Freezers suchen Rettungsanker. Und wenn den einer findet …

Eines vorweg, die Entscheidung in Hamburg ist noch nicht gefallen. Deadline für das Einreichen der Lizenzunterlagen ist Dienstag, 23:59. Es gibt ein paar wilde Gerüchte. Doch ein paar Dinge sind jetzt schon klar.

Die Freezers kämpfen um ihr Überleben. Wer sich in Deutschland mit Eishockey beschäftigt, konnte sich in den letzten Tagen dieser Tatsache schwerlich entziehen. Und in diesem Kampf setzt sich der Kapitän der Freezers, Christoph Schubert, ein Denkmal.

Mein Eindruck dabei ist, sollte es die Freezers auch in nächsten Saison noch geben, in ein paar Stunden ist diese Frage beantwortet, hat Schubert mit diesem beispiellosen Engagement etwas erreicht, was den Freezers, die seit 2002 in der Stadt sind, nach meinem Gefühl in all diesen Jahren nie richtig gelungen ist: Sich fest im Bewusstsein der Stadt zu verankern. Das mag pathetisch klingen, ist aber das, egal wie der Kampf ausgeht, was auf jeden Fall hängen bleiben wird. (Meine Patentochter zum Beispiel hat keine Ahnung von Eishockey, weiß gerade einmal, was ein Puck ist, sie neigt eher dem Fußball zu, shit happens, reminds me, die hat nachher noch ein Punktspiel, muss ich unbedingt hin, aber selbst sie hat mit gefragt, „was ist eigentlich mit den Freezers los?“ Und sie ist 11.)

Ob in den Hamburger Tageszeitungen, über die sozialen Medien, die diversen Hamburger Radio- oder Fernsehsender. Überall erhebt sich die kämpferische Stimme von Schubert, um klarzumachen, wie ernst die Lage wirklich ist. Das ist einerseits mitreißend, andererseits faszinierend.

Über die Crowdfunding-Plattform fairplaid.org sammelten Unterstützer der Freezers innerhalb weniger Tage über deutlich über 300.000 Euro. (Stand 14:15 Uhr 354.331,82 Euro). Ich kann jetzt nur hoffen, dass die Rettung klappt.

Das System Eishockey mit seinen kurzen Spielerverträgen ist geprägt von einer Wandermentalität. Den Spielern kann man da kaum einen Vorwurf machen. Aber wer Schubert vorzuwerfen versucht, er würde sich mit dem Projekt „Freezers“ nicht identifizieren, glaubt wahrscheinlich auf, dass die Mondlandung gefakt ist. Für sein Engagement müsste er eigentlich zum Ehrenhamburger auf Lebenszeit ernannt werden. Ich bewundere das.

collage

Quellen:

Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=145093

Von Resolute – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8716634

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