Erster Spieltag – DEL 2017/18 – Vorschau

Es geht wieder los. Und es hat sich was verändert. Natürlich ändert sich immer irgendwas, deswegen nennt man eine neue Saison ja auch „neu“.

Wenn du kurz drüber nachdenken musst, wie heißt eigentlich der Trainer von … wird`s echt langsam Zeit.

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Zunächst einmal gibt es ein paar Regelkorrekturen. Ich will nicht in die Details gehen, sie sollen jedoch benannt werden. Wie diese Änderungen im Einzelnen durchgeführt werden, muss man erst einmal abwarten.

  • Wenn bei hohem Stock Blut fließt oder bei jeder Art von Verletzungsfolge gab es bisher häufig, auch wenn das nicht ganz einheitlich gehandhabt wurde, eine Spieldauerstrafe. Zumindest von Weltmeisterschaften sollte bekannt sein, dass dies auch anders geht. Zukünftig solchen solche, nicht absichtliche Vergehen mit 2+2 bestraft werden.
  • Schlittschuhtore sind wieder ganz wie früher. Nur wenn eine Kickbewegung vorliegt, werden Treffer aberkannt. Absichtlich ablenken darf man wieder.
  • Interessant ist, dass eine Schwalbenliste eingeführt werden soll. Spieler, die anderen durch Täuschung eine Strafe anhängen wollen oder anhängen, sollen zukünftig sanktioniert werden. Stichwort „Geldstrafe“. Das ist insofern eine spannende Entwicklung, weil es im Einzelfall gar nicht einfach werden dürfte, eine solche Täuschungsabsicht nachzuweisen, irgendeine Art von Berührung liegt in den meisten Fällen sowieso vor: Ich erwarte spannenden Diskussionsstoff.
  • Thema Anspiel: Bullys sollen schneller durchgeführt werden. Glaube ich, wenn ich es sehe.

Es ist gar nicht so einfach, für den ersten Spieltag eine Grafik zu finden, aber clever wie ich bin, bin ich doch auf ein Thema gestoßen. Das Stichwort, das wir in diesem Falle suchen lautet „Spieltagsentzerrung“. Klingt so positiv wie „Freisetzung“ bei Entlassungen. In der Konsequenz bedeutet dies, dass in der Spielzeit 2017/18 Hauptrundenspiele an 81 Terminen angesetzt sind. Neun Termine mehr als in der letzten Saison. Angesichts der Tatsache, dass praktisch der gesamte Februar für Olympia draufgeht (gespielt wird in diesem Monat nur am 1.2., 2.2. und 28.2.), ist die Steigerung gewaltig. Wie der Grafik zu entnehmen ist, gab es zuletzt in der Spielzeit 2010/11 mehr Hauptrundenspieltage, damals lief die Saison allerdings auch über 60 Spieltage (bei 14 Teams). Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten die zurückgekehrten Donnerstagsspiele – wie einst zu Premiere-Zeiten.

del.org ist zurück, die Technik dahinter scheint diesselbe wie bei telekomeishockey zu sein. Da kann ich nur hoffen, dass bei den Gamesheets auch Schiedsrichter und zweite Goalies geführt werden.

Außerdem: Am 31.12. wird gespielt. Ächz. Gab’s schon mal. Freezers gegen Huskies. Das waren Zeiten. Ich glaube, Vitalij Aab schoss ein Tor. Kannst du ’nen Salat vorbereiten? Ja, klar.

Eisbären Berlin – Thomas Sabo Ice Tigers

Meine erste Reaktion angesichts der Eisbären: Die Hungerjahre sind vorbei. Völlig erfolglos kann man die Berliner in den letzten Jahren ja nun nicht nennen. Halbfinale in der Vorsaison, in der Spielzeit davor beendete man die Hauptrunde auf Platz 2. Aber den Rekordmeister der DEL beschreibt man in den letzten vier Jahren besser über die Tatsache, dass der Weg aus der Hauptrunde dreimal direkt in die Preplayoffs führte. Den Ansprüchen wird das nicht gerecht. Der Gegner am ersten Spieltag, Nürnberg, überraschte in der vergangenen Spielzeit durch einen, wie sich herausstellen sollte, erfolgreichen Schachzug, indem er die komplette Defense austauschte. Die Eisbären gehen den umgekehrten Weg mit der Runderneuerung ihres Angriffs. Nachvollziehbar: Nur Schwenningen und Krefeld schossen weniger Tore. Dafür muss man sich natürlich von einigen Spielern trennen, u.a. Spencer Machacek (DEG), Klye Wilson, mit Barry Tallackson (Japan) und Darin Olver (ERC) mussten auch Spieler gehen, die den Angriff der Eisbären über Jahre prägten. Charles Linglet: weg, Julian Talbot: weg. Neu im Angriff sind Thomas Oppenheimer (vom ERC), Martin Buchwieser (dito), immer wieder gerne genommen wird Mark Olver (gibt’s diesmal den Durchbruch)  James Sheppard (mit NHL-Erfahrung) und Sean Backman. Für die Verteidigung kamen Danny Richmond (Adler) und Blake Parlett (Tampere).

Wer schnappt sich Yasin Ehliz, schien im Sommer die große Frage zu lauten, alle großen Teams waren im Gespräch, noch aber steht er im Kader der Ice Tigers. Vorerst. Die Franken können auf eine gelungene Saison zurückblicken, ein besseres Abschneiden bliebt durch großes Verletzungspech in der Schlussphase der Spielzeit verwehrt. Der Umbau bei Nürnberg ist im Unterschied zu Berlin bescheidener und eher äußeren Umständen geschuldet. Jesse Blacker zieht es in die KHL (Peking!), Brandon Prust (NHL), zweifelsohne sind das sehr schmerzhafte Abgänge für die Franken – das sieht man alleine schon an den Adressen, bei denen die beiden gelandet sind. Weitere Abgänge sind Jochen Reimer (ERC), Danny Syvret, Rob Schremp und Andy Kozek (IEC), um die wichtigsten zu nennen. Neu sind unter anderem Taylor Aronson und Tom Gilbert (ersterer war in der KHL aktiv, Gilbert spielt erstmals in Europa) neben Patrick Köppchen (ERC). Für den Angriff kamen Petr Pohl aus Ingolstadt und Dane Fox.

Die Bilanz der letzten Saison: Nürnberg gewann drei der vier Partien. Lediglich beim ersten Aufeinandertreffen in Berlin sicherten sich die Eisbären nach Penaltyschießen zwei Zähler.

Adler Mannheim – Grizzlys Wolfsburg

Bei der Partie in Mannheim stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die gefühlt schon ein wenig weiter sein müssten. Wenn du in der Championshockey-League aktiv bist, findet die Vorbereitung doch irgendwie auf einem anderen Niveau statt und beginnt früher. Vor allem, wenn sie so erfolgreich läuft. Überhaupt: Egal ob München, Wolfsburg oder Mannheim, die Ergebnisse, die die deutschen Teams auf internationaler Ebene in dieser Saison einfahren, müssen beeindrucken. Alle drei dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf das Überstehen der Gruppenphase machen.

Die Veränderungen bei den Adlern: Vorläufig bescheiden. Wahrscheinlich geht es erst im November mit den teuren Gerüchten los. Ronny Arendt hat die Karriere beendet, Danny Richmond (Berlin), Drew MacIntyre (wenig überraschend), Andy Joudrey (Karriereende) sind nicht mehr dabei. Chet Pickard kam aus Iserlohn, John Rogl (u.a. München) ist neu und jung, Thomas Larkin ist geblieben. Im Angriff kam Devin Setoguchi (NHL). Ein Umbruch sieht wahrlich anders aus, war andererseits ja aber auch gar nicht nötig. Aber dass der Kader so bleibt, ist eigentlich kaum vorstellbar.

Und beim ewigen Finalisten aus Wolfsburg? Da bin ich ja ehrlich gesagt immer gespannt, wenn die Grizzlys holen, tatsächlich denke ich oft, was sehen die Grizzlys in einem bestimmten Spieler, was der ehemalige Verein nicht sah. Und das ist dann auch da! Zauberei. Weg sind Alex Dotzler (Tigers), Patrick Seifert (KEV), Lubor Dibelka (DEL2), Nick Johnson. Außerdem hat sich Sebastian Vogl Richtung Straubing verabschiedet. Da wirkt der Abgang von Vogl fast am schmerzhaftesten. Neu dazugekommen sind Alex Roach (Berlin), Torsten Ankert (Köln) und Marcel Ohmann (Köln). Nennt man dazu noch Gery Kuhn (Fischtown), sind das gerade einmal vier Neuzugänge. Geht weniger? Kaum vorstellbar.

Bilanz in der letzten Saison: Vier Siege für die Adler, (ein Punkt holten die Grizzlys in Mannheim), die ja in den letzten Jahren sowas wie ein Wolfsburg-Gen entwickelt haben.

ERC Ingolstadt – Straubing Tigers

Der erste Spieltag bietet auch ein Derby, fast naturbedingt findet dies in Bayern statt. Beiden Teams ist gemeinsam, dass sie in der Vorsaison in den Preplayoffs scheiterten – wahrscheinlich dürfen sie deshalb am ersten Spieltag gegeneinander antreten. Bei den Schanzern kehrt mit Larry Mitchell ein neuer Besen als Sportdirektor, der weniger fegte, denn dass er als Abrissunternehmen aktiv wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der im Roster der letzten Saison für einen Verein geführt wurde, in diesem Jahr in derselben Liste auftaucht, ist bei keinem Kader geringer. Die Abgänge: Marco Eisenhut, Daniel Larsson, Patrick Köppchen, Brian Salcido, Thomas Oppenheimer, Darryl Boyce, Petr Pohl, Marc Schmidpeter, Martin Buchwieser, Jean-Francois Jacques, Brett Bulmer, Björn Svensson, Thomas Pielmeier, Danny Irmen (14!). Und dafür kamen Jochen Reimer (NIT), Matt Pelech, Sean Sullivan (Tigers) für die Defense. Für den Angriff Jacob Berglund, Mike Collins (KEV), Brett Olson, Greg Mauldin, Laurin Braun (fest), Dennis Swinnen, Darin Olver (Eisbären), Joachim Ramoser, Brock Trotter und Kael Mouillierat (Aussprache „Käjl Mulerat“ (Betonung auf dem „u“, das „t“ eher stumm, wie mir der ERC mitteilte). Da werden ganz schön viele Rädchen ineinandergreifen müssen, die sich gar nicht kennen. Von den Schanzern erwartet ich eher keinen Frühstart. Das Goalie-Duo kann sich sehen lassen, ohne Frage, dürfte aber gerade zu Beginn der Saison besonders wichtig sein. Sag ich mal so.

In Straubing war man dagegen deutlich zurückhaltender. Matt Climie, Derek Whitmore, Tim Miller, Scott Timmins, Josh Nichols, Sean Sullivan sind gegangen – da sind dann plötzlich verdammt viele AL-Lizenzen freigeworden. An Christoph Gawlik waren die Tigers dran, haben aber auf eine Verpflichtung verzichtet, inzwischen hat er beim KEV unterschrieben. Mit Sebastian Vogl hat man einen neuen Goalie verpflichtet, eine echte Verstärkung. Außerdem neu: Samuel Klassen und Alex Dotzler in der Verteidigung. Dazu kommen mit Kyle MacKinnon, Mike Zalewski, Levko Koper neue Angreifer. Auch hinter der Bande gibt es bei Straubing einen neuen. Mit dem einfühlsamen, eher für leise Töne bekannten Bill Stewart, kehrt ein bekanntes Gesicht in die DEL zurück. Da wird man von den Fans kaum hören, falls es mal nicht so läuft, „der muss der Mannschaft mal ordentlich in den Hintern treten“. Is schon.

Bilanz der letzten Saison: Nur Heimsiege.

Düsseldorfer EG – Augsburger Panther

In Düsseldorf gibt es das Gastspiel des AEV zur Saisoneröffnung. Der hat eine richtig gute Saison hinter sich, scheiterte in den Playoffs an Nürnberg im Viertelfinale. Und das nach einer Serie über sieben Spiele. Darauf lässt sich aufbauen. Nun ist es in den Panthern in der Regel so, dass fast nach jeder Saison der Kader komplett umgebaut werden muss, in dieser Saison sieht das ein klein wenig anders aus und stellt einen ungewohnten Luxus dar – der Kern ist zusammengeblieben. Mit Ben Hanowski (Köln), Justin Shugg (Köln) und Adrian Grygiel (KEV) gibt es lediglich drei namhaftere Abgänge. Insgeheim hätte ich damit gerechnet, dass sich auf der Goalie-Position etwas tut, aber man baut weiterhin auf Jonathan Boutin und Ben Meisner. Neu im Kader sind Daniel Schmölz (Wild Wings), Christian Kretschmann (KEV) und Matt White. Die Abwehr läuft unverändert auf. Hat sich der AEV verstärkt? Hm, der Abgang von Hanowski ist schmerzhaft.

Sparsam ist also der Umbau beim AEV, dagegen haben die DEG-Umbauten fast Schanzer-Ausmaße. Die Abgänge: Kurt Davis (KEV), Tim Schüle, Adam Courchaine (GB, haha), Brandon Yip, Alex Preibisch, Daniel Kreutzer, Norm Milley, Chris Minard, Rob Collins, Drayson Bowman, tatsächlich, das hört sich nach Umbau an. Es kamen Brandon Burlon, Alexandre Picard (mit ERC-Vergangenheit) für die Defense, Spencer Machacek (Berlin), Darryl Boyce (ERC), Jermey Welsh und Rob Bordson (beide Fischtown) sowie John Henrion, Janos Hari (beide aus Schweden). Hört sich an wie ein Schritt nach vorne. Hinter der Bande steht bei der DEG mit Mike Pellegrims ein neuer Coach mit viel Düsseldorfer Vergangenheit.

Bilanz der letzten Saison: Drei Seige gab es für den AEV, einen Erfolg der DEG am letzten Spieltag nach Penaltyschießen, als der Ausgang für die Panther aber schon gleichgültig war.

Krefeld Pinguine – EHC Red Bull München

Man kann auch lockerer in die Saison starten als die Pinguine. Muss es unbedingt der amtierende und kommende Meister sein – die Mannschaft, die in der Vorbereitung Championshockey-League spielte, sich dabei vier Siege sicherte und bereits vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert ist? Aber kleiner hatten sie es gerade nicht da.

Die Münchner, der Meister, die Roten Bullen (bei Eishockey darf man das ja so sagen), haben sie sich verstärkt? Irgendwie eine unangenehme Vorstellung. Beim zweifachen Titelträger wird nicht umgebaut, dort wird feingetunt. Richie Regehr beendet die Karriere, sorry, geht nach Klagenfurt, Yann Sauvé ebenso, sorry, Nottingham – was kann ich dafür, dass ich das englische Eishockey nicht völlig ernstnehmen kann? Matt Smaby beendet ebenfalls die Karriere, aber in echt, er wird also nicht in der luxemburgischen Premier Division wieder auftauchen. Außerdem weg: Deron Quint und Tobi Wörle. Neu dazugekommen sind Markus Lauridsen (Leksand), Ryan Button (IEC) und Patrick Hager (KEC), da wird also alles andere als kaputtrepariert.

Dafür fällt der Wandel beim KEV, der seine schlechteste Hauptrunde seit Erfindung der DEL gespielt hat und diese als Schlusslicht beendete (abgeschlagen), umso größer aus. Das fängt bei der letztjährigen Schießbude ganz hinten an. Von drei Goalies hat man sich getrennt, Lucas di Berardo (Fischtown) und Niklas Treutle (NIT) bleiben allerdings in der Liga. Dafür kommt Patrick Klein aus Kassel zurück. Außerdem verabschiedet haben sich u.a. Kyle Sonnenburg, Tim Hambly, Mike Collins, Marco Rosa, Mark Mancari, um ein paar Namen zu nennen. Insgesamt gingen 14 Spieler, nach wie vor wehmütig macht das Karriereende der Krefelder Institution Herberts Vasiljevs. Ach ja.

Gekommen sind fürs Tor: Andrew Engelage, vier neue Verteidiger, u.a. Antonin Manavian, Patrick Seifert (WOB), Kurt Davis (DEG). Für den Sturm hat man mit Tommy Kristiansen und Mathias Trettenes zwei Norweger verpflichtet (sehr, sehr clever, damit hat der KEV schon mal vorneweg viel Sympathie bei mir), Adrian Grygiel ist zurückgekehrt, und aus der Schweiz ist der Kanadier Justin Feser nach Krefeld gewechselt. Ob sich der KEV verstärkt hat? Klar, nach unten war nicht mehr viel Luft.

Bilanz letzte Saison: 4:0 für den KEV (klar, Mann/Frau/andere)

Kölner Haie – Fischtown Pinguins Bremerhaven

Die Haie haben den Kader etwas justiert, es gab ein paar Abgänge, ein paar Zugänge, wie überall. Am stärksten fällt in meinen Augen der Abschied von Patrick Hager ins Gewicht, der Abgang war alles andere als schön. Torsten Ankert stand für die Haie zuletzt sowieso kaum noch auf dem Eis, jetzt ist er weiter nach Wolfsburg gezogen mit Marcel Ohmann an der Hand. Mit der Defense in Köln zu experimentieren, wäre wie ein Glas Wasser ins Meer zu schütten. Überflüssig. Hat man gelassen. Neuzugang in dieser Abteilung ist Dominik Tiffels (Fischtown). Mehr Anlass bestand, an der Offensivabteilung zu polieren. Neben Ohmann und Hager sind Travis Turnbull, Johannes Salmonsson, Max Reinhart und Dane Byers. Dafür neu im Team stehen Dylan Wruck, die beiden Augsburger Hanowski und Shugg, Blair Jones und natürlich Felix Schütz, wenn der nicht zwischendrin irgendwann nach Russland abdüst. Bzw. in die KHL. Peking scheint ja ein ganz heißes Pflaster zu sein.

Wann geht der Titel denn eigentlich mal wieder in den Westen? Gute Frage, und wenn man sich vor Augen führt, dass der letzte Meister aus dem Westen in Krefeld seinen Sitz hatte, weiß man auch, verdamp lang her.

Und wie sieht’s mit den Pinguins aus. Die erleiden das Schicksal des Neuankömmlings, des Aufsteigers (so formuliert hört sich das an, als sei „Aufstieg“ in der DEL Alltag), die Konkurrenz hat sich ein paar Rosinen herausgepickt. Die Goalie, Josef Lala und Gery Kuhn, sind nach Nürnberg bzw. Wolfsburg. Auch Jani Nieminen hat sich verabschiedet. Dominik Tiffels ist nach Köln, Rob Bordson und Jeremy Welsh nach Düsseldorf, Jack Combs nach Iserlohn, elf Abgänge gab es insgesamt.

Fürs Tor kamen u.a. Jaroslav Hübl und Tomas Pöpperle, für die Defense Nicholas Jensen (aus Dänemark), dazu noch vier Angreifer und du denkt, uh, das wird aber eine schwere Saison. Ich wage zu bezweifeln, dass die Pinguins ihre Debütsaison toppen können. Mit aller Zurückhaltung.

Letzte Saison haben sie die Haie zweimal ärgern können, die Bilanz war mit 2:2 ausgeglichen. Das 0:6 der Haie in Bremerhaven ist mir noch in lebhafter Erinnerung, vor allem auch die Zeit, die dieser Niederlage folgte.

Iserlohn Roosters – Schwenninger Wild Wings

Zwei Teams fehlen noch, und um es etwas schwerer zu machen, es handelt sich um den Dritt- und den Vorletzten der vergangenen Spielzeit. Und ja, wie der KEV haben auch die Roosters ihre schlechteste Saison aller Zeiten gespielt, Schwenningen spielte immerhin die beste Saison seit Wiedergeburt.

Die letzte Saison hatte bei den Roosters Konsequenzen. Klein-Kanada ist mittlerweile Vergangenheit. Chet Pickard ist nach Mannheim, Dylan Wruck nach Köln, Ryan Button nach München, Luigi Caporusso nach Gävle, das kann man in diesen Fällen völlig unvoreingenommen als Verbesserung bezeichnen. Elf sind gegangen, zwölf sind gekommen. Wie in ähnlichen Fällen stellt sich die Frage, wie lässt sich daraus eine Mannschaft formen. Neu in der Verteidigung sind Kevin Schmidt, der die DEL noch kent, Sasa Martinovic (aus Nürnberg) und Alexander Bonsaksen (dafür gibt es von mir den Norweger-Bonus). Für den Angriff hat man sich vor allem in Amerika umgesehen, vier von dort haben rübergemacht, aus der DEL kennen wir neben Johannes Salmonsson und Travis Turnbull (beide aus Köln) auch noch Jack Combs (Fischtown). Mit Blaine Down haben die Sauerländer nur noch einen Kanadier! Wie soll der sich jetzt mit den Kollegen verständigen?

Neun Abgänge gab es bei den Wild Wings, mit Sascha Goc verlässt ein weiteres Urgestein das Eis, die ganz großen Namen hat Schwennigen ohnehin nicht zu bieten, deswegen erspare ich mir das Auflsiten der Namen. Gleich fünf Neuzugänge gibt es für die Defense, Dominik Bittner aus Mannheim, wo er keine Stammkraft war, Kyle Sonnenburg kommt aus Krefeld, aus Finnland wechselt Jussi Timonen in den Schwarzwald. Zwei deutsche Spieler kommen für die Offensive mit Tobi Wörle (RB) und Mirko Höfflin (MERC), aus Frankreich hat man Anthony Rech verpflichtet. Die ganz großen Sprünge sind auch in diesem Jahr von den Wild Wings nicht zu erwarten.

Bilanz letzte Saison: 2:2

Tipps vom Fachwürfel

Berlin – Nürnberg 5:3
Iserlohn – Schwenningen 0:2
Krefeld – München 5:6 n.P.
Köln – Bremerhaven 5:1
Düsseldorf – Augsburg 2:1
Ingolstadt – Straubing 3:1
Mannheim – Wolfsburg 3:1

Oha, Heiner sagt gleich für den ersten Spieltag eine Torrekord voraus. Geht gut los.

Beim Tippspiel unbedingt die Bonusfragen beachten.

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4 Gedanken zu “Erster Spieltag – DEL 2017/18 – Vorschau

  1. Nicht wundern, ich schaue bewundernd zu. Bei Liveblog kann man sich allerdings nur(oder im Moment nur) noch über Twitter in die Kommentarspalte einloggen.

  2. Hab schon gedacht, Sportal hätte dich für 250m nach Paris verkauft. Müssen wir uns für die Livekommentare wieder was externes suchen oder hält der Ticker da was überraschendes parat, neben den tollen neuen Graustufen in der Tabelle natürlich.

    Bin ja eigentlich ganz zufrieden mit der letzten Saison gewesen, nehmen wir mal das ziemlich unnötige, frühe Ausscheiden aus der Rechnung raus. Daher finde ich es auch gar nicht so schlecht, mit einer (größtenteils) eingespielten Mannschaft in die Saison zu gehen, auch wenn sich noch der ein oder andere Neuzugang während der Saison kommt.

    Die neuen Regeln sind tatächlich sogar mal zu was gut! Auch wenn ich wie du gespannt darauf bin, was da so als Schwalbe ausgelegt wird. Wird ja sicher nicht jeder so plump wie Papadopoulos sein^^

    Auf eine torreiche und skandalfreie Saison, mit am Ende hoffentlich dem richtigen Meister 🙂

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