Februar 2016 – Restprogramm der Preplayoffkandidaten

Manche Teams kämpfen verzweifelt um die Preplayoffs, in der Tabellenspitze ist noch überhaupt nichts geklärt, dabei sind es nur noch drei Spieltage. Und der KEV brennt zum Hauptrundenende ein Tischfeuerwerk im Keller ab. Der Februar hatte Gewinner und Verlierer. Das haben die Monate alle irgendwie so an sich.
Wenn der Februar beendet ist, scheint es mir ein angemessener Zeitpunkt zu sein, nach der Playoffform zu fragen. So viel lässt sich sagen: Die Pinguine sind bereit!

Vor ein paar Wochen hat man vielleicht einen Blick auf den Spielplan geworfen und gesagt, Yeah, wir dürfen noch gegen Krefeld und DIE nicht. Aber wenn im Zucker Glassplitter verborgen sind, wird das Lecken zur Qual.

Die Krefelder sind nämlich das Team der Stunde um Viertel nach Zwölf. Als einzige Mannschaft blieben sie im Februar in regulärer Spielzeit ungeschlagen, die Opfer: Köln, Nürnberg, Ingolstadt, Mannheim, Berlin, Wolfsburg und Düsseldorf. Gut, die Eisbären sind nur Halbopfer, schließlich haben sie nach Penaltyschießen gewonnen. Aber ein Punktverlust war es trotzdem. Festhalten lässt sich, der KEV holt das Optimum aus seinen bescheidenen Mitteln, was an Wettbewerbsverzerrung grenzt. Das muss auch mal gesagt werden! Und die leichtesten Gegner kommen erst noch: Hamburg, Schwenningen und Augsburg.  Die drei Mannschaften, die dem KEV im Tabellenkeller Gesellschaft leisten. Spaziergang.

Gesamt Spiele Punkte Tore Diff.
Krefeld 7 17 18 : 10 8
Wolfsburg 7 15 24 : 15 9
Ingolstadt 7 13 24 : 20 4
München 7 12 18 : 8 10
Iserlohn 7 12 24 : 21 3
Nürnberg 7 12 17 : 15 2
Köln 7 11 19 : 17 2
Berlin 7 9 18 : 19 -1
Straubing 7 9 17 : 19 -2
Düsseldorf 7 8 20 : 21 -1
Mannheim 7 8 14 : 19 -5
Hamburg 7 8 16 : 22 -6
Augsburg 7 7 14 : 25 -11
Schwenningen 7 6 11 : 23 -12

Wenn man wissen will, wie sich in dieser Phase der Saison ein Kellerteam vernünftigerweise verhält, sollten sich die Pinguine mal ein Beispiel an Augsburg, Hamburg und Schwenningen nehmen. Huch, alles kommende Gegner.

Ansonsten: Ein starker Monat der Grizzlys, die zuletzt arg verletzungsgeschwächt waren, trotzdem reichte es am Sonntag, um die Panther abzufertigen. Ingolstadt und München im Soll. Köln und Mannheim haben am Ende die Kurve bekommen. Das eine oder andere Team aus der Spitzengruppe erlitt empfindliche Rückschläge, an vorderster Stelle ist da die DEG zu nennen, wo man froh sein kann, dass der Februar Geschichte ist. Da passte der Februar irgendwie nicht zu dem, was sich in der Saison vorher abspielte. Dabei ist es vielleicht kein Vorteil, dass die DEG den Auswärtsvorteil anstrebt, bei DER Bilanz.

Werfen wir drei Spieltage vor dem Ende noch mal einen Blick auf das Restprogramm, bietet sich folgendes Bild:

Die Tabelle:

7 Adler Mannheim 49 73 134 : 134 0
8 ERC Ingolstadt 49 73 148 : 152 -4
9 Kölner Haie 49 71 139 : 133 6
10 Straubing Tigers 49 69 138 : 153 -15
11  Hamburg Freezers 49 67 133 : 156 -23
12 Augsburger Panther 49 66 152 : 179 -27
Mi., 02.03.2016 Augsburger Panther Straubing Tigers 50
Fr., 04.03.2016 Augsburger Panther ERC Ingolstadt 51
So., 06.03.2016 Krefeld Pinguine Augsburger Panther 52

Die gute Nachricht für den AEV: Sie können es noch aus eigener Kraft schafffen, wegen des unglaublichen wichtigen Spieles am Mittwoch gegen Straubing. Aber wenn die Tigers auch nur ansatzweise so spielen wie in München, sehe ich da eigentlich keinen Weg. Ich habe das auch schon mal anders gesehen, Kamui wird die Gelegenheit nicht versäumen, darauf hinzuweisen, er versäumt KEINE Gelegenheit, darauf hinzuweisen, daher mache ich es lieber selber. Im Moment sieht es so aus, als würde sich die gesamte Saison für den AEV auf eine einzige Partie fixieren lassen. Und dann kommt noch der ERC und man muss nach Krefeld. Ein Horrorprogramm.

Mi., 02.03.2016 Hamburg Freezers Krefeld Pinguine 50
Fr., 04.03.2016 Hamburg Freezers Iserlohn Roosters 51
So., 06.03.2016 Straubing Tigers Hamburg Freezers 52

GANZ anders sieht das für die Freezers aus. Erst gegen die schwächste Auswärtsmannschaft der DEL, dann gegen Iserlohn, das auswärts inzwischen sieben Mal in Folge verloren hat, dann nach Straubing, für die es am letzten Spieltag um NICHTS mehr geht, weil die Tigers nach dem Einzug in die Preplayoffs noch im Rausch sind – in zwei Tagen sind die Niederbayern doch nicht schon wieder nüchtern: Ein Spaziergang. Geh mal von neun Punkten aus.

Mi., 02.03.2016 Augsburger Panther Straubing Tigers 50
Fr., 04.03.2016 Adler Mannheim Straubing Tigers 51
So., 06.03.2016 Straubing Tigers Hamburg Freezers 52

Am Mittwoch entledigen sich die Tigers endgültig der Panther, Mannheim ist dagegen eine ganz unsichere Angelegenheit. Aber Hamburg zuhause ist wie eine Freifahrt. Die gute Nachricht hier: Die Tigers haben es in der eigenen Hand. Zwar kommt es sowie nie, wie es vernünftigerweise kommen müsste. Aber schließlich besagt die Statistik ja, das habe ich vor Monaten ja schon gesagt, dass Straubing am Ende die Preplayoffs schafft. Jetzt dürfen die mich nur nicht hängen lassen, sonst muss ich diese besagte Statistik, auf die ich mich damals berief, nämlich löschen.

Mi., 02.03.2016 Kölner Haie EHC Red Bull München 50
Fr., 04.03.2016 Kölner Haie Düsseldorfer EG 51
So., 06.03.2016 Iserlohn Roosters Kölner Haie 52

Als ich vor ein paar Wochen einen Blick auf das Restprogramm der Haie warf, hielt ich es für eines der schwierigsten. Doch offensichtlich kommen die Kölner damit, bislang, prima zurecht. Geschafft haben sie es aber noch lange nicht. Und leichter ist das Restprogramm auch nicht geworden. Es geht noch gegen den Tabellenführer, das beste Auswärtsteam und das beste Heimteam, in dieser Reihenfolge. Das hört sich immer noch wie ein gewaltiger Berg an. Vier Zähler vor Hamburg dürften aber in meinen Augen genügen. Die Hamburger kommen nicht wirklich zu Potte, ein Sieg aus diesen drei Spielen könnte genügen, und es würde mich nicht wundern, wenn es den gegen die DEG gäbe, sowie die gerade spielt.

Mi., 02.03.2016 ERC Ingolstadt Thomas Sabo Ice Tigers 50
Fr., 04.03.2016 Augsburger Panther ERC Ingolstadt 51
So., 06.03.2016 ERC Ingolstadt EHC Red Bull München 52

Fein raus, und schon in Sicherheit ist der ERC. Zuletzt landeten die Schanzer vier Siege in Folge, zwei gegen direkte Konkurrenten, Mannheim und Straubing, im Preplayoffkampf, jetzt sind es sechs Punkte auf Hamburg, bei drei Spielen ist da nichts mehr zu verlieren. Zu allem Überfluss ist das Torverhältnis, wie auch bei Mannheim, einen Extrapunkt wert ist. Sagen wir also sieben Zähler Vorsprung, ein Dreier dürfte allemal noch drin sein, da sich die Konkurrenz zudem noch gegenseitig Punkte abnimmt, geht es auch ohne. Für unmöglich halte ich es nicht, dass sie die Adler noch überholen können. Aber es wird nicht einfach mit drei Derbys.

Mi., 02.03.2016 Adler Mannheim Iserlohn Roosters 50
Fr., 04.03.2016 Adler Mannheim Straubing Tigers 51
So., 06.03.2016 Eisbären Berlin Adler Mannheim 52

Und dann wären da noch die Adler. Die kennen nur Serien, ob negativer oder positiver Art. Im Augenblick läuft eine Positivserie, und auf der Habenseite zwei starke Auftritte zuletzt gegen Düsseldorf und Hamburg. Wie der ERC profitieren sie davon, dass Hamburg und Straubing am letzten Spieltag noch direkt aufeinandertreffen, selbst wenn Mannheim die restlichen Partien alle verliert, aus den Preplayoffplätzen können sie nicht mehr fallen. Dafür sorgt Straubing – wie beim ERC – im Alleingang. Die Adler können sich in aller Ruhe auf das Fernduell um Platz 7 mit dem ERC konzentrieren.

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Ein Gedanke zu “Februar 2016 – Restprogramm der Preplayoffkandidaten

  1. Wäre ja ganz schön, wenn die Adler kurz vor (P)PO-Start die positive Serie starten. Solange sie nur lang genug hält^^

    Ansonsten hat ein WE den Adler-Monat gerettet, ansonsten hätte man auch hier ne Tabelle von unten angeführt…

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