die die DEG sechs Spiele in Folge verloren hat, darunter folgerichtig natürlich auch alle vier Begegnungen der letzten Saison.

Köln – Ingolstadt

Die Haie haben bisher zwei gute Drittel gespielt, in jedem Match eines, und das war immer der Schlussabschnitt. Immer mussten sie Rückständen hinterherlaufen. Dafür sind die vier Punkte, die sie bisher geholt haben, eigentlich ganz beachtlich. Auch der ERC zeigte in seinen beiden Spielen bisher sehr unterschiedliche Gesichter, einer Auftaktniederlage bei den Tigers ließ man einen 7:4-Kantersieg gegen völlig überforderte Pinguine folgen. Die Bilanz der letzten Saison: die Haie gewannen beide Spiele in Ingolstadt und eines zu Hause.

Heiner

Wolfsburg – Straubing 1:3
München – Augsburg 1:3
Berlin – Bremerhaven 3:4 n.V.
Krefeld – Iserlohn 0:1
Mannheim – Nürnberg 4:3 n.V.
Schwenningen – Düsseldorf 1:5
Köln – Ingolstadt 4:5 n.V.

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4 Gedanken zu “Der dritte Streich – Vorschau DEL 2018/19

  1. Also wer hat denn da Mannheim gegen Nürnberg recherchiert? Die Adler haben angeblich alle 4 Spiele gegen Nürnberg verloren letzte Saison? Ich kann mich aber eher an drei Siege von Mannheim erinnern! Genausowenig sind beide teams mit eine Heimnieiderlage nach verlängerung in die neue Saison gestartet. Nürnberg spielte in Schwenningen.

  2. Heiner tippt beim KEV 0-1?😂 vielleicht meinte Heiner nach 5min…..denn bevor wir nur ein Gegentor bekommen werden wir eher deutscher Meister😉 bei der Abwehr….

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