… 8 … vor dem letzten Break

Letzter Spieltag vor der Länderspielpause. Und bevor es in den Endspurt der Hauptrunde geht. Platz eins und zwei sind fest verbucht, doch dahinter rückt das Feld immer mehr zusammen. Den Spieltag umrahmen das Spitzenspiel in München (vs. Düsseldorf) und der Auftritt des Spitzenreiters in Schwenningen.

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München – Düsseldorf

Das Wochenende hat es in sich für die DEG, erst hat man den Tabellenführer und designierten Hauptrundensieger zu Gast, und jetzt steht noch der Besuch beim Meister und wahrscheinlichen Hauptrundenzweiten bevor. Zudem in einer Phase, in der es für die Mannschaft von Harry Kreis nicht so richtig rund läuft.

Rein ergebnismäßig bezieht sich das aber tatsächlich nur auf die letzten Heimspiele. Die Auswärtsresultate der einzigen Mannschaft, die neben Straubing mehr Auswärtspunkte als Heimzähler geholt hat, lassen sich weiter durchaus sehen. Die letzten fünf Partien in der Fremde hat die DEG nämlich gewonnen.

Nun geht es gegen die derzeit erfolgreichste DEL-Mannschaft. Der EHC hat 14 Spiele in Folge gepunktet und aus den letzten acht Partien ebenso viele Dreier geholt. Da die Münchner ihr letztes Spiel bereits am Dienstag austrugen, hatten sie auch ein paar Tage mehr Pause, sicherlich kein Nachteil für den Meister, der auf einen Gegner trifft, der eine aufreibende Partie am Freitag mit einer knappen Niederlage gegen die Adler verarbeiten muss.

Das erste Spiel in München gewann der EHC 5:4 nach Verlängerung. Die Partien in Düsseldorf endeten aus DEG-Sicht 3:1 und 2:5.

Nürnberg – Straubing

Tigers-Derby in Nürnberg. Mit den Ice Tigers und den Tigers treffen zwei Teams aufeinander, die mit Big Points ins Wochenende gestartet sind. Die Tigers fertigten bereits am Donnerstag Bremerhaven ab und bleiben so weiter im Rennen um Platz sechs, Nürnberg gewann bei den ausgesprochen heimstarken Panthern glücklich nach Penaltyschießen und konnte Platz zehn weiter festigen, Platz neun ist in Reichweite.

Die Franken haben vier der letzten fünf Spiele gewonnen, Straubing, neben der DEG als einzige Mannschaft auswärts erfolgreicher als zu Hause, hat in der vier der letzten fünf Spiele gepunktet, lediglich gegen München gingen die Niederbayern leer aus. Dafür holten sie Siege gegen die DEG und die Adler.

Die drei bisherigen Partien waren alle sehr torreich. Das erste Spiel in Straubing gewannen die Ice Tigers 7:3, das zweite verloren sie 5:6 n.P. Das erste Spiel in Nürnberg ging 5:2 an die Franken.

Berlin – Augsburg

Wenn es die Eisbären in der derzeitigen Verfassung in die Preplayoffs schaffen, könnte am Ende der einzige Grund sein, dass Krefeld in noch schlechterer ist. Vielleicht profitieren sie aber gegen den AEV davon, dass ihr schwacher Auftritt gegen München vom 44. Spieltag bereits ein paar Tage zurückliegt. Zeit zum Regenerieren. Acht der letzten neun Partien haben die Eisbären verloren, zu Hause kassierte der Rekordmeister drei Niederlagen am Stück, und gerade die gegen Mannheim (0:7) und München (2:6) waren ziemlich deftig. Den letzten Heimdreier für die Berliner gab es am 27.11. gegen Straubing!

Wie gut, denkt man sich da vielleicht bei den Hauptstädtern, dass mit dem AEV eine Mannschaft mit einer mittlerweile schon fast notorischen Auswärtsschwäche anreist. Fünf der letzten sechs Spiele in der Fremde haben die Panther nämlich verloren. Und ins Wochenende starteten sie mit einer überflüssigen Niederlage gegen Nürnberg.
Während der AEV aber weiter dick im Rennen um Platz sechs ist, ist bei den Eisbären der Preplayoffplatz noch lange nicht sicher. Der Vorsprung auf Platz 11 beträgt lediglich fünf Zähler, und das Torverhältnis der Berliner ist kein gutes Polster.

Die ersten drei Partien blieben torarm. In Augsburg gab es einen 2:1-Verlängerungssieg der Eisbären und ein 3:0 der Panther. Das erste Spiel in Berlin gewannen die Panther 2:1.

Bremerhaven – Iserlohn

Fischtown spielt eine gute Saison, keine Frage, aber kurz vor Ende der Hauptrunde scheint der Mannschaft von Thomas Popiesch ein wenig die Luft auszugehen. Vier Niederlagen am Stück gab es zuletzt, Tiefpunkt war ein enttäuschender Auftritt am Donnerstag in Straubing, eine Partie, die über sechzig Minuten völlig an den Pinguins vorbeilief. Am letzten Sonntag gab es sogar eine Heimniederlage gegen die Eisbären!

Die Roosters sind mit einem Dreier ins Wochenende gestartet, was in dieser Saison auch nicht gerade so häufig vorkommt, für die Sauerländer kann es in den letzten Spielen nur noch darum gehen, die Saison einigermaßen würdevoll zu Ende zu spielen. Sie nicht als Schlusslicht zu beenden, wäre schon mal ein Schritt in diese Richtung. Einen Grundstein dafür haben sie mit dem Sieg gegen Schwenningen gelegt. Die letzten sieben Auswärtsspiele hat Iserlohn verloren.

Bei bisherigen  Ergebnisse: Iserlohn gewann das erste Spiel gegen Fischtown 4:2, verlor das zweite 3:5. Die erste Partie in Bremerhaven endete 4:1 für die Pinguins.

Krefeld – Köln

Das neue Jahr begann für die Pinguine mit drei Siegen, da war die Welt noch in Ordnung. Doch seit 6:2 gegen die Eisbären ging es für die Seidenstädter steil bergab. Und die Teams, die den Pinguinen Niederlagen zufügten, umfassen einen ziemlich bunten Strauß. Pleiten gegen Mannheim und München können immer passieren, aber zu den Piinguine-Besiegern gehörten andererseits auch Iserlohn oder Schwenningen. Mittlerweile erstreckt sich die Negativserie schon über sieben Pleiten am Stück.

Auf der anderen Seite stehen die Haie: Die haben unter Dan Lacroix eine Serie gestartet, drei Siege in Folge holten sie, am Freitag gab es auch den ersten Dreier unter dem neuen Trainer. Mittlerweile befindet sich die DEG in Schlagdistanz. Mit dem Erzrivalen liefert man sich an diesem Spieltag ein Fernduell um Platz drei. Die Haie sind das viertbeste Auswärtsteam der DEL, was in der Schlussphase der Hauptrunde noch ein wichtiger Faktor werden könnte. Die Kölner haben nämlich fast nur noch Auswärtsspiele.

Die bisherigen Partien: Die Spiele in Köln endeten 2:3 und 3:0. Das erste Spiel in Krefeld gewannen die Haie knapp 5:4.

Wolfsburg – Ingolstadt

Um was geht es für die Grizzlys noch? Vielleicht die Saison irgendwie noch zu retten und Platz elf anzustreben? Könnte sein, alles andere ist nach der Niederlage vom Freitag gegen die Haie unrealistisch. Die Grizzlys stellen nach den Wild Wings die schwächste Heimmannschaft der DEL. Gerade haben sie wieder drei Niederlagen am Stück kassiert. Wie das Spiel am Freitag gezeigt hat, scheitern die Niedersachsen oft an der eigenen Abschlussschwäche. Nur die Wild Wings haben weniger Tore geschossen.

Zu Gast ist der ERC, der sich nach zuletzt zwei Siegen gegen Nürnberg und Krefeld in das Rennen um einen Platz unter den ersten Vier einmischt. Auswärts hat der ERC drei der letzten vier Spiele verloren.

Bisher gewann bei diesem Duell immer die Heimmannschaft: Der ERC 2:1 und 3:2, jeweils nach Verlängerung. Die Grizzlys gewannen 4:3.

Schwenningen – Mannheim

Die Adler befinden sich auf dem besten Wege, die erfolgreichste DEL-Hauptrunde aller Zeiten zu spielen. Nicht nur die erfolgreichste Saison für die Adler, sondern aller DEL-Teams. Die höchste jemals erreichte Punktzahl nach einer Hauptrunde mit 52 Spielen waren 109 (Eisbären 2002/03), die auf einen Punkteschnitt von 2,10 kamen. Derzeit liegen die Adler bei 2,27. Dieser Schnitt wurde bisher nur einmal annähernd erreicht: In der Spielzeit 2009/10, als die Berliner nach der Hauptrunde auf 123 Zähler kamen, allerdings hatte die Hauptrunde damals 56 Partien. Der Schnitt der Eisbären lag damals bei 2,20.

Soviel zum Vorgeplänkel, nun konkret zum Spiel. Die Ausgangslage ist klar, für die Wild Wings geht es sportlich noch um was, sie wollen am Ende der HR die rote Laterne in Iserlohn wissen. Die Adler dagegen haben bereits jetzt das Heimrecht für die Viertelfinalserie sicher, realistischerweise könnte nur noch Meister München die Adler von Platz ein verdrängen. Selbst die DEG auf Platz drei hat kaum noch Chancen, Mannheim einzuholen, es sei denn, sie gewönne nun alle Partien und Mannheim machte keinen einzigen Zähler mehr. Und selbst dieses Thema könnte sich nach Spieltag 45 von selbst erledigt haben, wenn die Münchner ein wenig mithelfen.

Die Wild Wings starteten mit einer Niederlage gegen Iserlohn ins Wochenende, es war das Ende einer Serie von drei Siegen in Folge. Die letzten beiden Heimspiele hat Schwenningen allerdings gewonnen.

Die Adler haben elf Spiele in Folge gepunktet, dabei zehn Dreier geholt, nur in Straubing gab es eine Niederlage, und das auch erst nach Penaltyschießen. Kurios: Die Wild Wings sind das einzige Team in der DEL, das in dieser Saison eine positive Bilanz gegen die Adler hat, man glaubt es kaum. Sie gewannen die letzten beiden Partien gegen Mannheim, 4:0 zu Hause und 2:1 in Mannheim. Das erste Spiel in Mannheim gewannen die Adler 3:1.

Percentage aus den letzten zehn Spielen

Für mich sieht es danach aus, als liefe es unausweichlich auf ein Final-Duell zwischen M und M hinaus.

Heiner

München – Düsseldorf 1:3
Berlin – Augsburg 5:2
Nürnberg – Straubing 1:2
Bremerhaven – Iserlohn 1:4
Krefeld – Köln 1:0
Wolfsburg – Ingolstadt 2:3 n.V.
Schwenningen – Mannheim 3:2

 

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