DEL Finale Köln – Ingolstadt – das Allerletzte

Der Abschluss der Serie zum DEL-Finale. Es wird reiner Tisch gemacht. Es ist die Zeit für Geständnisse, und es kommt zu einer verblüffenden Erkenntnis. Außerdem wird sich nicht länger um eine Aussage gedrückt.

Eine Vorschau auf eine Playoffserie zu machen, das ist zumindest meine Erfahrung in diesem Jahr, ist ein riskantes Geschäft. Man sucht nach Gründen, warum die eine oder die andere Mannschaft am Ende siegreich ist, dabei wäre es viel einfacher, hinterher zu schreiben, die haben gewonnen, und das war doch logisch. Sollte ich mir vielleicht für die nächste Saison vornehmen. Erspart mir vie Spott seitens der LeserInnnen.

Denn sehen wir es doch mal ganz pragmatisch. Playoffs inklusive Preplayoffs haben neun Serien. Meine Quote bislang waren drei richtige von acht. DREI! Wozu analysiert man denn dann überhaupt? Da hätte ich den Ausgang der Serien genauso gut auswürfeln können. Was ich im Übrigen auch habe. Mein Schreibtischwürfel hatte sechs von acht. Und ich habe noch über ihn gelacht. Depp habe ich ihn gescholten.

Und wo das Ding ein Faible für den ERC entwickelt hat, ist mir ein Rätsel. Kommt schließlich aus China. Bezüglich der Finalserie behauptet er, es, das Ding, die Geschichte ginge über die volle Distanz. Und die Panther würden am Ende gewinnen. Der hat doch wirklich keine Ahnung. Aber im Unterschied zu mir hat er alle Ingolstadt-Serien richtig gehabt. Ich habe ihn aufgebohrt, aber drinnen war nur Holz.

Analyse, Banalyse. Neulich hat mich jemand auf dem Fußballplatz angesprochen. Immer wenn meine Patentocher mit ihrer Zwillingsschwester ein Punktspiel hat, stehe ich am Spielfeldrand und versuche, ihren Vater zu beruhigen. Das ist E-Jugend, Herrschaftszeiten. (Wir haben 6:0 gewonnen.)

Tippte mir auf die Schulter und meinte Moin. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass er in dieser Saison viel Zeit in Hamburg verbracht hat, das erklärt’s. Er sei der Eishockeygott und im Übrigen wäre das mit meine Playoffserien-Prognosen ja wohl nicht sonderlich erfolgreich gelaufen. Sprach übrigens erstaunlich gut Deutsch.

Was macht man in einen solchen Fall? Und woher kannte der Typ mich überhaupt. Ich habe ihm jedenfalls erstmal vors Schienbein getreten. Wenn’s mit dem Tippen nicht kappt, dann wenigstens mit den Tritten.

Ich hatte natürlich auch kritische Fragen. So ganz warm bin ich mit den Preplayoffs nie geworden. Die Hauptrunde als Neunter abschießen, und dann noch Meister werden können? Hallo? Mit dem AEV war das damals eine andere Sache, Platz 8 damals, das war legitim. Das wäre ein regulärer Playoffplatz gewesen. Aber als Neunter??

Also frug ich: „So ganz warm bin ich mit den Preplayoffs nie geworden. Die Hauptrunde als Neunter abschießen, und dann noch Meister werden können? Hallo?“

EG: Stell dich mal nicht so an, in den ersten Jahren gab es sogar Achtelfinals.

Ich: Das macht es aber nicht besser. In den ersten Jahren gab es ja auch noch einen Abstieg. (Der Mann neben mir hatte ein Smartphone, um rechtzeitig über die Zwischenstände auf den anderen Plätzen informiert zu sein. E-Jugend, my ass. Aber so konnte ich wenigstens die Aussage bezüglich der Achtelfinals überprüfen, die Antwort wollt ihr nicht hören/lesen)

EG: Darüber möchte ich nicht reden.

Ich: Aha (das macht sich immer gut, wenn man nicht weiter weiß)

EG: Es ist doch so … (er hatte offensichtlich denselben Rhetorik-Dozenten)

Ich: Aha?!

Dann haben wir ein Tor geschossen, 4:0, was für mich eine ausgezeichnete Gelegenheit gewesen wäre, mir die Cola über die Jacke zu gießen, wenn es einen Getränkestand gegeben hätte. Er nutzte die Gelegenheit, um das Thema zu wechseln und mir zu erläutern, warum „damals“ Ingolstadt und Iserlohn weitergekommen sind.

Wir waren dann ziemlich schnell in ein Fachgespräch vertieft, was an sich keine geringe Leistung am Rande eines E-Jugend-Spiels im Fußball, die Diskussion entwickelte sich aber sehr unerfreulich und nahm in ihrem Verlauf eine ziemliche Lautstärke an. Mit Hilfe von polizeilichen Einsatzkräften musste er schließlich vom Spielfeldrand und der Anlage entfernt werden. (Ich auch, aber das war ein Preis, den ich gerne bezahlte)

Mit seinen letzten Worten erklärte er noch, in diesem arroganten Tonfall mit amerikanischem Akzent, im Übrigen hätte er gerne seinen Würfel zurück.

Einstein hatte keine Ahnung.

Soll er ihn haben, seinen Würfel. Glaube sowieso, dass die Haie das in sechs machen.

Ich habe mit einem Fachmann gesprochen, der meinte, wenn eine Mannschaft in der Serie erstmal 3:0 in Führung geht, wird es für das andere Team ganz schwer. Das glaube ich auch.

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